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Sa, 15. April 2017, 09:00

Massenspeicher effizient einrichten und verwalten

Dieser Artikel stellt die wichtigsten grafischen Partitionswerkzeuge vor, mit denen Massenspeicher eingerichtet oder nachträglich veränderten Nutzeranforderungen angepasst werden können.

Festplatten und SSDs gehören als nicht-flüchtige Speicher zu den Kernkomponenten eines jeden Computersystems. Obwohl sie ihren Dienst meist klaglos im Hintergrund verrichten, können falsche Einstellungen, eine unüberlegte Einrichtung und auch die mangelnde »Pflege« zu ärgerlichen Fehlfunktionen bis hin zum Datenverlust führen. Daher empfiehlt es sich auch, Speichermedien möglichst regelmäßig zu prüfen und zu überwachen, um so Datenverlusten und unbefriedigender Leistung vorzubeugen.

Dies ist der erste einer Reihe von Artikeln, die sich mit Massenspeichern unter Linux beschäftigen. Alle Teile der Reihe können in der Übersicht gefunden werden.

HDD versus SSD

In aktuellen Computersystemen sind üblicherweise entweder Festplatten oder SSDs verbaut. Hybride Datenträger, die beide Speichertechnologien vereinen und als SSHD bezeichnet werden, spielen nur eine marginale Rolle. Während die ältere Technologie der Magnetplatten in aktuellen neuen Computern primär aufgrund ihrer enormen Speicherkapazitäten genutzt wird, sorgen die wesentlich teureren SSDs (»Solid State Disk«) im Vergleich dazu für beachtliche Geschwindigkeitsschübe: Die Zugriffszeit einer Festplatte auf angeforderte Daten liegt durchschnittlich bei mehreren Millisekunden, während sich die Zugriffszeiten bei einer SSD auf etwa 0,02 bis 0,04 Millisekunden belaufen. Zudem benötigt die SSD aufgrund fehlender mechanischer Bauteile weniger Energie und ist auch betriebssicherer. Im Vergleich zur Festplatte sind SSDs jedoch nach wie vor bei gleicher Kapazität erheblich teurer, und so finden sich meist kleinere Massenspeicher auf SSD-Basis in herkömmlichen Computersystemen.

Massenspeicher und Linux

Wie auch in vielen anderen Bereichen ist Linux bei der Einrichtung neuer Massenspeicher äußerst flexibel. So können Sie nicht nur ein herkömmliches Partitionsschema verwenden für die Installation des Betriebssystems und zusätzlicher Komponenten, sondern auch mehrere physisch vorhandene Laufwerke zu einem Laufwerksverbund zusammenfassen. Außerdem unterstützt das freie Betriebssystem eine große Anzahl verschiedener Dateisysteme. Mit der wachsenden Anzahl frei wählbarer Optionen vergrößert sich jedoch auch die Zahl möglicher Fehlerquellen. Daher sind unter dem freien Betriebssystem unzählige Werkzeuge vorhanden, die sich der korrekten Installation und »Gesundheit« der Massenspeicher verschrieben haben. Viele davon sind dank grafischer Oberfläche auch einsteigertauglich und führen aufgrund einer eingängigen Bedienoberfläche zu schnellen Ergebnissen.

In der ersten Folge dieser Artikelreihe stellen wir daher in Kurzansichten einige Partitionstools vor, mit denen Massenspeicher eingerichtet oder nachträglich veränderten Nutzeranforderungen angepasst werden. Der Fokus liegt dabei auf einer leichten Bedienbarkeit, denn in Zeiten grafischer Oberflächen wirkt das Hantieren auf der Kommandozeile mit unzähligen Befehlsparametern bei solchen Standard-Aufgaben anachronistisch.

GParted

Eines der bekanntesten und leistungsstärksten Werkzeuge zur Partitionierung und Anpassung von Massenspeichern ist GParted. Das Werkzeug steht in den Software-Repositorien der meisten größeren Linux-Distributionen zur bequemen Installation mithilfe von Yast, Synaptic & Co. bereit. Außerdem ist GParted als Live-Variante verfügbar und kann damit auch als externe Lösung genutzt werden. Das Tool kann nicht nur Partitionstabellen anlegen und die einzelnen Partitionen formatieren, sondern passt auch Partitionsgrößen individuellen Wünschen an. Dabei werden unzählige Dateisysteme unterstützt, so dass insbesondere von Live-Medien aus auch in heterogenen Umgebungen mit verschiedensten Betriebssystemen ein Einsatz möglich ist.

GParted listet in seinem Programmfenster die komplette Aufteilung eines Massenspeichers auf

Erik Bärwaldt

GParted listet in seinem Programmfenster die komplette Aufteilung eines Massenspeichers auf

Tabelle mit unterstützten Dateisystemparametern in GParted

Erik Bärwaldt

Tabelle mit unterstützten Dateisystemparametern in GParted

Welche Dateisysteme zu GParted kompatibel sind, kann man in einer übersichtlichen Tabelle erkunden, die im Programm über das Menü AnsichtDateisystemunterstützung abrufbar ist.

GParted kann darüber hinaus defekte Partitionstabellen reparieren, so dass sich das Programm auch zum Beheben von Fehlern eignet.

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