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Thema: FreeBSD 4.11 im Jahr 2017: Ein Vermächtnis

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Von Ein unbekannter Besucher am Do, 11. Mai 2017 um 16:02 #

Ist FreeBSD für den Desktop zu empfehlen? Wie ist so die Performance und Hardwareunterstützung?

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    Von Kritiker am Do, 11. Mai 2017 um 18:03 #

    Mit einer GraKa von NVIDIA wirst du deinen Spass haben. Ansonsten max. eine Haswell Refresh IGP, ansonsten Vesa Treiber und niedrige Aufloesung. Von AMD IGP wuerde ich die Finger lassen, es sei denn du verwendest eine bereits erwaehnte NVIDIA GraKa.

    Bzgl. WiFi werden mitlerweile einige 802.11n Adapter unterstuetzt, erfahrungsgemaess laufen die Atheros-Chips sehr gut. ac befindet sich noch in der Entwicklung.

    Desktop ist keine FreeBSD-Staerke

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    Von todo am Do, 11. Mai 2017 um 18:37 #

    Generell ist die Hardware- und Softwarebasis bei FreeBSD ein wenig schmaler als bei Linux, obwohl man mit Engagement die meisten Dinge zum Laufen bekommt, auch mit Hilfe der Linux-Emulation. Seit der legendären 4.0-Nummer nutze ich immer wieder FreeBSD, und desktopmäßig (kde) hatte ich nur anfänglich einige Einschränkungen.
    Ansonsten: Die Community ist angenehm freundlich, ohne missionarischen Eifer, und ohne "Meiner bootet schneller als Deiner"-Initkämpfe, da eh nur rebootet wird, wenn nötig.
    Sollte meine derzeitige, unter FreeBSD nicht lauffähige DVB-C-Karte die Grätsche machen, werde ich mir einen unterstützten USB-DVB-Stick besorgen und Linux komplett den Rücken kehren.

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    Von nico am Do, 11. Mai 2017 um 20:08 #

    Jein. Bei Treibern sieht es etwas schlechter aus, als bei Linux. Besonders im Bereich Multimedia.

    Von der Software ist nahezu alles geboten, was es auch unter Linux gibt. Außer speziellen Anwendungen, die tiefere Funktionen von Linux benötigen. Du antesten ist auch TrueOS gut geeignet.

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    Von Felix Schwarz am Fr, 12. Mai 2017 um 09:11 #

    Ist FreeBSD für den Desktop zu empfehlen? Wie ist so die Performance und Hardwareunterstützung?

    Mein Eindruck von FreeBSD ist, dass man sich erst mal ausführlich informieren sollte.

    Auf dem Desktop ist vielleicht der Grafik-Bereich interessant. Dazu gibt es eine Seite im FreeBSD-Wiki (https://wiki.freebsd.org/Graphics). AMD-Karten werden nur bis zur "Northern Islands" (Cayman, z.B. Radeon-HD-6000 von Ende 2010) vollständig unterstützt.

    Karten der Generationen "Sea Islands"/"Volcanic Islands" (Radeon HD 8000, Radeon HD Rx 200, ab Anfang 2013) werden gar nicht unterstützt.
    Neuere Generationen wie Polaris (z.B. RX 460) bzw. Vega werden nicht mal erwähnt.

    Mit einer AMD-Karte wird man also wohl nicht viel Spaß haben. IIRC steht aber Nvidias Binärtreiber auch für FreeBSD zur Verfügung.

    Allerdings arbeiten die FreeBSD-Entwickler daran, Linux-Treiber nahezu direkt im FreeBSD-Kernel verwenden zu können. Dazu bauen sie auch im FreeBSD-Kernel die Linux-API nach. Damit sollte es möglich sein, Linux-Treiber schneller in FreeBSD zum Laufen zu bekommen.

    Allgemein ist mein Eindruck, dass Linux im FreeBSD-Umfeld in etwa als "der große Bruder" angesehen wird. Wenn ich da von Linux aus schaue und mir die - im Vergleich zu Windows - sehr kleinen Treiber-Entwicklungsteams für Desktop-Hardware anschaue [1], dann kann man daraus vielleicht schließen, wie gut Hardware unter FreeBSD unterstützt wird.

    [1] Für FreeBSD-Grafikstack gab es 2014 vier Entwickler - die aber nicht alle in Vollzeit daran arbeiteten. Allein das Open-Source-AMD-Team hat 10-20 Entwickler, Intel mindestens 50. Für Windows sind mir keine Zahlen bekannt, aber seitdem AMD auch im proprietären GL-Stack für Linux auf amdgpu setzt, sind viele neue Namen aufgetaucht, so dass ich die Teamgröße für die proprietären Treiber mindestens auf das dreifache schätze.

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    Von Ein unbekannter Besucher am Fr, 12. Mai 2017 um 12:49 #

    Vielen Dank für die ausführlichen Antworten :)

    Ich gehe mal davon aus dass meine Hardware dann eher nicht laufen würde, oder? Zumindest nicht wirklich flüssig?
    Denn ich habe keine dedizierte Grafikkarte, sondern nur die, die von meiner CPU bereitgestellt wird, da ich keine dedizierte benötige.
    Handelt sich um die Intel "Kaby Lake"-Serie.

    Jedoch würde ich es gerne mal auf einer meiner Server ausprobieren. Hat da schon jemand Erfahrung mit gesammelt?
    Wird die von euch bereits erwähnte Linux-Emulation dringend benötigt, oder laufen viele Serveranwendungen wie bspw. Apache nativ auf FreeBSD? Und wie sieht es mit dem so belibten ZFS aus? Habe gehört dass es bei viel Speicherplatz sehr viel RAM benötigt, sofern ich mich noch richtig erinnere.

    Danke im voraus!

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      Von blablabla233 am Fr, 12. Mai 2017 um 14:49 #

      FreeBSD ist DAS Serversystem.
      Du brauchst die Linux-Emulation eigentlich nur fuer Closed-Source-Linux-Software.
      99.99% aller Software funktioniert "voll nativ".
      Auf dem Server brauchte ich noch nie die Linux-"Emulation", das brauchst Du fuer hmm Games, irgendwelche CS-CAD Software (soviele Beispiele fallen mir gar nicht ein)

      ZFS funktioniert perfekt ab 1GB (uU solltest Du den ARC-Speicher einschränken), und ich kann nur sagen das ZFS DAS Dateisystem ist, ich garantiere Dir fuer drei FreiBier auf meine kosten das Du es auch so sehen wirst (ABER finger weg von Deduplikation!!)

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        Von lin am Mo, 15. Mai 2017 um 17:31 #

        Nur um ZFS zu nutzen, brauche ich aber kein FreeBSD :)
        http://zfsonlinux.org/

        BTRFS ist auch in 1 -2 Jahren ein ebenbürtiger Ersatz.

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          Von blablabla233 am Mi, 17. Mai 2017 um 11:08 #

          Klar BTRFS ist etwa dann ebenbürtig wenn Hurd rauskommt.
          Es gibt bisher nur Ubuntu die ZFS mitliefern, natuerlich kannst du es auf allen andern Distros installieren ABER willst du wirklich ein Dateisystem von einer externen Quelle installieren?

          PS: Ich nutzte auch proxmox, die liefern auch ihr ZFS mit, aber FreeBSD hat mit ZFS weit mehr Erfahrung.
          PPS: Ilumnos/SmartOS/OmniOS hat aber bisher noch die sauberste implementierung

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        Von blablabla233 am Mi, 17. Mai 2017 um 11:29 #

        Also dass Freibier gilt nur für Freebsd oder Solaris-Abkömmlinge :-)

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Von [Si]Lithium am Do, 18. Mai 2017 um 12:43 #

Kompliment an Michael Reim, persönlich mag ich die "Geschichte" von UNIX, *BSD und GNU/Linux sehr gerne lesen und hören.

Gut und informativ geschrieben, gefällt mir sehr gut!
Freue mich auf den nächsten Artikel!

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