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Do, 15. Juni 2017, 15:00

FreeBSD 4.11 im Jahre 2017: Gruß aus alten Tagen

In diesem Teil der Serie wird die Installation von FreeBSD 4.11 mit einem neuen Ports-Baum versehen und auf den STABLE-Zweig umgestellt.

Im ersten Teil dieser Serie ging es um »Legacy«-Systeme sowie Erläuterungen zu BSD im Allgemeinen und FreeBSD (4.11) im Besonderen. Teil zwei stellte reich bebildert eine Installation des alten FreeBSD 4.11 der Installation eines aktuellen Systems (Version 11.0) gegenüber. Alle Teile dieser Artikelserie können Sie über das Inhaltsverzeichnis erreichen.

Dieser Artikel ist nun der erste Teil des Update-Experiments, um unser frisches 4.11-System in einen etwas weniger katastrophalen Zustand zu versetzen. Zur Erinnerung: FreeBSD 4.11 wurde 2005 veröffentlicht - das ABI jeder Hauptversion wird mit der x.0 Veröffentlichung in Stein gemeißelt. Das wiederum bedeutet, dass die Programme des Basissystems (plus Patches) von Version 4.0 stammen und wir also ins vergangene Jahrtausend zurückreisen!

Verschiedene Programmversionen des 4.11-Basissystems

Michael Reim

Verschiedene Programmversionen des 4.11-Basissystems

Ausgangslage

Um dem Leser eine Vorstellung davon zu geben, was das bedeutet, hier ein paar Programmversionen:

Wir haben also unter anderem diese Programme an Bord:

  • GCC 2.95.4
  • Binutils 2.12.1
  • Perl 5.0
  • OpenSSH 3.5

Die Jüngeren unter uns mögen so alten Relikten noch nie begegnet sein. Und um die Situation noch schwieriger zu gestalten: Der Ports-Baum für FreeBSD 4.11 ist natürlich ziemlich tot. Es ist unerlässlich, einen neueren Kompiler zum Laufen zu bekommen, aber um 2005 herum benutzte FreeBSD spezielle Veröffentlichungen von GCC (»gcc-core«), um den Kompiler zu bauen. Ich habe keinen einzigen Spiegelserver im Netz gefunden, der noch diese alten und exotischen Dateien verfügbar hielte! Pech gehabt. Es muss also ohne diese Ports gehen.

Unsere »Modernisierung« wird definitiv interessant... Wenn man bedenkt, wie schnellebig die IT-Welt ist, ist das ganze System, mit dem wir es hier zu tun haben, so tot wie es irgend geht. Also: Luft anhalten und Ärmel umkrempln, um ein paar alte Gräber auszuheben!

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