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Do, 29. Juni 2017, 15:00

Debian GNU/Linux 9.0 »Stretch«

Plasma Discover

Hans-Joachim Baader

Plasma Discover

Paketverwaltung

Debian setzt auf PackageKit, das mit der eigenen Paketverwaltung Apt zusammenarbeitet. Unter Gnome und KDE wird mindestens einmal pro Woche automatisch geprüft, ob Software-Updates vorliegen, und das Vorhandensein von Updates angezeigt. Bei der grafischen Paketverwaltung fährt Debian merkwürdigerweise zweigleisig: Unter Gnome sind sowohl Gnome Software als auch das gute alte Synaptic (aktuell in Version 0.84.2), das keine Wünsche offenlässt, installiert. Unter KDE hingegen ist neben Plasma Discover auch Apper, der Nachfolger von KPackageKit, in Version 0.9.2 vorhanden.

Gnome Software

Hans-Joachim Baader

Gnome Software

Debians Paket-Updates sind erfahrungsgemäß durch das Ausbleiben von Überraschungen gekennzeichnet. Neue Programmversionen bringt Debian während des Lebenszyklus der Distribution normalerweise nicht. Es werden lediglich Sicherheitslücken und kritische Fehler korrigiert. Ausnahmen sind lediglich Programme, die von den Originalprojekten nur mangelhaft gepflegt werden, vor allem Firefox und Chrome.

Kleinere Fehler in Anwendungen werden von Debian grundsätzlich nicht mehr korrigiert, wenn die Distribution veröffentlicht ist. Die Benutzer müssen selbst entscheiden, wie sie damit umgehen. Schwerwiegende Fehler dagegen werden nach Möglichkeit im Rahmen der kleinen Distributions-Updates behoben, die alle paar Monate stattfinden. Wahrscheinlich wird es bereits in einem Monat Debian 9.1 geben.

Die meisten Benutzer können mit dem stabilen Distributionszweig auskommen, in den man in Einzelfällen bei Bedarf Aktualisierungen einbaut, vorzugsweise über das Backports-Repositorium, notfalls auch über Debian Testing oder Unstable. Dies minimiert den Wartungsaufwand. Andere Möglichkeiten sind das Einbinden von externen Repositorien, das Importieren von RPM-Paketen mit alien, das Compilieren von Hand und das Bauen von eigenen Paketen. Dies ist sicher keine vollständige Aufzählung. Wer Software von Hand compiliert, wird das Programm checkinstall wahrscheinlich nützlich finden, das die Software als minimales Debian-Paket installiert.

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Hans-Joachim Baader

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über vorliegende Aktualisierungen

Hans-Joachim Baader

über vorliegende Aktualisierungen

Fazit

Debian 9 ist nahezu komplett frei von Überraschungen, was für die Benutzer natürlich nur gut sein kann. Die Aktualisierung von Debian 8 auf 9 dürfte in den meisten Fällen problemlos sein, erfordert nur in wenigen Fällen Anpassungen der Konfigurationsdateien und bringt das System auf einen ausreichend aktuellen Stand. Im Wesentlichen das gleiche konnte man auch schon vom Übergang von Debian 7 auf 8 sagen.

Debian darf sich gern weiter das »universelle Betriebssystem« nennen. Es übertrifft alle andere Distributionen in einem oder mehreren der folgenden Punkte: Zahl der unterstützten Architekturen, Einsetzbarkeit in den verschiedensten Bereichen (sei es als Desktop-, Laptop- oder Server-System, als Cloud-Server oder auch als Betriebssystem für Smartphones oder NAS-Geräte), Flexibilität der Installation, Lieferumfang und Dokumentation.

Nicht zu vergessen sind die zahlreichen von Debian abgeleiteten Distributionen, die zum Teil mehr Nutzung erfahren als Debian selbst. Für alle diese ist Debian unverzichtbar.

  • Das Werk darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, Abwandlungen und Bearbeitungen des Werkes müssen unter den gleichen Bedingungen weitergegeben werden. Der Name des Autors/Rechteinhabers muss in der von ihm festgelegten Weise genannt werden.

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