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Mo, 14. April 2003, 00:00

SuSE Linux 8.2

Einleitung

SuSE Linux 8.2 Professional- und Personal-Edition (Quelle: SuSE)

Mirko Lindner (demon)

SuSE Linux 8.2 Professional- und Personal-Edition (Quelle: SuSE)

SuSE 8.2 soll nach Aussage des Herstellers den Umgang mit Linux leichter machen. »Bei den neuesten Versionen 8.2 wurden viele bewährte Features noch weiter verbessert. MS Office Dateien können wie in den Vorgänger-Versionen geöffnet und bearbeitet werden. Auch beim Homebanking, beim Schneiden von Videos etc. setzen die neuen 8.2-Versionen wieder neue Standards in Sachen Sicherheit und Komfort«, preisen die Nürnberger ihren neuesten Streich. Pro-Linux schaute sich eine Woche lang das Produkt an und setzte dieses als Server und Desktop-System ein.

Lieferumfang

Während die Personal-Edition, die überwiegend an Linux-Neulinge gerichtet ist, keine neuen Installations-Medien und Lese-Komponenten zu verzeichnen hat, erweiterte SuSE das neueste Paket in der Professional-Version um eine komplette DVD. Statt wie bisher »nur« mit einem DVD-Silberling auszukommen, liefert der Distributor das Paket gleich mit zwei DVDs, dafür aber auch mit weniger CDs. Waren der Version 8.1 noch sieben CDs beigelegt, beschränkt sich der Umfang des neuesten Produktes auf fünf.

Zu den weiteren Neuerungen des Lieferumfangs gehört die physikalische Reduktion der Dokumentation. Ab sofort liefert der Hersteller das Produkt nicht mehr mit Unmengen an Handbüchern, sondern lediglich mit einem Buch in der Personal- und zwei in der Professional-Version aus - diese haben es aber in sich.

Wie in der letzten Version legten auch diesmal die Nürnberger bei SuSE 8.2 einen besonderen Wert auf die Aktualität. Mit KDE 3.1.1 und GNOME 2.2 liefert der Distributor die aktuellsten Versionen der beiden Desktop-Umgebungen, die neben vielen Neuerungen auch mit einer verbesserten Optik überzeugen. Ein Schmankerl für alle SuSE-Nutzer dürfte die Beigabe von drei Vollversionen aktueller Anwendungen sein. Exklusiv in SuSE Linux 8.2 lizenzierte der Distributor das komfortable und einfach zu bedienende Homebankingprogramm Moneyplex 2002 von Matrica und das Realtime-Aktienhandelsprogramm ActiveTrader von Consors, auch wenn die erstgenannte Version nicht der Vollversion der Anwendung entspricht. Ferner gibt es bei SuSE 8.2 das Schnittstudio MainActor von MainConcept.

Installation

Zu großzügig dimensionierte Dialoge und das Hilfe-System versperren teilweise die Auswahlpunkte bei der Installation

Mirko Lindner (demon)

Zu großzügig dimensionierte Dialoge und das Hilfe-System versperren teilweise die Auswahlpunkte bei der Installation

Die Installation der Distribution präsentiert sich bei SuSE 8.2 in einem etwas veränderten Look. Das integrierte Programm erfuhr gegenüber der früheren Version ein »Face-Lifting« und kommt erheblich frischer daher. Leider scheint der Hersteller dem Aussehen in manch einem Punkt der Bedienung Vorzug gegeben zu haben. Vor allem in einer Installationsauflösung von 640x480 passiert es nicht selten, dass wichtige Bereiche der Installation außerhalb des Bildbereiches liegen und nicht mehr erreicht werden können. Besonders ärgerlich ist das in der erweiterten Konfiguration, wenn ein wichtiger Dialog durch das Fehlen von Bestätigungs-Buttons unbrauchbar wird und den Nutzer zum Abbruch der Installation zwingt. Hilfreich in dieser Situation wäre unter anderem die Möglichkeit, die rechte Hilfe-Spalte auszuschalten, um so mehr Platz für das Wesentliche zu erhalten.

Das Aussehen sollte aber nicht die einzige Verbesserung an SuSEs jüngstem Sprössling sein. Eine Menge von kleineren und großen Änderungen verleihen dem Installationstool eine fast schon perfekte Handhabung. Mit der Version 8.2 ist es dem Hersteller sichtlich gelungen, den Spagat zwischen Anfängern und Profis so auszuführen, dass beide Parteien zufrieden sein dürften. Binnen weniger Klicks ist es jedem möglich, ein vorkonfiguriertes System zu erhalten. Wer dagegen auf individuelle Lösungen großen Wert legt, dem bieten die Nürnberger die Möglichkeit an, jede nur erdenkliche Funktion manuell zu verändern und zu beeinflussen.

Ein Beispiel für die Vielseitigkeit der Installation stellt die Konfiguration des Bootloaders dar. Wie bereits in der letzten Version setzt SuSE auf GRUB als Defaultloader, bietet jedoch die Möglichkeit an, auch LILO zu verwenden. Entsprechende Einstellungen für Grub werden dabei in LILO-Einstellungen konvertiert und können bereits bei der Installation angepasst werden. Der umgekehrte Weg ist selbstverständlich auch möglich - LILO-Eingaben werden in GRUB-Kommandos umgewandelt.

Sehr hilfreich ist die Möglichkeit, bereits bei der Installation aktuelle Patches und Updates vom Server des Distributors herunter zu laden und zu installieren. Ferner informiert das Tool über Änderungen und Release-Notes. Kleinere Verbesserungen (die Einstellung der Zeitzone als Beispiel) erleichtern die Installation und machen die Arbeit leichter.

Die Erkennung der installierten Geräte und Karten beherrscht SuSE 8.2 gewohnt souverän. Jede der bei unseren Testsystemen eingesetzten Hardware-Komponenten wurde erkannt und korrekt in das System eingebunden. Die Qualität der Erkennung bezeugt ferner die Mailingliste, in der bei der neuen Version kaum Fragen oder Probleme bei der Erkennung zu Sprache kommen.

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