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Do, 6. Juli 2017, 15:00

Der MausTüröffnerTag bei der FraLUG

Als erste LUG nahm die Linux User Group Frankfurt im letzten Jahr am MausTüröffnerTag teil. Der Artikel vermittelt einige Erfahrungen und Eindrücke von dieser Veranstaltung.

Christoph Zimmermann

Grundlegendes

Wie auch im Vorjahr entschloss sich die Frankfurter Linux User Group (FraLUG), an dem bundesweiten Linux Presentation Day (LPD), teilzunehmen. Im Gegensatz zu 2015 hatten wir jedoch einen speziellen Schwerpunkt: Wie können wir Linux nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern im Schulalter nahebringen?

So war die Idee geboren, den LPD 2016 in Verbindung mit dem MausTürÖffnerTag durchzuführen. Da aber vielleicht nicht jeder weiß, was es mit dem MausTürÖffnerTag auf sich hat, ein kurzer Abriss über dieses Medienformat. Seit mehr als 40 Jahren begeistert die Sendung mit der Maus des Westdeutschen Rundfunks (WDR) Kinder jeden Alters. Ursprünglich als reines Format für die Fernsehanfänger gedacht, konnte sie im Laufe der Jahre weitere Altersgruppen hinzugewinnen. Neben einigen Formaterweiterungen wie z.B. einer Samstagabend-Show führt der WDR seit sechs Jahren den sogenannten MausTürÖffnerTag durch. Hier kann man sich als Behörde, Firma, Verein oder sonstige Institution bewerben, um im Falle der Teilnahme Türen für Kinder und deren Begleitpersonen zu öffnen, die sonst der Öffentlichkeit verschlossen bleiben. Die FraLUG sah eine Teilnahme an diesem Format als ideale Möglichkeit, Linux und das dazugehörige FOSS-Ökosystem ebenfalls einer jüngeren Zielgruppe näher zu bringen.

Der folgende Artikel schildert unsere Vorbereitungen, die Erfahrungen, die wir an dem Tag selbst sammeln konnten, und was im Nachgang so passierte.

Vorbereitung

Nach dem initialen Beschluss zur Teilnahme an dem MausTürÖffnerTag galt es zunächst, die Bewerbung beim WDR durchzuführen. Hier sind Informationen wie Charakter und Zweck der Institution hilfreich und was man an dem Tag mit den Kindern so plant. Hier steht die Eignung des Formats im Vordergrund, da der WDR unserer Meinung nach ziemlich genau hinschaut, ob die geplanten Aktionen überhaupt »kindertauglich« sind.

Als wir mit den Planungen für den Tag begannen, war dem Organisationskommittee (OK) relativ schnell klar, daß Vorträge analog zu dem in der Schule immer noch üblichen Frontalunterricht wenig zielführend sind. Daher entschlossen wir uns, die Veranstaltung einem Workshop ähnlich mit vielen praxisnahen Elementen zu gestalten. Praktische Erfahrung mit dem Betriebssystem und seinen Anwendungen stand daher im Vordergrund der Planung. Um die eine maximale Betreuung durch das OK zu ermöglichen, beschränkten wir die maximale Teilnehmeranzahl im Vorfeld auf 30 in der Annahme, daß bei ca. 5 Teilnehmern, die zwar angemeldet waren, aber schlussendlich nicht erscheinen würden, es immer noch eine Gruppe von 25 Teilnehmern zu betreuen galt.

Uns schwebte eine Mischung aus kurzen Vorträgen, praktischen Übungen sowie Mitmach-Aktionen vor. Daher stand weniger eine vollständige Einführung in eine Software im Vordergrund, sondern das spielerische Erlernen des Umgangs mit der Anwendung. Aus diesem Grund planten wir, dass Kinder in Gruppen von jeweils vier Teilnehmern zusammenarbeiten, unterstützt von einem OK-Mitglied, das im Falle von Fragen, Unklarheiten oder Details mit Rat und Tat zur Seite stehen konnte. Daher hatten wir sechs Laptops mit einer benutzerfreundlichen Distribution für sechs Tische geplant.

Da dieses unser erster MausTüröffnerTag war, hatten wir die Idee, eine ähnliche Organisation, die bereits mindestens eine Teilnahme hinter sich hatte, zwecks Erfahrungsaustausch zu kontaktieren. Der WDR war so freundlich, unsere Kontaktdaten an einen Ansprechpartner beim Mannheimer Chaos Computer Club weiterzuleiten, der uns bei einem mehr als einstündigem Telefonat sehr gute Tipps aufgrund der Erfahrungen, die der CCC bei »seinem« MausTüröffnerTag gesammelt hatte, geben konnte. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank dafür, sofern der Mannheimer CCC Pro-Linux liest.

Hervorragende Unterstützung gab's ebenfalls vom WDR. Nicht nur in Form von Goodies und Giveaways und anderem Marketingmaterial (wie Schilder, etc.), sondern ebenfalls in Form der kompletten PR, die der WDR über seine Website und der Sendung machte. So mussten wir bereits ab Mitte Juli eine Warteliste anlegen, da die initiale Anzahl von Anmeldungen schon erreicht war.

Als Herausforderung erwies sich bei der Planung das Datum: Da die FraLUG normalerweise als Frankfurter Verein besondere Konditionen bei der Raummiete für Veranstaltungen von einer Tochterfirma der Stadt Frankfurt erhält, war die Auswahl der möglichen Örtlichkeiten an diesem Feiertag beschränkt. Als Lokation kam nur ein einziger Ort in Frage, der den Anforderungen (Größe, vorhandene Infrastruktur, etc.) entsprach. Obwohl ein wenig außerhalb gelegen, war der Veranstaltungsort mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, was viele Eltern auch nutzten.

Um den großen und kleinen Teilnehmern eine Übersicht zu vermitteln, wie der Tag im Einzelnen ablaufen würde, ging knapp zwei Wochen vor der Veranstaltung eine E-Mail an die Teilnehmer mit einem Übersicht über das für den Tag geplante Programm, einigen Hinweisen und allgemeinen Informationen wie Zeiten und Anfahrt. Wichtig hierbei war, dass Eltern durchaus die Möglichkeit hatten, uns in den Pausen zum Thema Linux und FOSS anzusprechen, sofern sie Interesse an einem Einsatz dieser Software hatten oder diese bereits nutzten.

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