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Thema: Linux-Desktops in deutschen Behörden - eine Übersicht

19 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von werty am Do, 13. Juli 2017 um 17:40 #

... die gegen Open-Source sprechen, aus meiner Sicht sind:

- viel zu wenige Support-Möglichkeiten für Open-Source-Software
- wenige OSS Experten
- sehr unübersichtlicher "Markt"
- fehlende Schnittstellen in der Software
- kaum Entwickler

Viele Unternehmen sind auf Support angewiesen und im Linux Bereich findet man es kaum. In Linux Software noch weniger. Dafür findet man im proprietärem Markt, ganz schnell jemanden. Erkenntnisse aus Kundengesprächen und eigenen Firmen Erfahrungen. Kein Support, kein Einsatz.

Genauso richtige Experten, die die Systeme pflegen und administrieren können. Meine Erfahrung, habe noch keinen Linux Experten getroffen. Eher jemanden der in einem speziellem Gebiet Fachkundig war, zb. Datenbanken. Installation und Softwareverteilung, wird schon schwieriger.

Und weil es zig Distributionen gibt, die sich unterscheiden, kennt sich der Experte gerade nicht mit der eingesetzten Distribution aus. Er muss es erst lernen.

Fehlende Schnittstellen. MS Office scheint beinahe zu jeder Software kompatibel zu sein. Ist natürlich überspitzt, aber zum Beispiel habe ich noch nichts gesehen wo LibreOffice unterstützt wird.

Kaum Entwickler. Ich bin selber Programmierer und bin schon in einigen Softwarefirmen gewesen und es schlicht so, das Kundenwünsche primär als sehr wichtig angesehen und auch erfüllt werden. Die Kunden zahlen schließlich auch die Rechnungen. Es werden keine Kundenwünsche ignoriert, es sei den es ist unpassend oder es wird nicht bezahlt.

Das Open-Source-Code per se dem proprietärem Code überlegen sein soll, ist pauschal nicht richtig. Es gibt genügend OSS auch mit miesem Code, dafür sich aber kaum jemand interessiert, weil die Software von kritischer Masse schlicht nicht genutzt wird. Und hat man kaum Anwender, hat man auch kaum Unterstützer die beim Code mit helfen. Und selbst bei großen Projekten gibt es immer wieder Fehler.

So meine Erfahrungen.

  • 2
    Von Jürgen Sauer am Do, 13. Juli 2017 um 19:05 #

    Eher fehlt es an der Backshish Grundlage.

    20% in die Privattasche von einem 0€ Produkt macht:

    0€ Backshish-

    Das trifft es wohl auf den Punkt.

    1
    Von Jürgen Sauer am Do, 13. Juli 2017 um 19:08 #

    Doppelpost - wg. proxy error - @HJB da sollte man echt mal was gegen tun :(

    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 15. Jul 2017 um 12:21.
    1
    Von haha am Do, 13. Juli 2017 um 22:24 #

    @ .. aus meiner Sicht sind:

    Das ist der Stand von vor 12 Jahren

    1
    Von da-real-lala am Do, 13. Juli 2017 um 23:40 #

    Was für FUD!

    1. Support: Nur ein von zig Beispielen: ubuntu punkt com slash support

    2. Experten - Kenne einige sehr gute Experten, die sich nur auf Linux spezialisieren, und ich bin nicht mal in der Branche!

    3. Unübersichtlicher Markt -- egal. Deshalb gibt es Firmen wie Canonical, die einem ein fertiges Produkt präsentieren. Für den Endanwender letztlich egal, was die für desktop oder Serversoftware benutzen, solange es Support gibt und läuft.

    4. MS Office ist bei weitem nicht zu allem kompatibel. Und MS Office ist für dieses Beispiel (Behörden) keine gute Wahl, da Dokumente von Bürgern nicht von propriäterem Scheiß abhängig sein sollten.

    5. Ich verstehe nicht, was die Aussage „kaum Entwickler“ mit den Wünschen der Kunden zu tun hat.

    • 0
      Von chris1284 am Fr, 14. Juli 2017 um 07:33 #

      doppelpost :(

      Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 14. Jul 2017 um 07:36.
      0
      Von chris1284 am Fr, 14. Juli 2017 um 07:35 #

      ubuntu punkt com slash support
      stelle einem Entscheider diese Antwort zur Verfügung wenn es um Support geht und lass dich auslachen.
      Das würde aber auch so sussehen würdes du support dot microsoft dot com für die Frage im MS Bereich angeben.
      Diese Art von Support ist nicht gefragt. Es geht um Dienstleister die vor Ort das Produkt supporten können. Den muss man anfassen, direkt ansprechen und schnell vor dem zb Problem-PC haben im Notfall. Aber an für sich ist die Ausage schon bedenklich das der Ersteller des Eingangspost erst nach der Einführung einer Distri nach Support dafür sorgt.
      Eigentlich würde man sich für eine Distri entscheiden nachdem geklärt ist ob man Support bekommt. Und ich muss sagen für zb RedHat kein Problem. Hier gibts viel Firmen die Support leisten was OS und Applikationen (hier Berechnungssoftware, CAx, Samba) angeht.

      • 0
        Von werty am Fr, 14. Juli 2017 um 10:08 #

        Genau das habe ich mit Support gemeint. Der muss anwesend sein, in Fleisch und Blut, und man darf ihn fragen können.

        • 0
          Von da-real-lala am Fr, 14. Juli 2017 um 20:29 #

          Den gibt es doch auch. München hat z.B. Leute angestellt. Google mal nach lokalen Linux Support Anbietern, kriegeste einige. Und das ist auch skalierbar. Dass ihr Windows Fanboys Ausreden braucht, um weiter den Marktführer zu benutzen und brav Dokumente in .doc zu liefern, das ist euer Problem. Die Fachleute sind da und je mehr man sie braucht, desto mehr lernen auch Linux. Als wäre es für einen IT Fachmann oder guten Admin so ein Problem, in 1 Jahr das bisschen Ubuntu, systemd und bash zu lernen. Alles faule Ausreden.

          • 0
            Von werty am Sa, 15. Juli 2017 um 19:41 #

            Bis "Dass ihr Windows Fanboys ..." habe ich den Beitrag noch ernst genommen...

            Schon mal selber gegoogelt und angeschaut wie viele Linux Support Firmen existieren? Hast du sie mal gezählt? Schonmal geschaut welchen Art von Support diese anbieten?

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              Von Kimberon am Sa, 15. Juli 2017 um 20:42 #

              Schon mal selber gegoogelt und angeschaut wie viele Linux Support Firmen existieren? Hast du sie mal gezählt? Schonmal geschaut welchen Art von Support diese anbieten?

              Und? Support ist da! Du kannst sogar Leute direkt einstellen.

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    Von 2342fasdfasdf am Fr, 14. Juli 2017 um 00:19 #

    Also ich kenne beide Welten:

    - viel zu wenige Support-Möglichkeiten für Open-Source-Software
    Passender ist: "Für ein MS Produkt wurde noch niemand gefeuert!". Zumindest als keiner bis mittelständischer Betrieb bekommt man von den großen keinen Support der besser ist als eine Google Suche. Alles was man bekommt sind Zertifizierte Partner die meist das Produkt bedienen können, aber im Ernstfall (Defekt, Bug) auch nicht viel unternehmen können.

    - wenige OSS Experten
    Die Experten sind nach meiner Einschätzung nicht das Problem, zumindest hab ich da bis jetzt recht gute Erfahrungen gemacht. Das Problem sind eher die "intermediate" Anwender. Man muss nur auf den typischen Posten schauen der als "Windows Admin" ausgeschrieben ist. Den großteil des Tages ist der mit Enduser Support beschäftig: User entsperren, Display Auflösung richtig einstellen, Papierstau beseitigen, gelöscht Dateien wiederherstellen, bei der "kaputten" Maus die Batterie wechseln, eine Anwendung installieren, defekte Hardware tauschen ...
    Für diesen Support Level benötigt man eine große Anzahl an Mitarbeitern. Für Linux vermutlich noch ein paar mehr weil die User es nicht von Zuhause kennen.

    - sehr unübersichtlicher "Markt"
    Naja, erfahrungsgemäß wird eh fast immer zu einem großen mit Support gegriffen (siehe auch den ersten Punkt). Da haben die x Mini Distributionen sowieso keine Bedeutung. Da beleibt gerade man eine Hand von Anbietern über. Im Zweifelsfall wird des der Platzhirsch: RHEL

    - fehlende Schnittstellen in der Software
    Das ist wohl das Hauptproblem. Wobei ich "Schnittstellen" als weitläufiger interpretiere. Dazu zählen Indiv-Entwicklung und Datei-Formate die das Windows Ökosystem benötigen. Hier werden über Jahre Abhängigkeiten aufgebaut, und leider wird da auch heute noch bei Neuanschaffungen kaum Rücksicht genommen.

    - kaum Entwickler
    Denke ich nicht. Gerade im Server Bereich (wo viel Indiv-Software entwickelt wird) ist Linux heute schon weit verbreitet, und es gibt eine Masse von Entwicklern die seit Jahren für Linux entwickeln. Selbst wenn, wäre die Hürde für einen Plattformwechsel hier recht gering. Je nach Sprache und verwendeten Frameworks würde sich für Entwickler u.U. gar nicht viel ändern.

    Meine Erfahrung, habe noch keinen Linux Experten getroffen.
    Kann es sein dass du beruflich bis jetzt einfach nur wenig mit Linux zu tun hattest? Es gibt sowohl lokale Unternehmen die professionellen Support bieten, als auch am Arbeitsmarkt Leute mit der entsprechenden Arbeitserfahrungen.

    Und weil es zig Distributionen gibt, die sich unterscheiden, kennt sich der Experte gerade nicht mit der eingesetzten Distribution aus. Er muss es erst lernen.
    Wie gesagt für den kommerziellen Einsatz gibt es nur eine Hand voll relevanten. Selbst diese sind zu 98% indent. Jemand der Disribution A bedienen kann, wir auch mit minimalen Aufwand Distribution B bedienen können.

    Ich bin selber Programmierer und bin schon in einigen Softwarefirmen gewesen und es schlicht so, das Kundenwünsche primär als sehr wichtig angesehen und auch erfüllt werden.
    Ich bin auch Software Entwickler. Bei uns gibt es aber fast nur Server Entwicklung unter Linux. Alles was für Windows gemacht wird ist etwas Customizing für Standard-Produkte. I.d.R wird da aber versucht möglichs wenig anzugreifen, und im Zeifelsfall in eingene Tools auszulageren, da das Customizing in der Regel ineffizent, teuer und nicht nachhaltig ist (spätestens beim nächsten Upgrade muss man es wieder angreifen).

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    Von Kimberon am Fr, 14. Juli 2017 um 09:13 #

    Da hast du ja jede Menge FUD zusammengetragen. Ich gehe aber trotzdem mal nur auf zewi Punkte ein.

    Genauso richtige Experten, die die Systeme pflegen und administrieren können. Meine Erfahrung, habe noch keinen Linux Experten getroffen. Eher jemanden der in einem speziellem Gebiet Fachkundig war, zb. Datenbanken. Installation und Softwareverteilung, wird schon schwieriger.

    Davon gibt es eine ganze Menge, das weiß ich weil ich mit Linux meine Brötchen verdiene und mich auch mit meinen "Fachkollegen" entsprechend austausche. Allerdings sind sie im Billig-Bereich, z.B. Manila eher sehr selten anzutreffen :)

    Und weil es zig Distributionen gibt, die sich unterscheiden, kennt sich der Experte gerade nicht mit der eingesetzten Distribution aus. Er muss es erst lernen.

    *GÄÄÄÄÄÄÄÄHHHHHHNNNNNNNNN* Das ist so ziemlich der dümmste FUD den es gibt. Ja, es gibt zig Distributionen, was mich als Linux-Experte aber recht wenig juckt.

    Eine Linux-Distribution ist am ehesten vergleichbar mit einem selbserstellten Windows-Installationsimage inkl. angepasster Konfiguration & Software. Nichts anderes ist eine Distribution. Im Gegensatz zu Windows, darf ich im Regelfall eine selbsterstellte Linux-Distribution, aber auch weitergeben. Deswegen gibt es ja soviele ;P

    In Firmen findest du hauptsächlich RHEL, SLES & Debian und deren Abkömmlinge CentOS, Ubuntu, openSUSE etc. Die Administration unterscheidet sich dabei nur minimal.

    • 0
      Von werty am Fr, 14. Juli 2017 um 10:15 #

      Mag sein das Linux-Experten gibt. Nur wenn sie alle im Hochpreisigem Bereich anzutreffen sind, gibt es in niederen Regionen eben keine Experten und hier gibt es dann Probleme.

      Da wird auch kein SLES oder RHEL eingesetzt, überwiegend opensuse, Debian und ubuntu. Und das stellt die Leute schon vor Probleme. Also von FUD kann keine Rede sein. Ehrlich nicht.

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        Von Kimberon am Fr, 14. Juli 2017 um 11:48 #

        Experten gibt es generell nicht im "Niedrigpreisigem" Bereich, das ist jetzt nicht Linux spezifisch. Ausbildung & Zertifizierung kostet Geld, und das will auch entsprechend entlohnt werden.

        Das ist wahrscheinlich auch dein Problem, das du noch keinen Linux-Experten getroffen hast. Kein Geld, kein Experte. Dann bekommt man halt nur unerfahrene Leute.

        So groß sind die Unterschiede zwischen den Distributionen auch nicht. openSUSE ist die Basis für SLES, Bei RHEL ist es Fedora, dazu gibt es jede Menge Clones , z.B. CentOS, Scientific, etc. Ubuntu baut auf Debian usw. Im Grunde basieren die meisten Distributionen auf diesen dreien: SUSE, Red Hat & Debian.

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    Von mechanicus am Fr, 14. Juli 2017 um 09:55 #

    ... und fehlende Investitionssicherheit!

    Ich hatte in meiner Firme eine Linux Terminallösung (LTSP) damals eingeführt.
    Nach einiger Zeit gab es Probleme, weil die alten Inteldriver im neueren Kernel nicht mehr unterstützt wurden. Also 15 Thin-Clients neu gekauft.
    Zwischenzeitlich ist die komplette Terminal Lösung ein Auslaufmodell und ich muss mich irgendwie anders orientieren.

    • 0
      Von Kimberon am Fr, 14. Juli 2017 um 12:18 #

      Hast du mit Windows auch nicht. Hab inzwischen genügend Geräte herumstehen, die unter Windows nicht mehr benutzt werden können, weil es vom Hersteller keine Treiber mehr für das neue Windows gibt.

      Im Gegensatz zu Windows hast du unter Linux aber den Source für den Treiber. Damit kannst du dir den bei Bedarf auch weiterhin für eine neuere Kernelversion bauen bzw. kannst du dir halt jemanden suchen, der dir das macht.

      IMHO eine bessere Investitionssicherheit als OpenSource gibt es nicht.

      Auslaufmodell sehe ich jetzt auch nicht. Es geht doch mit Volldampf in diese Richtung. Anstatt vom Server wirst du halt von einer Cloud bedient :)

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      Von Zainaman am So, 16. Juli 2017 um 23:01 #

      Ernsthaft ihr habt Thinclients angeschafft? So einen Schrott hatten wir auch bei einem Arbeitgeber. Als Notarbeitsplätze. Naja ein Raspberry Pi hatte mehr power als die Schrott teile von Thinclients von HP.

      Ich nutze Pis überall (kleine Landwirtschaft mit direktvermarktung) im Lager als Thinclient, als Printserver, als miniPC bei Maschinen, zum aufzeichen von Daten aus dem Stall ...

      Billig einfach und wenn was defekt ist kaufst einen neuen Pi3 steckst die SD Karte rein und weiter gehts.

      Leistungsmonster ist der Pi3 nicht aber für rdesktop reicht es locker.

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