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Thema: Linux-Desktops in deutschen Behörden - eine Übersicht

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Von 2342fasdfasdf am Fr, 14. Juli 2017 um 00:19 #

Also ich kenne beide Welten:

- viel zu wenige Support-Möglichkeiten für Open-Source-Software
Passender ist: "Für ein MS Produkt wurde noch niemand gefeuert!". Zumindest als keiner bis mittelständischer Betrieb bekommt man von den großen keinen Support der besser ist als eine Google Suche. Alles was man bekommt sind Zertifizierte Partner die meist das Produkt bedienen können, aber im Ernstfall (Defekt, Bug) auch nicht viel unternehmen können.

- wenige OSS Experten
Die Experten sind nach meiner Einschätzung nicht das Problem, zumindest hab ich da bis jetzt recht gute Erfahrungen gemacht. Das Problem sind eher die "intermediate" Anwender. Man muss nur auf den typischen Posten schauen der als "Windows Admin" ausgeschrieben ist. Den großteil des Tages ist der mit Enduser Support beschäftig: User entsperren, Display Auflösung richtig einstellen, Papierstau beseitigen, gelöscht Dateien wiederherstellen, bei der "kaputten" Maus die Batterie wechseln, eine Anwendung installieren, defekte Hardware tauschen ...
Für diesen Support Level benötigt man eine große Anzahl an Mitarbeitern. Für Linux vermutlich noch ein paar mehr weil die User es nicht von Zuhause kennen.

- sehr unübersichtlicher "Markt"
Naja, erfahrungsgemäß wird eh fast immer zu einem großen mit Support gegriffen (siehe auch den ersten Punkt). Da haben die x Mini Distributionen sowieso keine Bedeutung. Da beleibt gerade man eine Hand von Anbietern über. Im Zweifelsfall wird des der Platzhirsch: RHEL

- fehlende Schnittstellen in der Software
Das ist wohl das Hauptproblem. Wobei ich "Schnittstellen" als weitläufiger interpretiere. Dazu zählen Indiv-Entwicklung und Datei-Formate die das Windows Ökosystem benötigen. Hier werden über Jahre Abhängigkeiten aufgebaut, und leider wird da auch heute noch bei Neuanschaffungen kaum Rücksicht genommen.

- kaum Entwickler
Denke ich nicht. Gerade im Server Bereich (wo viel Indiv-Software entwickelt wird) ist Linux heute schon weit verbreitet, und es gibt eine Masse von Entwicklern die seit Jahren für Linux entwickeln. Selbst wenn, wäre die Hürde für einen Plattformwechsel hier recht gering. Je nach Sprache und verwendeten Frameworks würde sich für Entwickler u.U. gar nicht viel ändern.

Meine Erfahrung, habe noch keinen Linux Experten getroffen.
Kann es sein dass du beruflich bis jetzt einfach nur wenig mit Linux zu tun hattest? Es gibt sowohl lokale Unternehmen die professionellen Support bieten, als auch am Arbeitsmarkt Leute mit der entsprechenden Arbeitserfahrungen.

Und weil es zig Distributionen gibt, die sich unterscheiden, kennt sich der Experte gerade nicht mit der eingesetzten Distribution aus. Er muss es erst lernen.
Wie gesagt für den kommerziellen Einsatz gibt es nur eine Hand voll relevanten. Selbst diese sind zu 98% indent. Jemand der Disribution A bedienen kann, wir auch mit minimalen Aufwand Distribution B bedienen können.

Ich bin selber Programmierer und bin schon in einigen Softwarefirmen gewesen und es schlicht so, das Kundenwünsche primär als sehr wichtig angesehen und auch erfüllt werden.
Ich bin auch Software Entwickler. Bei uns gibt es aber fast nur Server Entwicklung unter Linux. Alles was für Windows gemacht wird ist etwas Customizing für Standard-Produkte. I.d.R wird da aber versucht möglichs wenig anzugreifen, und im Zeifelsfall in eingene Tools auszulageren, da das Customizing in der Regel ineffizent, teuer und nicht nachhaltig ist (spätestens beim nächsten Upgrade muss man es wieder angreifen).

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