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Do, 27. Juli 2017, 15:00

Fedora 26

KDE Plasma mit Startmenü

Hans-Joachim Baader

KDE Plasma mit Startmenü

KDE

KDE mit Plasma 5 ist im KDE-Spin von Fedora (und natürlich in den Repositorien) in Version 5.10.1 enthalten, mit den KDE Frameworks 5.36 als Grundlage. Die KDE Applications liegen in Version 17.04 vor. Der Speicherbedarf beträgt direkt nach dem Start mit einem geöffneten Terminal-Fenster etwa 600 MB RAM, das sind etwa so viel wie vor einem halben Jahr. Auch hier belegt der PackageKit-Daemon bald nach dem Start noch einmal zusätzlich Speicher. Gegenüber Plasma 5.9 bringt die neue Version unter anderem die Ordner-Ansicht als Standardmodus des Desktops. Das bedeutet, dass man beliebige Dateien und Ordner auf dem Desktop ablegen kann. Zugleich wurde die Bedienung des Desktops in etlichen Punkten verbessert. Außerdem gab es Neuerungen wie Medien-Steuerelemente auf dem Sperrbildschirm und Anhalten des Musikspielers bei Suspend.

Die Software-Suche in KRunner schlägt nun Anwendungen zur Installation vor. Die Benachrichtigungen beim Kopieren von Dateien besitzen jetzt ein Kontextmenü bei der Vorschau, das es ermöglicht, den zugehörigen Ordner zu öffnen oder andere Aktionen auszuführen. Neben einer Liste der kürzlich geöffneten Dokumente und Anwendungen gibt es in Startern jetzt auch eine Liste der häufig geöffneten Dokumente und Anwendungen. Die Icons auf den Buttons im Panel folgen denselben Größeneinstellungen wie das Panel selbst. Die Sicherheit des Sperrbildschirms wurde verbessert und das Sperrprogramm in eine Sandbox gesteckt, deren Rechte mit seccomp grundlegend beschnitten wurden. Der Bildschirm kann nun auch vom Start-Skript aus gesperrt und entsperrt werden, was seine Anwendung bei Distributionen und in Unternehmen finden wird. Das Lautstärken-Applet erhielt ein Menü, getrennt für jedes Gerät, für schnelle Einstellungen.

Benachrichtigung über Aktualisierungen

Hans-Joachim Baader

Benachrichtigung über Aktualisierungen

Eine weitere Neuerung ist ein Einstellungsmodul, mit dem man Startbilder für Plymouth herunterladen und auswählen kann, die beim Booten des Systems angezeigt werden. Auch die Unterstützung für Flatpak und Snap machte Fortschritte. Das Software-Center Discover unterstützt beide in vorläufiger Form. Ferner wurde das Plugin xdg-desktop-portal-kde in Flatpak integriert. Darüber hinaus werden jetzt die Open Desktop Ratings von Gnome unterstützt, die Anwendungen bewerten.

Startseite von Qupzilla

Hans-Joachim Baader

Startseite von Qupzilla

Um Plasma unter Wayland nutzen zu können, fehlen immer noch ein paar Dinge, aber es werden weniger. So wurde jetzt die Unterstützung für Tastatur-Layouts auf den gleichen Stand gebracht wie unter X11. Laut den Entwicklern ist Plasma 5.10 unter Wayland nutzbar, wird aber noch nicht empfohlen, da einige Dinge noch unterschiedlich sind. Allerdings ist in Fedora 26 nach wie vor X11 der Standard-Display-Server, und eine Wayland-Sitzung wird bisher noch nicht einmal zum Testen angeboten.

Auch unter KDE ist Firefox als Webbrowser der Standard. Konqueror (nicht mehr zu empfehlen) und Qupzilla sind als zusätzliche Browser vorhanden. Eine Office-Suite ist nicht mehr vorinstalliert. Zur Auswahl stehen in den Repositorien LibreOffice 5.3 die Calligra-Suite 3.0.1 und natürlich auch die Klassiker wie AbiWord und Gnumeric. Vorinstalliert sind desweiteren nur die wichtigsten KDE-Anwendungen. Selbst populärere, aber größere KDE-Programme wie Marble, Digikam oder KStars sind nicht standardmäßig vorhanden.

Der KDE-Spin nutzt wie bisher auch schon zwar Journald von Systemd für das Loggen, installiert und startet aber weiterhin rsyslog, so dass das Log immer noch in Stereo vorhanden ist.

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