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Do, 17. August 2017, 15:00

OpenSuse Leap 42.3

Der Desktop

Wie gehabt, ist auch bei der neuesten Version Plasma der Standarddesktop. KDE Plasma 5 trägt weiterhin die Versionsnummer 5.8 und ist mittlerweile in der siebten Aktualisierung enthalten. Damit setzt OpenSuse auch in der neuen Version auf die mittlerweile fast ein Jahr alte LTS-Version des KDE-Desktops, die seitens der Desktop-Entwickler noch etliche Monate mit Aktualisierungen versorgt werden soll. Die zugrunde liegende Version 5.6 von Qt wird mindestens noch zwei Jahre gepflegt, was weiterhin für eine stabile Grundlage bei OpenSuse sorgen dürfte.

Standarddesktop - Plasma

Mirko Lindner

Standarddesktop - Plasma

Plasma mit Yast und Firefox

Mirko Lindner

Plasma mit Yast und Firefox

Standardmailer unter Plasma - Kmail

Mirko Lindner

Standardmailer unter Plasma - Kmail

Gegenüber der noch in OpenSuse Leap 42.2 eingesetzten Version 5.8.2 stellt Plasma 5.8.7 erwartungsgemäß keine bahnbrechenden Neuerungen vor. Die wohl wichtigste Eigenschaft der neuen Version ist, dass die Umgebung durch die Entwickler weitgehend stabilisiert wurde. Plasma ist mit der Version zwar immer noch nicht fehlerfrei, aber insofern stabil, als dass man die Umgebung ruhigen Gewissens produktiv einsetzen und weiterempfehlen kann. Zudem wurden zahlreiche Bereiche des Desktops ins Deutsche übersetzt.

Während der Plasma-Desktop bei OpenSuse 42.3 einen Bestandschutz genießt, sind die darin enthaltenen Anwendungen aktualisiert worden. Der Stand der Umgebung entspricht weitgehend KDE Applications 17.04.2. Dementsprechend sind Anwendungen wie der Dateimanager Dolphin, die Brenneranwendung K3b oder aber auch zahlreiche kleinere Anwendungen in den neuesten Versionen enthalten.

Ähnlich wie bei Plasma gestaltet es sich bei Gnome. Auch hier verzichtet OpenSuse auf den Einsatz der neuesten Version der Umgebung und setzt auf die bereits in der letzten Version enthaltene SLE-Version 3.20. Die Änderungen gegenüber der letzten Version der Distribution fallen auch hier überschaubar aus, was – je nach Erwartungshaltung – entweder erfreulich oder enttäuschend sein dürfte. Erschwerend bei Gnome ist aber, dass die Entwickler auf eine Aktualisierung der Anwendungen verzichtet haben und viele wichtige Applikationen der Umgebung deshalb in teils recht alten Versionen enthalten sind.

Der Gnome-Desktop

Mirko Lindner

Der Gnome-Desktop

Gnome in der Classic-Ausführung

Mirko Lindner

Gnome in der Classic-Ausführung

Gnome in der SLE-Ausführung

Mirko Lindner

Gnome in der SLE-Ausführung

Ein anderes Bild ergibt sich bei der Betrachtung der anderen Desktops. So liegen alle angebotenen Desktops und Window-Manager in ihrer relativ aktuellen Version vor. Während beispielsweise LxQt in der Version 0.11 ausgeliefert wird, liegt Mate in der Version 1.18 vor und entspricht der bei der Freigabe aktuellen Version. Weitere Desktops sind Enlightenment 0.21.8, XFCE 4.14, IceWM 1.3.12, Cinnamon 3.4.4, i3 4.12, Sawfish 1.11 und FVWM 2.6.6.

Die Desktop-Anwendungen entsprechen weitgehend den neuesten Versionen. LibreOffice liegt in der Version 5.3.3 vor und AbiWord in 3.0.1. Weiterhin sind der Distribution Gnumeric 1.12.23, Mozilla Firefox 52.2, Mozilla Thunderbird 52.2.1, Gimp 2.8.18, Krita 3.1, Digikam 5.5.0 und Inkscape 0.91 beigelegt. Für Multimedia-Wiedergabe sorgen unter anderem Amarok 2.8, Totem 3.20 und der Dragon Player 17.04. Während MP3 standardmäßig eingebunden wird, verzichtet der Distributor aus bekannten Gründen weiterhin auf die Inklusion lizenzbehafteter und unfreier Codecs. Hier müssen Nutzer weiterhin auf Fremdquellen ausweichen, wie sie von Packman und/oder VLC angeboten werden.

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