Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Do, 7. September 2017, 15:00

Sudden Strike 4

Linux-Spiele im Review

Über das Spiel

Spielszene aus Sudden Strike 4

Bernd Ritter

Spielszene aus Sudden Strike 4

Sudden Strike 4 ist ein Echtzeitstrategiespiel, das besonderen Wert auf historische Genauigkeit legt. Die Einheiten und das Missionsdesign orientieren sich jeweils an tatsächlich stattgefundenen Schlachten und wurden spielerisch aufbereitet. Nach abgeschlossenen Missionen kann man sich über den historischen Hintergrund anhand von Filmen genauer informieren.

Das Besondere an der Sudden Strike-Serie als Echtzeitstrategietitel war schon immer, dass man eine gewisse Menge an Einheiten zur Verfügung gestellt bekommt. An einigen Punkten kommen auch Verstärkungen von außen zum Einsatz. Jedoch muss man mit diesen Einheiten auskommen, ein Basenbau und damit eine eigene Einheitenversorgung war noch nie Teil der Serie und ist auch im vierten Teil nicht vorhanden. Hier lag schon immer der Reiz der Sudden Strike-Serie.

Kombiniert mit dem Realismus, wenige oder gar ein gezielter Treffer an einem Panzer können diesen handlungsunfähig machen (Kettenantrieb zerstört) oder sogar komplett außer Kraft setzen, wird der Schwierigkeitsgrad deutlich. Dieser lässt sich im Übrigen auch nur von »normal« auf »einfach« verringern. Die Stufe »schwer« wollte man wohl keinem menschlichen Spieler zumuten. :-)

Grundsätzlich setzt das Spiel auf eine generalbasierte Doktrin-Einstellung. Anhand der Generäle aus den deutschen, alliierten und russischen Kräften können bestimmte Fokusse gewählt werden. Im Laufe der Kampagne können die Generäle dann zusätzlich Fähigkeiten freigeschaltet bekommen. Damit ausgerüstet lassen sich frühere Missionen erneut spielen und dieses Mal ganz anders angehen. Wurde eine Mission mit den maximalen drei erreichten Sternen erfolgreich absolviert, so kann sie in einem Herausforderungsmodus nochmal mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad gespielt werden.

Sehr schön finde ich persönlich auch das mögliche Micro-Management des Spiels. So kann man Panzer in einzelne Untergruppen sortieren und gezogene Waffen müssen erst manuell einsatzbereit gemacht werden, bevor diese schießen können. Getroffene Soldaten können durch Sanitäter wieder gerettet werden, die digitalen Lebensretter laufen dabei aber ebenso Gefahr, selbst getroffen und verwundet zu werden.

Schießen Einheiten auf Panzer, so können die Geschosse durchaus je nach Aufprallwinkel abprallen. Bei Angriffen aus mehreren Richtungen sollte man darauf achten, nicht plötzlich eigene gegenüberliegende Einheiten zu beschießen. Ganz dem Realismus treu bleibend können Soldaten auch nicht, ohne spezielle Waffen wie Handgranaten, PAKs oder Panzerfäuste, gegnerischen Panzern gefährlich werden.

Das Schadensmodell der Einheiten, bzw. besonders der Fahrzeuge, ist differenziert. Treffer können den Motor oder das Waffensystem beschädigen und so zu spezifischen Einschränkungen in der Kampfkraft führen. Ein Panzer mit beschädigter Kette wird zwar noch die Stellung verteidigen können, wird sich aber nicht mehr bewegen. Gut beraten ist, wer in solchen Situationen ein Reparaturfahrzeug in greifbarer Nähe abgestellt hat. Der Spieler muss ferner für den Nachschub der Truppen sorgen. Bleibt dieser aus, bleiben Panzer nach einiger Zeit ohne Treibstoff stehen oder die Feuerkraft singt mangels Munition auf Null.

Wie es sich gehört, endet der Realismus von Sudden Strike 4 aber nicht bei den Einheiten und Panzern. Auch die Umgebung nimmt Einfluss auf den Kampf. Der Untergrund, auf dem die Truppen sich fortbewegen, bestimmt die Geschwindigkeit. Beginnt es zu regnen, kann die Abkürzung über die Felder schnell zu einer Schlammfalle werden. Bäume werden zwar durch die Panzer umgeknickt, verlangsamen aber auch deren Vorankommen.

Die Sprache der Einheiten kann so eingestellt werden, dass die landeseigene Sprache der jeweiligen Einheit gesprochen wird, oder man kann das Spiel auf die Sprache des Betriebssystems umstellen. Authentischer ist natürlich die landeseigene Sprache. Ein kleiner Wermutstropfen ist hier, dass die Missionsansagen und die Missionshinweise nur auf Englisch (mit britischem Akzent) vorliegen. Hier hätte ich mir auch eine landeseigene Sprachansage mit Untertiteln gewünscht.

Die Kampagne besteht aus der deutschen, alliierten und der sowjetischen Kampagne. Jede davon beinhaltet jeweils 7 Missionen. Im Spiel lassen sich Fußtruppen, Fahrzeuge und Panzer steuern. Flugeinheiten und Wasserfahrzeuge sind nur über Aktionen indirekt steuerbar (Luftangriffe lassen sich befehlen, aber nicht steuern), letztere sind auch nur in den Missionen verfügbar.

Kommentare (Insgesamt: 0 || Kommentieren )
Pro-Linux
Traut euch!
Neue Nachrichten
Werbung