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Thema: Eine Welt ohne Open Source?

21 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
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Von Josef Hahn am Do, 28. September 2017 um 21:52 #

Es stimmt schon: Ein Entwickler kann auf einen immer größer werdenden Fundus an Open Source Komponenten zurückgreifen.

Aber daraus jetzt so ein Merkelsches "uns gehts allen so gut" zu machen, passt doch auch da wieder nicht wirklich, finde ich.

Die effektive Freiheit, die bei den Leuten ankommt, ist doch extrem zurückgegangen in den letzten Jahren. Man wird gegängelt, man wird verdongelt, verwanzt und in Walled Gardens gesperrt. Und das machen 99,999% der Leute völlig muckenlos mit.

Die Leuten haben ihre paar Freiheitchen bei Google, Facebook, Apple&Co abgegeben. Microsoft schnallt da auch den Gürtel sukzessive enger. Es ist davon auszugehen, dass (auf allen kommerziellen Systemen) weiter die Shops gepusht werden und das Selbstinstallieren erschwert/verbaut/verboten/abgeschafft wird. Dem zumindest, der nicht vorher freiwillig alles an die Cloud abgegeben hat.

Gegen das, was die Leute heute haben und tun, waren deren alte XP-Möhren mit ICQ und (lokalem) MS-Office regelrechte Freedom-Fighter...

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    Von pataa am Do, 28. September 2017 um 22:33 #

    Ich denke man muss unterscheiden zwischen der echten Definition der Freiheit und der „Freiheit“ wie ihn so manche gerne hätten. Echte Freiheit erlaubt eigene Entscheidung zu treffen und ausüben zu dürfen. Und das ist heute einfacher als noch vor 10 Jahren. Immer mehr Software erscheint für mehrere Betriebssysteme gleichzeitig. Damit wird eben einfacher auf ein anderes System umzusteigen. Du magst Windows nicht aber möchtest auf gewisse Tools nicht verzichten... heute ist einfach einfacher.

    Die „Freiheit“ wie sie manche verbreiten, FSF zum Beispiel, ist bestenfalls gut gemeint, aber keine echte Freiheit.

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      Von Josef Hahn am Fr, 29. September 2017 um 00:43 #

      Na das ist jetzt auch sehr einfach. Es gibt also "Echte Freiheit", und in Abgrenzung dazu "FSF-Freiheit"; und mein Beitrag vertritt die irrige Zweite?

      Darüber könnte man jetzt wahrscheinlich Stunden abstrakt diskutieren und ist dann doch keinen Deut weitergekommen.

      Du nennst den Punkt, dass ich bestimmte Tools heute nicht mehr auf Windows benutzen muss, sondern auch schonmal die Chance habe, es für Linux zu bekommen. Naja, zum einen muss man imho auch mit der Lupe nach Verbesserungen suchen. Aber vorallem: Die Welt bewegt sich weiter. Das private Computing geht doch zusehendst in Richtung Tablets, und dort hauptsächlich in die Clouddienste. Ohne mich in ewige Lamentiererei zu verirren: Ein Android hat bezüglich Verbreitung von Software schon weit höhere Hürden als so ein klassisches olles Windows. Entweder ich hänge mich den den Google Store, oder meine Anwender müssen komische Dinge im Vorfeld aktivieren. Vor Schadsoftware schützt's auch nicht mehr als ein Virenscanner. Und auf deine und meine 'neuen Freiheiten' bei Clouddiensten gehe ich jetzt lieber auch nicht mehr ein...

      • 0
        Von pataa am Fr, 29. September 2017 um 06:01 #

        Verbesserungen sind schon anderes Thema. Mir ging es erstmal um die Verfügbarkeit der Software.

        Ich habe es so verstanden das sich das Thema mehr um OSS auf dem PC und Server geht und weniger um Smartphones. Natürlich sind die heutigen Smartphones mehr mit der Cloud verbunden und auch dem PC-Betriebssystem ergeht es gerade ähnlich. Aber auch hier gibt es Auswahlmöglichkeiten. Liegt im eigenem Ermessen. Muss es unbedingt ein Smartphone sein, reicht nicht ein klassisches Handy? Genauso auch beim PC usw.

        Ich nutze heute ein Smartphone vor allem wegen, Skype, WhatsApp und Viber. Android habe ich noch nicht und kenne mich damit nicht aus. Ich nutze iOS und hier habe ich die iCloud so gut wie gar nicht im gebrauch. Die meiste Software habe ich von der iCloud getrennt. Ich denke (hoffe zumindest) das es beim Android auch so geht. Möchte demnächst auf Android umsteigen. Da gibt es auch Skype, WhatsApp und Viber. Also kann ich schonmal wählen und mich entscheiden.

        Gäbe es neben iOS und Android zumindest noch Windows Phone, FireFox OS etc, die Skype, WhatsApp und Viber anbieten, hätte ich noch mehr Auswahl und könnte mich noch besser Entscheiden. Wäre noch besser. Vielleicht kommt es nochmal. Mehr Auswahl meine ich und ich kann mich besser entscheiden.

        • 0
          Von Josef Hahn am Fr, 29. September 2017 um 10:21 #

          Und wo haben die Leute bspw. die Freiheit, statt WhatsApp etwas anderes zu nehmen (ohne die Kontakte zu verlieren)?

          Früher in den dunklen Tagen gab es offene Protokolle; und dazu halt einfach für jedes erdenkliche System eine handvoll Clients.

          War das soooo blöd, oder warum machen wird das heute nicht mehr so? Wo ist der alternative Skype-Client? Und wie zum Henker, wenn hier schonmal wirklich jemand mit iOS ankommt, kann man es ertragen, dass das System die Installation alternativer Webbrowser verbietet???

          • 1
            Von dhdjsghjdfg am Sa, 30. September 2017 um 18:36 #

            wenn hier schonmal wirklich jemand mit iOS ankommt, kann man es ertragen, dass das System die Installation alternativer Webbrowser verbietet???

            Habe iOS Geräte und benötige keinen alternativen Browser, wozu auch? Bin da ganz prakmatisch: Funktioniert, warum also Probleme nachinstallieren?

            Warum ich iOS Geräte verwende? Meine Androids haben bestenfalls 1-2 Updates bekommen. Mein iPhone 4s fünf Jahre lang!

            BTW: Browser darf man unter iOS sogar im Appstore anbieten, siehe: Opera, Tor, in 1Password ist auch ein Browser.

            Beim nächsten Mal bitte Fakten!

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              Von Condor am Sa, 30. September 2017 um 19:33 #

              Hattest aber komische Androids. ;) Also mein Huawei hat deutlich mehr Updates bekommen. Aber es stimmt, man kann auch andere Browser unter iOS installieren.

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              Von kamome umidori am So, 1. Oktober 2017 um 09:44 #

              Brauche kein Hirn, habe doch Siri! ;)

              > Beim nächsten Mal bitte Fakten!

              Dann aber besser kein falschen („alternativen“):
              - Gescheite Geräte erhalten länger Updates.
              - M.W. erlaubt iOS nur Fremd-Browser-Hüllen – um Safari-WebKit herum.

              Und wenn man ein ordentliches System installiert (weder iOS noch Google-Android; vielleicht LineageOS oder Replicant), dann erhält man nicht nur
              länger Updates, sondern auch ein freie(re)s System.

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Von #! am Do, 28. September 2017 um 22:54 #

"Wenn wir Open Source sagen, meinen wir »quelloffen«"

Selbst nach der OSI-Definition ist "Open Source" mehr als queloffen.

"...Software, die als Quellcode kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde."
Die Kostenfreiheit ist auch keine Bedingung für die Klassifikation als "Open Source".

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    Von hjb am Fr, 29. September 2017 um 10:40 #

    Es mag sein, dass diese Formulierungen etwas unglücklich gewählt wurden, aber das war sicher nicht so beabsichtigt. Hr, Pfeifer ging es hier so wie vielen anderen Autoren auch: Nachdem der Text fertig war und veröffentlicht wurde, fallen einem noch etliche Sachen ein, die man ändern oder ergänzen könnte. Doch dann ist es zu spät oder man hat keine Zeit mehr, etwas zu ändern.

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Von Potz Blitz am Fr, 29. September 2017 um 08:35 #

... dass sich die Freiheit von Open Source mit den Geschäftsinteressen von Unternehmen wie Suse vereinen lässt. Davon haben alle was! M$ und Co. sollten mal drüber nachdenken...

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Von Anonymous am Fr, 29. September 2017 um 16:59 #

OpenSource und freie Software haben sich zwar stark verbreitet, aber den Konsumenten enthält man die Freiheit vor. Die sperrt man in sein Ökosystem ein (Android) oder dreht ihnen 5 jahre alte löchrige Software an (Homerouter, NAS usw.).

Auf klassischen Rechnern und Notebooks hat man sie zwar noch, aber diese Systeme sind im Konsumbereich auf dem Rückzug.

Open Source ist inzwischen beliebtes Werkzeug einer Beutegemeinschaft, die mit Open Source die Kosten minimiert, aber das Konsumvieh unmündig halten möchte.

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Von OSS Fan am Sa, 30. September 2017 um 09:56 #

und bei vielen kommerziellen Anbietern, nicht nur bei SUSE/Novell, verbreitet.

Es fehlt in der Darstellung leider die wichtige Unterscheidung der Lizenzrechte, da jede Software, auch quelloffene (OSS), dem Urheberrecht unterliegt. Aus Anwender- oder Kundensicht garantiert langfristig nur Software unter einer Freien Lizenz wie GNU, Apache oder o. ä., grundlegende Freiheiten.

Wer sich in einer immer komplexer werdenden Welt nicht komplett abhängig machen und durch Lockin-Effekte gängeln lassen möchte, der sollte auf den wichtigen Unterschied, der sich durch Lizenzrechte ergibt, achten und Produkte und Dienste unter der richtigen Softwarelizenz wählen.

Es gibt diese Anbieter bereits, die ausschließlich Software unter Freier Lizenz einsetzen, man muss als Kunde sich allerdings informieren und aufmerksam sein. Tip: Insbesondere mit Software unter FSF oder GNU Lizenz ist das gewährleistet.

Kommerzieller Anbieter reagieren, sobald der Kunde ein Produkt nicht mehr kauft. Ansonsten wird weiter versucht, den Profit am Kunden zu maximieren und die Bindung, sprich Abhängigkeit vom Anbieter, zu verstärken.

Die Freiheit, wie den Anbieter zu wechseln, selbst über unsere Daten zu bestimmen oder gekauften Geräte selbstbestimmt einsetzen zu können, können wir nur erhalten, indem wir konsequent die Produkte meiden, die unsere Interessen und Freiheit nicht respektieren.

Sobald die Anbieterauswahl aufgrund bestmöglicher Freier Lizenz von der Mehrheit der Kunden beachtet wird, haben wir es geschafft. Schließt sich eine Mehrheit diesem Verhalten an, werden die Anbieter sich danach richten und ihre Angebot anpassen, weil sie von den Kunden abhängig sind und nicht anders herum.

Ja, und sicherlich würde eine Verbraucherbewegung, die dieses Moment bündelt und organisiert, hier helfen.

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Von Lilcreep am So, 1. Oktober 2017 um 09:25 #

Wenn ich mir anschaue, in welche Richtung sich proprietäre Software entwickelt, ohne in großem Stil Marktanteile zu vermieten, an OSS/freie Software, wird mir schlecht.

- Zunehmend geschlossene Infrastrukturen
- Finanzierung über User-Daten und Werbung auf OS-Ebene
- Künstliche Erschwernisse, bei der freien OS-Wahl, bei Windows-Tablets/Convertibles
- Kundenunfreundliches Verhalten von Herstellern, wie die Update-Gängelei von MS, gegenüber Nutzern von Win 7/8

Das schlimme ist, dass die Leute sich entweder nicht daran stören, oder keine Gedanken über einen Wechsel machen. Sie lassen zu, dass man ihnen ihre Rechte als Verbraucher, Stück für Stück demontiert.

Ich nutze seit fast 15 Jahren Linux und würde freiwillig nie zurück gehen, zu einem proprietären OS.
Auf meinem Smartphone läuft ein Android-Custom-ROM, ohne Play Services und Google Apps. Damit reden wir von AOSP, also so weit wie möglich Open Source.

Nur, wenn der Verbraucher sich von allem Server, was seine Rechte untergräbt, wird sich am Markt etwas ändern.

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