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Do, 9. November 2017, 15:00

Streifzug durch Ubuntu 17.10

Gnome

Das umgestellte Konfigurationsprogramm

Hans-Joachim Baader

Das umgestellte Konfigurationsprogramm

Auswahl eines Hintergrundbildes

Hans-Joachim Baader

Auswahl eines Hintergrundbildes

Ubuntu bietet Gnome 3.26 als Desktop-Umgebung an. Das neue Gnome enthält lediglich kleinere Verbesserungen, die nicht alle aufgezählt werden können. Das Gnome Control Center wurde in »Settings« umbenannt und das optische Erscheinungsbild wurde geändert. Statt Icons für die einzelnen Konfigurationsdialoge finden die Anwender jetzt eine Navigationsleiste am linken Rand des Fensters vor und die einzelnen Dialoge sind nicht mehr auf Platzverbrauch optimiert, sondern stellen im Wesentlichen Listen der Optionen dar, in denen man gegebenenfalls auch nach unten scrollen muss. Die WLAN-Einstellungen bilden jetzt eine eigene Kategorie und die Einstellungen für den Betrieb mehrerer Monitore wurden überarbeitet. In Kombination mit der weiterhin gräßlichen Scrollbar von Gnome ein Vergnügen der speziellen Art.

Die Suchfunktion der Gnome-Shell soll jetzt mehr Ergebnisse liefern, die aus installierten Programmen, weiteren verfügbaren Software-Paketen, Einstellungsoptionen und anderem bestehen können. Der Dateimanager Nautilus bietet nun eine Volltextsuche. Sie funktionierte bei mir ebenso wenig wie ein ordentliches Copy & Paste in das Eingabefeld der Suche.

Das Amazon-Shopping-Icon öffnet jetzt eine Amazon-Webseite in Firefox. Dabei wird man direkt von einer Captcha-Eingabe begrüßt, was wohl kaum so beabsichtigt sein kann. Denn das dürfte für die meisten Benutzer bereits das Ende des Erlebnisses sein, es sei denn, man will aus unerfindlichen Gründen unbedingt über dieses Icon zu Amazon.

Weitere Neuerungen in Gnome 3.26 sind unter anderem, dass der Browser Epiphany »Firefox Sync« nutzen kann, Gnome Software eine verbesserte Flatpak-Integration aufweist, ebenso wie Gnome-Builder, und Boxes den Austausch von Ordnern zwischen Host und Gast ermöglicht. Entfernt wurden die Status-Icons, die in einer Leiste links unten erschienen, wenn sie von Anwendungen erzeugt wurden. Wer diese Icons weiterhin sehen will, kann die Gnome-Shell-Erweiterung TopIcons Plus nutzen.

Abgesehen von Firefox, LibreOffice und den kaum brauchbaren Gnome-Anwendungen sind kaum Anwendungen in Ubuntu Gnome vorinstalliert. Verbessern kann man das über »Gnome Software«, die grafische Paketverwaltung für alle Zwecke. Nun ja, jedenfalls für fast alle. War »Software« früher auf Anwenderprogramme beschränkt, so kann man jetzt auch Erweiterungen installieren, unter anderem auch GStreamer-Plugins und Schriftarten. Leider ist es nicht möglich, mehrere Pakete gleichzeitig zu installieren, so dass es um ein Vielfaches effektiver ist, die Kommandozeile zu benutzen. Öffnet man eine Kategorie, so erscheint diese zunächst leer - aber nicht, weil keine Pakete vorhanden wären, sondern weil das Programm zu langsam dabei ist, die Informationen einzulesen und darzustellen. Schaut man sich eine große Liste an, wie ZubehörAlle, wird es so langsam, dass es nicht mehr benutzbar ist. Auch für Snaps oder Flatpak ist keinerlei Unterstützung vorhanden oder zumindest nicht zu entdecken.

Ein weiteres Problem, das es absolut nicht geben dürfte, fiel in der Icon-Leiste auf. Startet man beispielsweise Cheese und schließt dessen Fenster, so läuft das Programm im Hintergrund weiter, wie in der Programmleiste an einem roten Punkt zu erkennen ist. Beenden kann man es allerdings nicht. Man muss das Programm explizit über die Shell oder einen grafischen Programmmanager killen. Dasselbe passierte mit Totem und man kann vermuten, dass es grundsätzlich nicht geht, ein Programm zu beenden, wenn dessen Fenster nicht sichtbar ist.

Pro-Linux
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