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Do, 9. November 2017, 15:00

Streifzug durch Ubuntu 17.10

Dateimanager Dolphin

Hans-Joachim Baader

Dateimanager Dolphin

KDE

Kubuntu liefert als Desktop Plasma 5.10 und die KDE-Anwendungen in Version 17.04.3 mit. Die Basis bilden die KDE Frameworks 5.38. Auch wenn Calligra 3.0.1 verfügbar ist, ist LibreOffice die vorinstallierte Office-Suite.

VLC wird zum Standard-Medien-Player anstelle von Dragonplayer. Die Paketverwaltung wird wieder von Muon übernommen, nachdem man zuvor zu Plasma Discover gewechselt war. Auch Amarok 2.8 musste gehen, da es auf KDE 4 beruht und bis vor kurzem nicht mehr gewartet wurde. Stattdessen ist Cantata als Standard enthalten, das aber im Grunde ganz anders funktioniert, da es ein Frontend für den Music Player Daemon ist.

Plasma 5.10 bringt gegenüber der zuvor eingesetzten Version 5.9 zahlreiche neue Funktionen. In der Task-Leiste wurde jetzt auch die mittlere Maustaste mit Funktionen belegt, die das Gruppieren von Anwendungen ermöglichen. Wird die Leiste vertikal angeordnet, kann man nun die Größe der Icons anpassen.

Der Standardmodus des Desktops ist nun die Ordner-Ansicht, was bedeutet, dass man beliebige Dateien und Ordner auf dem Desktop ablegen kann. Zugleich wurde die Bedienung des Desktops in etlichen Punkten verbessert. Außerdem gab es Neuerungen wie Medien-Steuerelemente auf dem Sperrbildschirm und Anhalten des Musikspielers bei Suspend. Die Software-Suche in KRunner schlägt nun Anwendungen zur Installation vor. Die Benachrichtigungen beim Kopieren von Dateien besitzen jetzt ein Kontextmenü bei der Vorschau, das es ermöglicht, den zugehörigen Ordner zu öffnen oder andere Aktionen auszuführen. Neben einer Liste der kürzlich geöffneten Dokumente und Anwendungen gibt es in Startern jetzt auch eine Liste der häufig geöffneten Dokumente und Anwendungen. Die Icons auf den Buttons im Panel folgen denselben Größeneinstellungen wie das Panel selbst. Die Sicherheit des Sperrbildschirms wurde verbessert und das Sperrprogramm in eine Sandbox gesteckt, deren Rechte mit seccomp grundlegend beschnitten wurden. Der Bildschirm kann nun auch vom Start-Skript aus gesperrt und entsperrt werden. Das Lautstärken-Applet erhielt ein Menü, getrennt für jedes Gerät, für schnelle Einstellungen.

Muon Discover wirkt ohne Sinn und Verstand zusammengewürfelt...

Hans-Joachim Baader

Muon Discover wirkt ohne Sinn und Verstand zusammengewürfelt...

Muon dagegen technisch. Aber es funktioniert wenigstens.

Hans-Joachim Baader

Muon dagegen technisch. Aber es funktioniert wenigstens.

Die Paketverwaltung »Plasma Discover« wurde in dieser Version wieder durch Muon Discover ersetzt. Was dieses Hin und Her für einen Sinn haben soll, ist völlig unklar. Denn »Plasma Discover« hatte bereits rudimentäre Unterstützung für Snap und Flatpak eingebaut, in Muon Discover ist davon nichts zu sehen. Auch vor Abstürzen ist Muon Discover nicht gefeit. Zu unterscheiden von Muon Discover ist das Programm Muon (Version 5.7.0) selbst, das im Gegensatz zu Discover eine komplette Paketauswahl bietet und zudem flink und weitgehend fehlerfrei arbeitet. Es kann auch mehrere Pakete gleichzeitig installieren und man kann weiterarbeiten, während im Hintergrund Paketinstallationen laufen.

Nach einer Reihe von Aktionen mit dem System, darunter eine vorübergehende Änderung der Bildschirmauflösung mit xrandr, ließen sich plötzlich die Fenster nicht mehr richtig verschieben und ein Klick auf den Desktop-Ordner »Persönlicher Ordner« öffnete nicht nur eine Instanz von Dolphin, sondern gleich eine nicht mehr enden wollende Reihe. Bevor das System komplett zusammenbrach, startete ich es lieber neu, um das Problem loszuwerden.

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