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Thema: Streifzug durch Ubuntu 17.10

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von mosu am Do, 9. November 2017 um 21:01 #

Bei mir läuft Ubuntu 17.10 seit seinem Erscheinen auf einer eigenen Partition, die ich für Testzwecke betreibe. Ich war einfach neugierig, wie die neue Gnome-Version mit Wayland arbeiten würde, denn mit Unity konnte ich in der Vergangenheit noch viel weniger klarkommen als mit Gnome3. Ich benutze es ab und zu (ein bis zweimal die Woche) zum produktiven Arbeiten, ansonsten läuft bei mir openSUSE 42.3 mit Plasma 11. Zwar arbeite ich nach wie vor viel lieber mit KDE, aber davon abgesehen funktioniert auch Ubuntu ganz gut. Die NVIDIA-Treiber habe ich mal weggelassen, um Walyland kennen lernen zu können. Auch das geht eigentlich problemlos. Mit anderen Worten, was ich anderenorts gelesen habe, Nautilus könne nicht mit Root-Rechten gestartet werden stimmt bei mir nicht, auch Synaptic läuft problemlos. Von daher verstehe ich nicht ganz, warum der Autor des Artikels sich über die Paketverwaltung grämt. Ich käme nie auf die Idee, die zu benutzen. Genauso wenig wie Totem, mit dem ich auch in der Vergangenheit immer Probleme hatte (jetzt bleibt er bei mir auch schwarz). Ich habe natürlich von Anfang an VLC installiert. Rhythmbox habe ich tatsächlich ausprobiert und war in der Tat auch überrascht, ein Programm vorzufinden, das von Anfang an häufig und nach einer Weile nur noch abstürzt. Insofern läuft jetzt auch auf Ubuntu Amarok. Der einzige Player (Clementine mit gerechnet), der mich nach wie vor überzeugt. Klar VLC ist auch gut, aber, wie ich finde, für eine Musiksammlung nicht so praktisch. Also Ubuntu 17.11. hat ein paar Macken, die finde ich aber nicht sonderlich gravierend, denn ansonsten läuft der Gnome-Desktop auch mit Wayland nahezu kugelrund und bemerkenswert flüssig, kein Vergleich mit Unity. Mein Glückwunsch an die Ubuntu-Entscheider für diesen Schritt! Die Amazon-App lässt sich übrigens nur mit etwas Mühe aus dem System kratzen, das ist wirklich eine Ubuntu-Eigenheit die ich ... nicht so gut finde, aber nun ja, sie werden Tantiemen bekommen.
Also mit Gnome kann ich schon auch arbeiten, warum aber der Dateimanager so wenig können darf, verstehe ich wie so viele nicht. Persönlich finde ich auch das Konzept der semantischen Suche bei KDE zukunftsträchtiger (man sollte nur einfacher bestimmen können, wo das Ding sucht und nicht nur Ausschlüsse definieren müssen). Allerdings würde ich wiederum auch nicht auf die Idee kommen ausgerechnet (k)Ubuntu mit KDE zu betreiben. Das hat noch nie funktioniert und wird wahrscheinlich auch in Zukunft nichts werden. Es gibt ja schließlich Neon.
Die Kritik in diesem Artikel finde ich bei Weitem übertrieben. Wenn man Ubuntu nicht parallel installiert (andere Linux werden von Ubuntu Bootloader gar nicht gelistet und lassen sich auch nicht ohne Weiteres durch Neuinstallation des Bootloaders wiederfinden), kann man die 17.11er Version durchaus produktiv betreiben. Wie bei jeder Neuinstallation musste ich mich auch hier mit ein paar Tücken herumschlagen, aber nichts, was ernsthaft schwierig wäre. Wo mir die Gnome-Programme zu einfach gestaltet sind oder (s. Rhythmbox) nicht funktionieren, nehme ich eben z.B. die KDE-Pendants, die fehlerfrei laufen.
Eine Kleinigkeit habe ich noch bei Wayland beobachtet, dass Programme die Schließen- und Minimieren-Knöpfe mitunter nicht richtig anzeigen können, es erscheinen Artefakte. Das ist aber auch alles.

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    Von #! am Do, 9. November 2017 um 21:07 #

    Wenn gksu nautilus funktioniert, kann es so weit ich weiß nicht die Wayland-Session sein.
    Wayland hin oder her, eine GUI sollte man niemals mit root-Privilegien laufen lassen, sondern nur die als root von dort zu tätigen Aktionen. gksu war schon immer hemdsärmelig.

    Als Musikspieler kann ich Lollypop empfehlen.

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      Von mosu am Fr, 10. November 2017 um 16:32 #

      ich muss mich korrigieren. Ich hatte irgendwann mal die x-Session gewählt und es anscheinend dabei belassen. Dass GUI-Programme niemals mit root-Rechten laufen sollten, ist sicher richtig, ganz bestimmt, nur, so lange sie es tun, und so lange ich mir nicht merken kann, wie ich bestimmte Aktionen auf der Kommandozeile sicherer erledigen kann, werde ich wohl dabei bleiben.
      Also ganz richtig beobachtet. Synaptic läuft unter Wayland nicht, und damit ist die Default-Einstellung in der Tat auch aus meiner Sicht Blödsinn, ich würde es dann eher als vielversprechende Vorschau betrachten.

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    Von Scytale am Fr, 10. November 2017 um 07:51 #

    Nur zu dem Unterpunkt des Rhythmbox-Crash: Liegt bei mir eindeutig an der alternativen Toolbar, haut ich die über apt raus, läuft der Player stabil.

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    Von Potz Blitz am Fr, 10. November 2017 um 08:49 #

    Afaik nutzt VLC (im Unterschied zu Totem) das X11-Interface, also XWayland. Für viele andere Anwendungen trifft das ebenfalls zu. Langfristig kann das nicht die optimale Lösung sein, da man so viele Vorteile von Wayland wieder verschenkt.

    Wo mir die Gnome-Programme zu einfach gestaltet sind oder (s. Rhythmbox) nicht funktionieren, nehme ich eben z.B. die KDE-Pendants, die fehlerfrei laufen.

    Probier doch mal kdenlive aus! Mal sehen ob du dann immer noch dieser Meinung bist. Und nein, ich finde die Kritik des Autors mitnichten übertrieben...

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