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So, 14. September 2008, 00:00

Gnome Deskbar-Applet in neuer Version

Vorwort

Mit den Jahren ist eine neue Art von Anwendungen in Mode gekommen. Was früher viele kleine voneinander unabhängige Programme erledigten, bewerkstelligt heutzutage ein Programm. Als Konsequenz ergibt sich daraus, dass der Benutzer sehr viel Zeit spart und gleichzeitig nicht den Funktionsumfang jeder Anwendung mühsam erlernen muss. Damit einhergehend lassen sich die anstehenden Aufgaben effizienter erledigen.

Eine Anwendung, die sich in diesen Bereich einzuordnen ist, teilweise aber darüber hinausgeht, heißt Deskbar-Applet. Bereits seit Gnome 2.14 wird das mächtige Werkzeug mit der beliebten Desktop-Oberfläche ausgeliefert. Die Entwicklung ist nicht stehen geblieben und es verwundert daher nicht, dass die Entwickler viele Features einbauten. Das Deskbar-Applet ist - wie der Name schon erahnen lässt - ein Applet, das sich in das Gnome-Panel integriert. Standardmäßig rufen Sie das Programm mittels der Tastenkombination [Alt]-F3 auf, welche Sie jedoch im Reiter Allgemein des Einstellungen-Dialogs ändern können.

Installation

In einigen Distributionen, wie Ubuntu, ist das Deskbar-Applet bereits von Haus aus im Panel integriert - Benutzer anderer Distributionen müssen das Programm entweder nachinstallieren oder zum Panel hinzufügen: Mit einem Rechtsklick auf eine freie Fläche wählen Sie Zum Panel hinzufügen... aus und wählen anschließend Deskbar aus der Liste der Applets (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1: Hinzufügen des Deskbar-Applets zum Panel

Christian Meyer

Abbildung 1: Hinzufügen des Deskbar-Applets zum Panel

Sofern das Deskbar-Applet installiert ist, befindet sich ein Eintrag in der Liste der Panel-Applets. Ein Doppelklick auf den Eintrag oder Hinzufügen befördert das Programm in das Panel.

Beim Deskbar-Applet handelt es sich - genau gesagt - um eine sehr mächtige Eingabezeile, vergleichbar mit der Adresszeile von Firefox beziehungsweise Googles Chrome-Webbrowser. Wer denkt, dass es lediglich ein aufgebohrter Ersatz für den Ausführungsdialog in Gnome ist, der irrt gewaltig: Das Programm glänzt durch eine Vielzahl von Erweiterungen. Begünstigt durch den Umstand, dass Python als Programmiersprache Einsatz findet, entstanden diese innerhalb kurzer Zeit. Derzeit existieren nicht weniger als 30 Erweiterungen - damit nicht genug, denn im Gnome Live-Wiki finden sich noch mehr als ein Dutzend weitere. Die Seite ist allerdings zum Zeitpunkt des Schreibens des Artikel seit Mai nicht mehr aktualisiert worden. Daher sind viele der dortig aufgezählten Erweiterungen seitens der Entwickler bereits in die Anwendung aufgenommen.

Wer mit Firefox 3.x im Internet unterwegs ist, schaut bei Deskbar momentan noch in die Röhre: Laut Roadmap war für die kommende Version die Unterstützung für Firefox 3.0 geplant, jedoch bedarf es zusätzlicher externen Abhängigkeiten (SQLite und Python 2.5), die das Gnome-Team momentan nicht akzeptiert. Aus diesem Grund unterstützt das Programm nur die älteren Firefox-Versionen 2.0.x. Es bleibt zu hoffen, dass zumindest in einem halben Jahr - für Gnome 2.26 - dieses Manko ausgeräumt ist.

Konfiguration und Handhabung

Im Folgenden ist die aktuelle Betaversion von Deskbar beschrieben. Verglichen mit der finalen Version, die in etwa einer Woche erscheint, werden nur noch minimale Änderungen, wie Fehlerkorrekturen und Übersetzungen, einfließen.

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