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Do, 1. März 2018, 15:00

WPS Office

Ribbon-Menü

Jonas Knudsen

Ribbon-Menü

GUI

Beim Programmstart wird eine Liste von Dokumentvorlagen aus dem Internet geladen. Ohne Internetverbindung erscheint ein Ladebalken anstelle der Dokumentvorlagen. Offline kann ein leeres Dokument geöffnet werden. Dieses Verhalten lässt sich in den Einstellungen anpassen, sodass WPS Office immer mit einem leeren Dokument startet.

Es kann zwischen zwei Programmoberflächen ausgewählt werden. Entweder die klassische Oberfläche, welche Libreoffice oder Microsoft Office 2003 ähnelt, oder eine Ribbon-Oberfläche, welche an Microsoft Office 2016 oder 2013 angelehnt ist. Die Ribbon-Oberfläche gibt es jeweils in einer dunklen und einer hellen Variante. Die klassische Oberfläche lässt sich in eine Handvoll Farben tauchen.

Ich habe vor allem mit der Ribbon-Oberfläche gearbeitet.

Die eigene Fensterdekoration

Jonas Knudsen

Die eigene Fensterdekoration

Jeder GUI-Stil hat eine Tab-Leiste, in der die offenen Dokumente des jeweiligen Programms dargestellt werden. Leider verfügt Libreoffice über keine Tabs, diese vereinfachen das Arbeiten mit vielen Dokumenten enorm. Selbst in Microsoft Office kann man Tabs mit einem Plugin nachrüsten. Zwischen Tabs kann man mit Strg + Tab wechseln.

Das Ribbon-Menü verfügt über keine dynamische Größenanpassung, wie es bei Microsoft Standard ist. Dadurch verspielt Kingsoft einen der größten Vorteile von Ribbon-Menüs. Wer einen kleinen Bildschirm nutzt oder die Software nicht maximiert, muss über einen Scroll-Button durch die Menüs blättern. Besonders ärgerlich ist, dass in der Tabellenkalkulation das Menü auf meinem 14 Zoll Notebook-Bildschirm nicht komplett Platz findet.

Neben der Tab-Leiste gibt es einen Schnellzugriff, dort können zehn vordefinierte Befehle eingeblendet werden. Andere Befehle als die vordefinierten, wie bei Microsoft Office, können nicht eingeblendet werden. Die Menüs und Werkzeugleisten sind ebenfalls nicht anpassbar.

Neben den Werkzeugleisten bzw. Ribbon-Menü und der Tab-Leiste am oberen Rand und einer Statusleiste am unterem Rand gibt es rechts eine Seitenleiste, wie sie inzwischen in der meisten Bürosoftware Standard ist. In WPS Office unterteilt sie sich in mehrere Kategorien. Hier hat man Zugriff auf die zuletzt geöffneten Dokumente, Formatvorlagen und Backups. Die 10 zuletzt geöffneten Dokumente sind verfügbar. Es ist nicht möglich, Dokumente anzuheften, damit sie immer in der Liste zur Verfügung stehen. Es ist möglich, einzelne Dokumente aus der Liste zu löschen. WPS Office legt bei der Bearbeitung von Dokumenten Backups an, so kann man einfach auf einen älteren Dokumentenstand zurückgehen. Auf die Dateien kann man mit einem Dateimanager im Ordner /home/USERNAME/.kingsoft/office6/data/backup zugreifen. Den Zustand der Seitenleiste merkt sich WPS Office nicht, bei jedem Programmstart ist die Leiste eingeklappt.

Farbgebung von Speadsheets

Jonas Knudsen

Farbgebung von Speadsheets

WPS Office bietet keine Suchleiste am Rand des Dokuments, sondern einen Suchdialog, der, wenn er geöffnet ist, Teile des Dokuments verdeckt und ein Scrollen des Dokuments während der Suchbegriffseingabe verhindert.

WPS Office integriert sich gut in einen GTK-Desktop. Es werden die nativen Öffnen- und Speichern-Dialoge verwendet.

WPS Office zeichnet die Fensterdekoration selbst und verwendet nicht die Dekoration des Fenstermanagers. Dieses Verhalten lässt sich nicht verändern. Bei maximierten Fenstern hat dieses den Vorteil, dass sich die Ribbon-Menüreiter durch Schieben des Mauszeigers an den oberen Bildschirmrand erreichen lassen.

Einige Dialoge und Bezeichner der deutschen Oberflächen-Übersetzung passen nicht in ihre Rahmen. Außerdem haben sich einige Rechtschreibfehler eingeschlichen.

Im Reiter Ansicht lässt sich ein Augenschutzmodus und ein Nachtmodus aktivieren. Ersterer färbt das Arbeitsblatt bzw. den Datenbereich grünlich, Letzterer dunkelt die gesamte Programmoberfläche ab.

Augenschutzmodus

Jonas Knudsen

Augenschutzmodus

Nachtmodus

Jonas Knudsen

Nachtmodus

Die farbliche Gestaltung der Anwendungen empfinde ich sehr ansprechend. Eine Ausnahme stellt Speadsheets dar. Den dunklen Datenbereich im Zusammenspiel mit dem helleren Menüband empfinde ich sehr gewöhnungsbedürftig. Es verschiebt meinen Fokus von den Daten zum Menüband.

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