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Do, 5. Juli 2018, 15:00

Unterstützung für die Open Source-Umstellung in Schleswig-Holstein?

Kürzlich ist etwas Bemerkenswertes geschehen: Der Kieler Landtag hat die Umstellung der Verwaltung auf Open Source-Software beschlossen.

Kürzlich ist etwas Bemerkenswertes geschehen: Der Kieler Landtag hat die Umstellung der Verwaltung auf Open Source-Software beschlossen. Solche Ideen oder auch Beschlüsse sind nicht neu. Aufgrund der bisherigen Fehlschläge sind selbst Beobachter aus dem Umfeld von Open Source skeptisch, warum es denn ausgerechnet dieses Mal doch klappen sollte. So weit, so gut. Das eigentlich Bemerkenswerte ist aber etwas anderes: Keine der im Landtag vertretenen Fraktionen hat sich dagegengestellt! Nur der Südschleswigsche Wählerverband enthielt sich - d.h. fünf so unterschiedliche Fraktionen wie CDU, Grüne, FDP aus der Regierungskoalition als auch SPD und AFD aus der Opposition unterstützen das Anliegen.

Als Außenstehender kann man nur mutmaßen, wie genau dies zustande kommt. Es dürfte aber so sein, dass dieser Themenkomplex so viele Felder berührt, um alle diese Parteien mit ihren jeweiligen Interessen sich darin wiederfinden zu lassen. Und seien wir ehrlich: Ob die CDU vielleicht primär auf Impulse für die lokale Wirtschaft hofft, die Grünen Offenheit aus Prinzip gutheißen, die FDP möglicherweise auf Vorteile durch mehr Wettbewerb setzt und die AFD sicherlich froh ist, eine wichtige Sache den Händen der Amerikaner zu entwinden und zurück nach Deutschland zu bringen - Open Source hat hier ganz klar für jeden etwas zu bieten.

Allen, die sich dafür interessieren, sei der Blick in den entsprechenden Antrag nahegelegt; es ist wenig Text und schnell gelesen ). Völlig richtig wird u.a. festgestellt, daß ein die Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller (»vendor lock-in«) hochproblematisch ist und Open Source vielfältige Vorteile bietet.

In den Kommentaren zum Ursprungsartikel machte ich den Vorschlag, daß sich doch ein paar von uns Open-Source-Begeisterten zusammenfinden könnten, welche die angestrebte Richtung richtig finden und zunächst einfach mal darüber reden wollen. Typischerweise interessiert sich ein recht eigener Menschenschlag dafür und es bietet sich hier mindestens die Möglichkeit, nette Leute kennenzulernen, ein wenig zu fachsimpeln und Ideen auszubreiten. Im Idealfall könnte dies sogar in eine Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Projekt münden. Es kann zumindest nicht schaden, wenn wir:

    a) den Abgeordneten zeigen, daß die Bevölkerung die Entscheidung der Hinwendung zu Open Source gutheißt und dem Thema große Bedeutung für die Zukunft beimisst. b) als beruflich und hobbymäßig mit Open Source beschäftigte Personen unsere Erfahrung damit zur Verfügung stellen. c) vielleicht sogar eine Analyse vergangener Projekte zur Umstellung auf Open Source in Deutschland und anderen Ländern vorlegen, um im Falle der gescheiterten die richtigen Schlüsse zu ziehen und ansonsten Anknüpfungspunkte an die Erfolge oder sogar den Austausch mit den erfolgreichen zu erleichtern. d) eventuell mehrere Optionen bzw. Modelle präsentieren, wir unserer Ansicht nach eine Umstellung aussehen kann, die erfolgreich verläuft.

Möglicherweise ließe sich auch im Rahmen einer LUG/BUG etwas organisieren - entsprechende Strukturen existieren ja bereits. Wer Interesse an der Diskussion/Mitarbeit hat, kann sich gerne bei mir melden. Wie es dann weitergeht, sollte gemeinsam entschieden werden. Man könnte z.B. auf Github (Microsoft ist doch jetzt auch für Open Source, nicht?) gemeinsam an einem Repo mit Text- oder HTML-Dateien arbeiten. Auch kann ich gerne eine Subdomain und etwas Speicherplatz zur Verfügung stellen.

Zur Kontaktaufnahme habe ich die Adresse os-sh (für Open Source Schleswig-Holstein) eingerichtet. Die Domain dazu ist elderlinux.org. Schauen wir mal, was daraus wird!

  • Das Werk darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, Abwandlungen und Bearbeitungen des Werkes sind erlaubt. Der Name des Autors/Rechteinhabers muss in der von ihm festgelegten Weise genannt werden.

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