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Mi, 2. Juli 2008, 00:00

openSuse 11.0

Über ein halbes Jahr ist es her, dass Novell mit OpenSuse 10.3 eine neue Version der Distribution vorstellte. Nun liefert der Hersteller mit der Version 11.0 eine neue Generation der Distribution aus. Wie immer soll das Produkt das beste OpenSuse aller Zeiten sein und vor allem durch einfache Installation und Bedienung überzeugen. Pro-Linux schaute sich die Distribution eine Zeitlang an und testete sie in produktiven Umgebungen.

Einführung

OpenSuse 11.0

Mirko Lindner (demon)

OpenSuse 11.0

Lange hat sie gebraucht, die neue OpenSuse. Über acht Monate lang werkelten die Entwickler an der neuen Generation. Begleitet von zahlreichen Alpha- und Beta-Versionen gelang es dem Hersteller trotz allem, den ehrgeizigen Plan einzuhalten und OpenSuse 11.0 pünktlich zum versprochenen Termin auszuliefern. Nicht immer eine Selbstverständlichkeit, weshalb dem Team an dieser Stelle ein Wort des Respekts übermittelt sei.

Doch was darf der Anwender von dem neuen Produkt erwarten? Der Versionssprung von 10.3 auf 11.0 suggeriert enorme Fortschritte und verspricht größere Änderungen. Nicht die Tapete, sondern gleich den ganzen Keller will Novell in seinem neuesten Bauwerk ausgetauscht haben. Klotzen statt kleckern lautete die Devise bei der Entwicklung.

Lieferumfang

Novell liefert auch mit OpenSuse 11.0 einen gewohnt großen Umfang an Software. Zwar wurde die Zahl der Medien in der Verkaufsversion von ehemals zwei DVDs auf nur eine verringert, doch die Softwareauswahl unterlag nur wenigen Änderungen. Seit der 9er-Reihe unterstützt Novell neben der x86- auch die x86_64-Architektur. Auch dieses Mal sind beide Versionen auf einem Medium vereint, was dem Anwender die Gelegenheit gibt, je nach System die für ihn passende Distribution zu installieren.

Der Schrumpfungsprozess der Dokumentation ist auch diesmal nicht spurlos an dem Paket vorbeigegangen. Wie auch der letzten Version wurde in OpenSuse 11.0 der Box nur noch ein gedrucktes Handbuch beigelegt. Das als »Start« gekennzeichnete Buch umfasst mittlerweile nur noch knapp 240 Seiten und kann kaum noch als Referenz benutzt werden. Glichen in der Vergangenheit die gedruckten Werke der Distribution oftmals vom Umfang her gestandenen Referenzbüchern, kann das neue Werk höchstens dazu verwendet werden, sich einen groben Überblick über die wichtigsten Komponenten zu verschaffen.

Das Video2Brain-Video

Mirko Lindner (demon)

Das Video2Brain-Video

Neu hinzugekommen ist bei der Verkaufsbox allerdings ein Schulungsvideo. Die Video2Brain-DVD enthält nicht nur eine durchaus ansprechende Anleitung zur Installation und Konfiguration des Systems, sondern kann auch praktische Tipps zur Arbeit mit Gimp und OpenOffice.org geben. Die entsprechenden Tutorials lassen sich dabei sowohl unter Linux als auch unter Mac OS X oder Windows anschauen und sind vor allem für Anfänger mehr als nützlich.

Eine Besonderheit vieler OpenSuse-Veröffentlichungen stellte in der Vergangenheit die Integration kommerzieller Applikationen in das Basis-System dar. Auch dieses Mal spendierte der Hersteller dem Produkt eine breite Palette an zusätzlicher Software. Erwähnenswert ist hier allerdings, dass alle Pakete, die im Lieferumfang der Verkaufsbox Platz gefunden haben, auch von der Seite des Distributors bezogen werden können.

Bereits bei der Installation wird standardmäßig eine Vielzahl kommerzieller Anwendungen installiert. So kommen unter anderem der Flash-Player von Adobe für das Abspielen von Flash-Dateien, das Plugin von Fluendo für die Wiedergabe von MP3-Dateien, ICC-Profile von Adobe und Schriften von Agfa zum Einsatz. Erwähnenswert ist allerdings, dass sich alle proprietären Anwendungen mit wenigen Klicks deaktivieren lassen. Einen einzelnen Punkt im Sinne von »Nur freie Software installieren« gibt es allerdings nicht.

Zum Lieferumfang von OpenSuse 11.0 gehören neben Standardanwendungen zahlreiche Server- und Desktop-Programme. Die Distribution wird mit dem Kernel 2.6.25.5, GCC 4.3.1, glibc 2.8, binutils 2.18.50 SVN und X.Org 7.3 ausgeliefert. Ferner weist das Paket GNOME 2.22.1, KDE 3.5.9 sowie 4.0.4 und Xfce 4.4.2 auf.

Installation

Der Start

Das Booten der mitgelieferten DVD klappte bei unseren Systemen erwartungsgemäß problemlos. Funktionell gesehen unterlag die Auswahl der möglichen Installationsmethoden keinerlei Änderung. So bietet OpenSuse immer noch eine automatische Installation wahlweise mit deaktiviertem ACPI oder in einer sicheren Umgebung, eine manuelle Installation, Rettungssystem oder Speicher- oder Firmwaretest zur Auswahl an. Darüber hinaus lassen sich bereits beim ersten Booten der DVD die Sprache und die zu verwendende Auflösung bestimmen.

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