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So, 17. Dezember 2006, 00:00

Installationsduell Windows XP gegen KUbuntu 6.10

Keine andere Linux-Distribution hat in den letzten beiden Jahren für mehr Furore gesorgt als Ubuntu. Welche Vorteile bietet der Einsatz von Ubuntu, wie weit ist der Desktop unter Linux? Stärken und Schwächen im Vergleich mit Windows und anderen Linux-Distributionen.

Einleitung

Keine andere Linux-Distribution hat in den letzten beiden Jahren für mehr Furore gesorgt als Ubuntu. Welche Vorteile bietet der Einsatz von Ubuntu, wie weit ist der Desktop unter Linux? Stärken und Schwächen im Vergleich mit Windows und anderen Linux-Distributionen.

So lautete der Titel zum OpenMonday-Event vom 4. Dezember 2006. Leider erwies sich der Anspruch als zu hoch. Kurz und gut, ein fairer Vergleich zu allen Ecken und Enden hätte zuviel Zeit in Anspruch genommen. Daher habe ich mich entschlossen, einzig die Installation der beiden Systeme genauer unter die Lupe zu nehmen.

Einmal, weil dieser Teil relativ einfach vergleichbar ist (Aufgaben stellen, Zeit nehmen), weiter aber auch, weil mir immer wieder zu Ohren kommt: »...wenn Linux endlich einfacher zu installieren wäre, hätte ich es sicher schon auf die Festplatte gespielt« bzw. »...ich hab die Installation von Linux einfach nicht hingekriegt«.

Aus diesen Gründen werde ich nachfolgend einzig die Installation unter die Lupe nehmen; im vollen Bewusstsein, dass dies für einen kompletten Vergleich nicht genügt. Den restlichen Teil, wie lässt sich mit Windows bzw. Linux arbeiten, werde ich bei späterer Gelegenheit gerne im Rahmen der OpenMondays nochmals aufgreifen.

Und noch etwas: Für die z.T. schlechte Qualität der Screens möchte ich mich entschuldigen. Leider waren die Lichtverhältnisse nicht optimal. Aber auch hier gilt: Eine bessere Qualität hätte einen erheblichen Mehraufwand verursacht, was wie bereits erwähnt, zeitlich einfach nicht realistisch war.

Vorbedingungen

Urs Pfister, Archivista GmbH

Gegeben sind zwei Computer gleicher Bauart (256 MByte RAM, 40 GB Harddisk, 2 GHz Intel-Prozessor, externes USB-DVD-Laufwerk). Verwendet wurden Sumicom S620H-Geräte, siehe dazu auch die Herstellerseite. Anzuschliessen sind Drucker (HP 920c), Digitalkamera (Sony DSC P150) sowie ein Scanner (Canon LiDE 60). Verwendet werden (mit Ausnahme des Druckers) ausschliesslich USB-Geräte.

Das Ziel besteht darin, einen heute gebräuchlichen Office-PC zu installieren, auf dem ein Office-Paket zur Verfügung steht und der auch als einfacher Multimedia-PC (Abspielen von DVDs) gebraucht werden kann. Gegeben ist weiter ein ADSL-Anschluss. Auf dem PC sollte es möglich sein, sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache zu arbeiten.

Warum Windows XP und Kubuntu 6.10?

Die Wahl der Windows-Version fiel auf Microsoft Windows XP Professional. Vista RC1 hätte zwar auch getestet werden können; alleine die Hardware wäre aber überfordert gewesen. Windows XP Home kam nicht in Frage, weil es nicht multilingual ist. Bei Linux fiel die Wahl auf KUbuntu, weil KDE in Europa weiter verbreitet sein dürfte. XUbuntu schied aus, weil die deutsche Übersetzung derzeit nicht zu überzeugen vermag. XUbuntu könnte aber eine gute Wahl darstellen, wenn ein alter PC zum Einsatz kommt, denn KDE benötigt deutlich mehr Ressourcen als XFace bei XUbuntu.

Um sicher zu gehen, dass mir nicht Anfängerfehler unterlaufen, habe ich die Betriebssysteme auf der Hardware zweimal installiert. Gerade bei Windows XP schien mir das Resultat des ersten Versuchs wenig überzeugend; die ca. 2 Jahre alte Windows XP CD lief auf dem externen USB-Laufwerk extrem langsam, weil das Setup-Programm des Windows-Installers USB 2.0 nicht unterstützte. Darauf habe ich den Weg in die nächste grosse Buchhandlung unter die Füsse genommen und dort praktisch nur Academic- und Home-Versionen von XP vorgefunden. Auf Nachfrage verkaufte man mir letztlich eine OEM-Version Windows XP Professional für sFr. 248. Bei Ubuntu verwendete ich beim ersten Versuch XUbuntu, um dann feststellen zu müssen, dass die Übersetzung und das Outfit nicht allzu professionell wirken.

Windows XP Prof. OEM (inkl. SP2)

OEM-Versionen nur mit gelöschter Platte

Urs Pfister, Archivista GmbH

Abends um 9 Uhr habe ich die Installation begonnen. Unter den fünf CDs brauche ich ca. zwei Minuten, um herauszufinden, dass ich zwingend mit der spiegelnden englischen CD-Version arbeiten muss. German kann erst nach der Installation hinzugefügt werden. Weitere 15 Minuten vergehen, bis ich herausfinde, dass die OEM-Installation nur funktioniert, wenn die Festplatte nicht bereits mit Windows bestückt ist. Also lege ich die KUbuntu-CD ein und erledige den Job mit cfdisk (Formatierprogramm). Bei einer leeren Festplatte tritt das Problem nicht auf, wohl aber bei der zweiten Installation, sollte der erste Versuch schiefgehen.

Setup (Festplatte und mehr)

Nun, nachdem die Festplatte plattgemacht wurde, kann es endlich losgehen. Nach ca. 25 Minuten startet das Formatieren der Festplatte.

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