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Mo, 22. März 1999, 00:00

Interview mit Carsten Müller (StarOffice)

Von Pawel

Dieses Interview führte Pawel am 22.03.99 im Namen von Pro-Linux während der CeBIT mit Staroffice-Pressesprecher Herrn Carsten Müller.

Pro-Linux: Wie haben Sie auf die Nachricht reagiert, daß Microsoft sein Officepaket auf Linux portieren will?

Hr. Müller: Gelassen. Das ist kein Werbetrick. Das Officepaket für Linux kommt aber bestimmt nicht bald.

Pro-Linux: An wen wollen Sie hauptsächlich Ihr Produkt verkaufen?

Hr. Müller: Wir möchten StarOffice an alle verkaufen. Privatpersonen sind uns genauso wichtig wie der kommerzielle Einsatz von StarOffice. Es muß gesagt werden, daß wir das Paket an Privatanwender kostenlos vergeben; infolgedessen müssen wir unseren Gewinn aus einem anderen Bereich nehmen. Wenn wir mit diesem Produkt Gewinn erzielen wollten, dann müßte eine Vollversion mindestens 500 DM kosten. Das Geld müßte dann der Privatmann zahlen. Und warum, wenn er damit kein Geld verdient?

Pro-Linux: Die Anwender, die StarOffice verwenden, klagen über den trägen Startvorgang.

Hr. Müller: Das war in Version 4.0. In der aktuellen Version 5.01 ist der Start beschleunigt worden. Außerdem haben wir eine ganze Reihe von Bugs behoben, unteranderem das unbemerkte Verschicken von Paßwörtern mit E-Mail. Viel umfangreicher war die Verbesserung der Formatierungen bei der Konvertierung von MS-Word-Dokumenten.

Pro-Linux: Hr. Müller, vielleicht ein kleiner Blick in die Zukunft?

Hr. Müller: Gerade am 18.03.1999 wurde StarOffice in Chinesisch vorgeführt. Wir planen, daß StarOffice bei der nächsten Version (5.1) 28 Sprachen unterstützt und die Sprache während der Sitzung umschaltet werden kann. Das wird unter dem Namen "Multilinguales Setup" laufen. Natürlich wird das alles eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Wir können deswegen noch keinen festen Termin setzen den wir vielleicht nicht einhalten können.

Pro-Linux: Danke für das Gespräch, Hr. Müller.

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