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Di, 28. März 2000, 00:00

Kurztest von Corel Linux

Allgemeines

Als erstes hat mich erstaunt, daß das iso9660-Image, das man bei Corel herunterladen kann, lediglich 320 MB groß ist. Dieses Image ist dann mit einem gängigen Brenn-Programm auf CD zu brennen. Danach erhält man eine bootfähige Installations-CD. Für Systeme, die nicht von CD booten können, gibt es die Möglichkeit, eine Startdiskette zu erzeugen. Die Arbeitsschritte sind sowohl unter Linux (dd-Befehl) als auch unter Windows ausführlich erklärt und sollten keine Probleme machen (Unter Win kann man eh "Diskette erstellen" anklicken).

Danach wird das System einfach rebootet, und die Installation kann beginnen.

Installation

Wer glaubt, nun auf ein System zu stoßen , das in der Konsole startet, wird überrascht werden. Die Menüführung ist von Anfang an graphisch, zuerst Standard-VGA, dann hat's aber schon mehr Farben und eine höhere Auflösung. Im Hintergrund scheint eine Hardware-Erkennung zu laufen, da ich keinerlei Parameter über Grafikkarte, CD-ROM, Netzwerkkarte usw. eingeben mußte.

Den Umfang der Installation kann man selber wählen, im Allgemeinen sollte aber Standard reichen. Es lassen sich im Expertenmodus alle Pakete selber wählen.

Meine Soundkarte wurde leider nicht erkannt (was auch nicht anders zu erwarten war: ESS688 ist halt kein Allerweltsbauteil). Der Rest lief gut und nach einiger Zeit und einem Neustart hatte ich ein voll funktionstüchtiges KDE mit der Auflösung 1024x769 vor der Nase, das ebenfalls grafisch etwas aufgepeppt ist (V1.1.2). Bereits bestehende Linuxpartitionen wurden automatisch mit eingebunden, obwohl ich (aus Mißtrauen) erst mal alles in eine DOS-Partition mit loadlin installiert habe.

Umfang

Es finden sich:

  • KDE 1.1.2 mit Spielen und einigen Systemprogrammen und Modifikationen in der Systemsteuerung
  • Netscape 4.7
  • Gimp
  • ein netter Media-player (Frontend)

und einiges mehr.

Fazit

Eine der leichtesten Installationen von Linux, die ich je hatte. Leider ist die Ausstattung noch etwas dürftig (ist ja auch eine Testversion). Der installierte X-Server hat zwar meine Karte richtig erkannt, wurde jedoch als SVGA-Server installiert und nicht als S3-beschleunigt. [ Anmerkung des Editors: Dies ist korrekt, da inzwischen alle neuen Grafikkarten im SVGA-Server implementiert werden. ] Vielleicht ist einfach noch kein solcher Server mit auf der CD - da hab ich nicht nachgesehen.

Dauer der Installation: 45 Minuten (auf P166, IDE, in Dos-Partition).

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