Videofilme unter Linux
MpegPlay
MpegPlay stellt eine weitere Alternative zum Abspielen eines MPEG I-Filmes unter Linux dar. Das Programm wird aus der Kommandozeile gestartet und stellt ebenfalls die aufgerufene Datei sehr gut auf dem Bildschirm dar. Wer keinen großen Wert auf eine schöne Steuerung oder Benutzeroberfläche setzt, der wird mit MpegPlay seinen Spaß haben.
Die Applikation ist wie auch vorherige Vertreter dieser Gattung extra für das Abspielen von MPEG-Files unter Linux ausgelegt und kann keine weiteren Codecs darstellen. Die Ausgabequalität ist ebenfalls sehr gut, so dass auch Besitzer eines schwächeren Rechners unter Linux Filme in guter Qualität darstellen können.
Der fehlende Vollbild-Modus verhindert auch bei diesem Programm den Einsatz zu Präsentationszwecken.
Unterstützte Formate:
- MPEG
(Layer I mit Sound)
Filme auf einem DVD-Player abspielen
Sehr lange konnte sich das VideoCD-Format nicht durchsetzen. Erst durch die Einführung von DVD-Playern wurde auch dieses Format als "Zugabe" zu fast jedem Player eingebunden. Da die Produktion von DVD-Filmen und vor allem das Aufnehmen solcher im Home-Bereich zu teuer ist, greifen wir bei der Produktion oder Archivierung eines Filmes auf das VCD-Format zurück.
Technisch können VCDs unter Linux aufgenommen werden. Das Brennprogramm xcdrecord beherrscht die Möglichkeit des Brennens des CDI-Formats, welches durch die meisten Player ebenfalls unterstützt wird. Ein Problem, welches die Linux-Gemeinde hat, sind die fehlenden Zusatztools, die die nötigen Informationen beim Brennen auf unseren Rohling brennen würden.
Neben dem reinen Filmmaterial, welches als 352x288 MPEG Layer I- Video gespeichert ist (Größe unbedingt beachten, da sonst das Abspielen des Filmmaterials auf einem herkömmlichen DVD-Player nicht möglich ist), enthält eine VCD zusätzliche Informationen zur Anzahl der Filme oder eine grafische Oberfläche (ähnlich DVD).
Leider werden diese Informationen nicht automatisch durch sehr viele Recorder-Frontends erstellt, was praktisch das Aufnehmen einer VCD unter Linux unmöglich macht. Praktisch heißt natürlich nicht, dass es unter Linux nicht möglich ist.
Sie können natürlich aus einer bereits aufgenommenen VCD diese Informationen holen, verändern und als Vorlage verwenden. Bei dieser Veränderung müssen aber auf jeden Fall sowohl die Länge wie auch die Auflösung des Filmes stimmen. Wird z.B. die Framerate nicht der Spezifikation entsprechen, so können Sie Ihre frisch aufgenommene CD nicht auf einem DVD-Player abspielen. Hier ist also größte Vorsicht geboten, damit die Arbeit nicht zum Frust wird.


