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Mo, 22. November 1999, 00:00

Mandrake 6.1

Von Michael

Allgemeines

Mandrake 6.1 (Ein-CD-Version) ist eine Distribution der günstigsten Sorte. Man kann sie auf CD oder direkt vom FTP-Server bekommen. Für die meisten lohnt sich der FTP-Download nicht (bei fast 600 MByte). Man kann sich auch die CD bestellen. Zu bekommen bei ixSoft. Zu erwähnen wäre da noch, dass die Distribution komplett GPL ist. Das Power Pack von Mandrake ist auch noch mit kommerziellen Programmen erweitert und daher aber leider nicht mehr komplett GPL. Die Homepage von Mandrake Linux ist www.linux-mandrake.com Sehen Sie dort nach den aktuellen Verkäufern von Linux Mandrake 6.1. Insgesamt kann ich über Mandrake Linux 6.1 nur sagen: Klasse für jeden, der ein schnelles und auch recht einfach zu installierendes Linux braucht.

Da alles auf einer CD ist, kann man Mandrake Linux bei einem Pentium II mit SCSI in ca. acht Minuten installieren. Bei einem Pentium 90 dauerte es auch nur 23 Minuten.

Das Setup insgesamt dauer kaum länger, da die Auswahl der Pakete einfach gehalten ist und das meiste per Auto Detect funktioniert. Mit der Stabilität gibt es keine Mängel. Nur manchmal kann es vorkommen, dass ein Dienst nicht hundertprozentig heruntergefahren wird. Dann bekommen Sie ein "failed", das aber nur ab und zu auftritt und schon bald gefixt fird. Am größten ist der Vorteil durch die Pentium-Ooptimierung auf langsamen Pentium-Systemen. Aber auch auf schnellen System läuft das System spürbar schneller.

Installation

Die Installation von Mandrake ist ein Kinderspiel. Das einzige, was Sie wissen müssen, ist, ob sie SCSI oder PCMCIA haben. Das kann man aber einem PC-Nutzer zutrauen, der auch Windows installieren kann. Wie immer sind alle Treiber mitgeliefert und es muss fast kein Treiber nachgeladen werden. Ausnahme z.B. Sound Blaster Live. Das Setup startet direkt von der CD. Oder Sie erstellen sich eine Bootdisk. Das ist aber auf der CD-Dokumentation nachzulesen. Sie werden nun nach der Sprache sowie nach SCSI- und PCMCIA-Geräten gefragt. Das Erkennen läuft dann auch schon automatisch. Ein Druckerport Iomega Zip Laufwerk können sie als SCSI-Gerät dem System bekannt machen. Die Grafikkarte wird automatisch erkannt. Die Soundkarte lassen Sie später erkennen mit dem Programm "setup". Einfach im Terminal eingegeben. Dann auf Sound Setup.

Die Paketauswahl sollte klar sein, wenn Sie es lesen. Auch in dieser Mandrake-Version noch das Negative an der Installation: Nachinstallieren von Paketen nur über kpackage. Ein Tool wie das von SuSE namens YaST fehlt hier noch, ist aber geplant. Systemeinstellungen machen sie mit "linuxconf" als Root.

Praxis

Nach dem Erkennen der Grafikkarte kann man Mandrake Linux direkt in KDE starten lassen. Der KDM Login-Manager übernimmt dann das Login grafisch.

Danach sehen Sie KDE 1.1.2. Darunter verbirgt sich das neuste XFree86 und der Kernel 2.2.12. Optional können Sie auch mit GNOME oder anderen Window-Managern arbeiten. Das Mounten von Laufwerken können Sie auf dem Desktop von KDE stattfinden lassen. Um ein Paket nachzuinstallieren, legen Sie die Mandrake-CD ein, mounten diese mit dem CDROM-Symbol und dann gehen Sie in den Ordner Mandrake auf der CD. Dann können Sie aber nur als root das Paket mit KPackage nachinstallieren. Das System richten Sie einfach über Linuxconf ein. Wenn sie nun aber Textverarbeitung machen wollen, dann sollten Sie zu dem PowerPack greifen. Oder Sie besorgen sich StarOffice oder ähnliche Software bei einem Händler. Bei einer Installation, die nicht gekürzt wurde, können Sie ohne Probleme jedes Programm compilieren. Es ist alles perfekt vorkonfiguriert, so dass Sie keine Probleme mit Qt oder ähnlichem bekommen.

Es sind noch einige Dinge umgebaut worden gegenüber SuSE oder anderen. KDE liegt nicht unter /opt/kde, sondern unter /usr.

Wenn Sie Probleme mit Mandrake haben, dann hilft Ihnen sicherlich eine der Mailinglisten, die sehr belebt sind. Dort werden auch neue Features und Releases besprochen usw. Das lohnt sich schon. Mandrake Linux 6.1 enthält das KDE 1.1.2 sowie ein aktuelles GNOME und andere Windowmanager. Darunter der beliebte WindowMaker und FVWM. Beim Kernel wurde auf den brandneuen 2.2.12 gesetzt. Der Rest des Systems passt sehr gut. Es ist ein GLIBC 2.1-basiertes System. Die Pentium-Optimierung geschieht durch den pgpp und pgcc. Keine Probleme bisher. Qt ist in Version 1.44 enthalten.

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