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Mo, 16. Oktober 2000, 00:00

Netscape 6 PR3

Vorwort

Seit langer Zeit warten wir gespannt auf das neue Netscape, welches sich nun mit großen Schritten der Vollendung nähert. In dieser Programmvorstellung werde ich den Webbrowser genauer unter die Lupe nehmen.

Erste Einstellungen...

Kristian Peters

Erste Einstellungen...

Installation

Die Installation des 30 MByte großen tgz-Archivs geht dank GTK-Oberfläche sehr einfach vonstatten. Danach wird das Programm gestartet und man sieht nach rund dreißig Sekunden auf einem 300 MHz-Rechner mit 128 MByte RAM endlich das Fenster. Viel hat sich gegenüber den Vorgängerversionen des Netscape 6 nicht getan. Immer noch ist es quälend langsam, was hauptsächlich am Debugging-Code liegen dürfte. Aber auch ansonsten ist der neue Browser sehr überladen. Alle von Version 4 gewohnten Komponenten finden wir wieder. Zusätzlich allerdings ein Instant Messenger von AOL und spezielle Sprachdateien sowie die neue Sidebar. Hat man den Browser erstmal konfiguriert, kann es losgehen. Bei der Initialisierung konnte das Java von Sun nicht gestartet werden und ist nicht nutzbar. Grund unbekannt.

Erste Eindrücke

Und das Surfen...

Kristian Peters

Und das Surfen...

Das Surfen an sich geht relativ flott, allerdings kämpft Netscape mit dem Aufbau seiner Fenster. Und so merkt man nichts von der schnellen Mozilla-Rendering-Engine, die für das Laden der HTML-Seiten verantwortlich ist. Denn was nützt die schnellste Engine, wenn Netscape nicht mit der Grafik nachkommt? Auch rechnet das Programm merklich länger an großen HTML-Dateien mit Tabellen herum und hängt schon mal einige Sekündchen. Während des Browsens stürzt es immer wieder ab. Allerdings scheint JavaScript dafür nicht verantwortlich zu sein. Und Java funktioniert sowieso nicht. Seltsamerweise stürzte Netscape 6 bei Einstellung meines eigenen Proxy-Servers nur noch häufiger ab. An Netsacapes Cache-Verwaltung kann es also nicht liegen. Insgesamt hat man beim Browsen das Gefühl, als würde man Netscape 4 auf einem 486er verwenden. Selbst unter 128 MByte RAM und einem speicherschonenden Window-Manager (fvwm2 wurde verwendet) benutzt Netscape fast den gesamten Speicher. Kommen dazu noch größere Webseiten, so muß sogar auf der Festplatte geswappt werden.

Und auch das Email-Programm ist nicht viel besser. Endlich unterstützt es mehrere Accounts. Das Abrufen und Senden funktioniert tadellos. Nur beim Anzeigen von HTML-Emails mit Bildern stürzte das Programm öfters ab.

Der Composer läßt sich recht einfach bedienen und sieht man von der Stabilität ab, so ist er ganz gut zu verwenden. Das Adressbuch ist fast identisch mit der Vorgängerversion. Den Instant Messenger habe ich nicht ausprobiert. Sehr schön das Einbinden verschiedener Themen. Es funktioniert nun endlich fehlerfrei. Die von Version 4 bekannten Plugins funktionieren leider nicht mehr. Und so können z.B. RealAudio-Dateien nur über einen externen Player gespielt werden.

Fazit

Leider kann ich abschließend keine Empfehlung für das Programm aussprechen. Für den täglichen Umgang im Internet ist es wegen der unzureichenden Stabilität und der Langsamkeit nicht zu gebrauchen. Nur Entwickler und HTML-Programmierer werden dem neuen Netscape etwas abgewinnen können. Es zeigt Fehler im Code in der Konsole an. Bis zur endgültigen Veröffentlichung wird noch etwas Zeit vergehen. Hoffen wir, daß "die neue Browser-Generation" auch auf Rechnern der heutigen Generation noch einigermaßen schnell und stabil läuft.

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