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Mo, 5. Februar 2007, 00:00

SoftMaker Office 2006

Einführung

TextMaker 2006

Mirko Lindner (demon)

TextMaker 2006

Microsoft Word-Dokumente unter Linux zu bearbeiten oder zu erstellen, war schon immer eine Herausforderung für sich. Zwar bieten die bekanntesten Applikationen, allen voran OpenOffice.org, mittlerweile brauchbare Filter zur Konvertierung an, die Resultate sind aber nicht jedermanns Sache. So will vor allem SoftMaker mit seiner Office 2006-Suite mit dem Office-Platzhirsch aus dem Hause Microsoft kompatibel sein und durch Geschwindigkeit überzeugen. Pro-Linux schaute sich die mitgelieferte Textverarbeitung TextMaker näher an.

Lieferumfang

TextMaker 2006 für Linux

Mirko Lindner (demon)

TextMaker 2006 für Linux

Die Zahl der unter Linux verfügbaren Office-Applikationen wächst stetig. Neben freien Projekten wie OpenOffice.org, KOffice oder Abiword bietet der Markt auch kommerzielle Lösungen für Unternehmen an. Die wohl bekanntesten Vertreter in dieser Sparte dürften StarOffice von Sun und TextMaker von SoftMaker sein. Die Ende 2006 freigegebene Version 2006 der Office-Suite von SoftMaker will vor allem durch noch bessere Kompatibilität zu Microsoft Word-Dateiformaten und durch eine erweiterte Zahl von Funktionen überzeugen.

SoftMaker Office 2006 kommt mit der Textverarbeitung TextMaker 2006 und der Tabellenkalkulation PlanMaker 2006. Zum Lieferumfang gehört neben dem eigentlichen Programm auch ein ausführliches Handbuch, das sich auch in Form einer PDF-Datei auf dem Medium befindet. Besonders Anfänger und Nicht-Kenner der Office-Materie dürften sich über diese Ausstattung freuen, ist es doch mittlerweile nicht mehr selbstverständlich, dass Dokumentation in gedruckter Form ausgeliefert wird.

Neben einer Linux-Version enthält das uns zur Verfügung gestellte Medium auch eine FreeBSD-Version der Applikation. Laut der zugrundeliegenden Lizenzvereinbarung ist es möglich, beide Versionen gleichzeitig auf mehreren Rechnern zu installieren. Es ist allerdings nicht gestattet, dass mehrere Personen zur selben Zeit die Applikation nutzen.

Installation

Die Installation der Anwendung beschränkt sich auf das Entpacken des Programmes in einem separaten Ordner. Eine Installationsroutine oder ein spezielles Paket für diverse Distributionen gibt es nicht. Wird TextMaker Office 2006 nicht mehr benötigt, reicht es, das neue Verzeichnis wieder zu löschen. Tiefere Eingriffe in die System-Struktur finden nicht statt. So ist es auch möglich, die Applikation nicht nur auf der Festplatte, sondern auch auf einem mobilen Medium wie einer CD oder einem USB-Stick problemlos zu installieren.

Des einen Freud' ist des anderen Leid. So werden bei der Installation keinerlei Verknüpfungen auf dem Desktop zur existierenden Datenformaten durchgefügt. Auch wenn TextMaker installiert wurde, erkennt der Dateimanager die Programmformate nicht und öffnet bei Bedarf nicht die entsprechende Applikation. Hier wäre auf jeden Fall eine automatische Zuweisung wünschenswert.

Allgemeine Eindrücke

Die Benutzung der Suite gestaltet sich intuitiv und einfach. Vor allem Nutzer der Produkte aus dem Hause Microsoft dürften angesichts der Tatsache, dass viele Optionen an derselben Stelle zu finden sind, schnell einen Einstieg finden. Sicherlich kann darüber gestritten werden, ob der Einstellungen-Bereich unter »Weiteres« richtig angeordnet wurde, im Ganzen haben wir aber bezüglich der Bedienung keine großen Beanstandungen.

Die Suite speichert Dateien wahlweise im eigenen oder in Microsoft-Formaten ab. Hier scheint sich der Hersteller der Unterstützung der Microsoft-Formate ziemlich sicher zu sein. Im Gegensatz zu vielen anderen Produkten, die lediglich auf eine Unterstützung mit Microsoft Office hinweisen, wirbt SoftMaker mit einer »problem- und nahtlosen« Unterstützung der Formate. Dazu aber später mehr.

Wie es sich für eine moderne Applikation gehört, kommt die Suite mit einer eingebauten Rechtschreibprüfung, die sowohl separat gestartet werden als auch im Hintergrund beim Tippen die Richtigkeit der Eingaben prüfen kann. Die Qualität der Prüfung ist dabei erstaunlich gut und übersteigt die von OpenOffice.org, kann aber mit Tools wie dem Duden-Korrektor nicht mithalten. Auch der mitgelieferte Thesaurus kann als gelungen bezeichnet werden. Bei unserem Test mit diversen Stichwörtern fand das Tool erheblich mehr Synonyme und ähnliche Wörter als die freie Konkurrenz. Menüs und Dialoge lassen sich zudem in beiden Applikationen unter anderem zwischen Deutsch, Englisch und Französisch umschalten.

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