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Di, 17. Juli 2001, 00:00

Distributionstest »Knoppix Linux CD-Distribution«

Vorwort

Das Team der erfolgreichen "LinuxTag"-Messe stellte in Zusammenarbeit mit Klaus Knopper eine eigenständige Distribution vor. Das zusammen mit den Unterlagen des freien Vortragprogrammes ausgelieferte Paket verspricht ohne Interaktion des Users die komplette Hardware zu erkennen und ohne Installation auf einer Festplatte ein leistungsfähiges System zur Verfügung zu stellen.

Technische Daten

Die CD, die für 10 DM abgegeben wird, umfasst neben den Unterlagen des freien Vortragprogrammes ein vollständig lauffähiges System mit über 1,8 GB an Programmen und Daten. Realisiert wird eine solch grosse Datenmenge mittels Kompression. Das auf einem Debian-System aufbauende Produkt entpackt die benötigten Daten automatisch und startet ohne zusätzliche Parameter das eigentliche System, bestehend aus Kernel 2.4.5, glibc 2.2.3, XFree86 4.0.3 und KDE 2.1.2. Aufgrund des Demonstrations-Charakters der Distribution verzichtet es auf eine Passwortabfrage und startet ohne jegliche Restriktionen.

Um einem Benutzer die Möglichkeit der Speicherung eigener Einstellungen geben zu können, richtet Knoppix eine RAM-Disk ein, die als das root-Dateisystem (/) eingebunden wird. Ferner erlaubt das System, bestehende Festplatten auf einfache Weise in das System einzubinden und diese als Datenspeicher zu benutzen. Für jede erkannte Partition wird nämlich ein Icon auf dem Desktop angelegt. Mit einem simplen Klick kann der Benutzer jede Partition mounten und dann verwenden.

Der Bootvorgang und die Installation

Der Desktop nach dem Hochfahren

demon

Der Desktop nach dem Hochfahren

Nach dem Einlegen der CD startet das System automatisch und erkennt die eingesetzte Hardware ohne jegliche Beanstandungen. Die Distribution erkannte sowohl die komplette Hardware unserer Test-Workstation als auch die vollständige Ausstattung unseres Laptop-Systems einschliesslich des PCMCIA-Devices und allen PCMCIA-Karten. Erstaunlich war auch die korrekte Ansteuerung unserer Laptop-Grafikkarte, die sehr oft Probleme bei kommerziellen Distributionen bereitete (Trident Cyber9385).

Nach einem erfolgreich abgeschlossenem Bootvorgang des Systems startet Knoppix automatisch einen geeigneten X-Server und beginnt mit dem Bootvorgang von KDE 2.1.2. Ist dies geladen, kann der User mit dem produktiven Einsatz des Systems anfangen und alle Applikationen ohne jegliche Einschränkung nutzen.

Fazit

Auch wenn es das erste auf Debian basierende Release der Distribution ist, so überzeugt das Paket durch sehr hohe Stabilität, sehr gute Erkennung der Hardware und vor allem durch sehr gute Arbeitsgeschwindigkeit. Bei unseren Testsystemen erkannte Knoppix alle Hardwarekomponenten anstandslos. Die mitgelieferten Applikationen sind auf dem neuesten Stand und kaum eine Komponente ist wirklich alt. Der Ladevorgang einer Applikation war sehr zügig durchgeführt.

Eine der wenigen Schwächen des Paketes ist die Speicherung von Konfigurationsdateien. Durch die Tatsache, dass Knoppix lediglich als Demonstration der Linux-Technologie dienen soll, ist die Möglichkeit der Speicherung von eigenen Konfigurationsdaten nur sehr dürftig realisiert worden. Ferner kann Knoppix im jetzigen Stadium der Entwicklung nicht als fertiges System auf eine Festplatte installiert werden, was einen Einsatz als produktive Distribution praktisch unmöglich macht.

Knoppix stellt ein perfektes System für "Unterwegs", für Rettungs- und Demonstrationszwecke dar. Durch die Tatsache, dass keine Komponente der Distribution auf der Festplatte installiert wird, ist der Einsatz auch auf reinen Windows-Systemen problemlos möglich.

Weitere Versionen der Distribution wie auch frühere Releases können von der Seite von Klaus Knopper heruntergeladen werden.

Systemanforderungen

  • Intel-Kompatible CPU ab i486
  • 16MB für Grafikmodus
  • Bootfähiges CD-ROM Laufwerk
  • Standard SVGA-Grafikkarte
  • Serielle oder PS/2-Maus

Software

  • Kernel 2.4.5
  • GLibc 2.2.3
  • XFree 4.0.3
  • KDE 2.1.2
  • GIMP 1.2

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