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Di, 13. Januar 2004, 00:00

Benutzerbericht Fedora Core 1

Einleitung

Mit der neuen Distribution von Red Hat ist die geplante Integration der Community für ihr eigenes Projekt wohl gelungen. Die Distribution soll in Zukunft von der Community und Red Hat gleichermaßen weiterentwickelt werden, um später ein Bestandteil der Red Hat Enterprise-Serie zu werden. Red Hat zielt hierbei direkt auf die Kraft der Community und bietet neben einer eigens hierfür eingerichteten Website die Distribution grundsätzlich zum freien Download an. Nach der Bekanntgabe des neuen Namens für die Distribution sieht man den Strategiewechsel von Red Hat wesentlich deutlicher als bei dem Versionssprung von Red Hat 8.0 zu Red Hat 9. Nun folgt aber ein umfassender Testbericht, für mögliche Umsteiger der älteren Red Hat-Versionen, einer anderen Linux-Distribution, oder für Umsteiger eines »Alternativbetriebssystems« zu der neuen Red Hat Distribution: Fedora Core 1.

Änderungen aus Benutzersicht gegenüber Red Hat 9

Red Hat versucht mit Fedora ein neues Vertriebsmodell einzuführen. Es unterteilt sich auf drei verschiedenen Interessengruppen. Die erste besteht aus Kunden, welche einen langen Support und Wartung ihrer Produkte brauchen und/oder größere Software wie Oracle auf Ihren Servern laufen lassen wollen. Für diese Kunden ist die "Red Hat Enterprise Linux 3"-Serie vorgesehen. Die zweite Interessengruppe sind die Privatanwender, die weniger Support und Wartung ihrer Produkte benötigten. Hierfür ist die "Red Hat Professional Workstation" vorgesehen, welche aus großen Teilen des "Red Hat Enterprise" Codes besteht. Die dritte Interessengruppe für Red Hat ist die Community. Hierfür wurde das Community Projekt Fedora Core erschaffen. In naher Zukunft soll die Enterprise-Serie auf dem Quellcode des Fedora-Projektes aufbauen, deshalb wird Red Hat in diesem Projekt noch etwas zu sagen haben, es aber nicht mehr supporten und offiziell verkaufen.

Bootvorgang

Thomas Bludau

Bootvorgang

Bei der Installation existieren kaum Unterschiede zu der Vorgängerversion. Eine auffallende Änderung, die man gegenüber der Version 9 als erstes nach der Installation feststellt, ist die Darstellung des Bootvorgangs. Dieser erscheint nun beim Starten der Init-Skripte in einem grafischen Interface, wenn die Distribution mit der grafischen Benutzeroberfläche gestartet wird. Somit sieht diese Distribution auch für die Windows-Umsteiger etwas ansprechender aus und die Überflutung der für Normalbenutzer unnötigen Statusberichte fällt weg.

Das BlueCurve-Design mit OpenOffice

Thomas Bludau

Das BlueCurve-Design mit OpenOffice

Durch ein Anklicken von »Details zeigen« ist es möglich, sich die Init-Skripte, wie sie in der Version 9 zu sehen waren, anzuschauen. Nach dem Einloggen gibt auch einige erkennbare Änderungen. Die wichtigste gegenüber Red Hat 9 ist, daß nun logischerweise Red Hat durch Fedora ersetzt wurde. Aber auch an der seit Red Hat Version 8.0 eingeführten BlueCurve-Technologie wurde einiges geändert. So sehen die Fensterrahmen jetzt freundlicher aus und wurden etwas abgerundet und farblich angepasst. Des weiteren wurden auch viele Icons gegenüber Red Hat 9 überarbeitet, was die BlueCurve-Technologie entsprechend abrundet. Viele Programme wurden nur auf den neusten Stand gebracht.

Verwaltung von Softwarepaketen

Thomas Bludau

Verwaltung von Softwarepaketen

Auffallend ist die Änderung des Paketes »redhat-config-packages«, der Software zur Verwaltung von Softwarepaketen. Durch den neuen Aufbau des Softwareupdates ist es nun intuitiver möglich, Softwarepakete der Distribution hinzuzufügen oder zu löschen. Bei den neu hinzugekommenen Programmen befindet sich für Red Hat auch ein lang erwartetes Softwarepaket: Durch »gnome-display-properties« kann die Desktopauflösung während der Laufzeit geändert werden. Das Programm ist zwar ein neuer Teil des »Control Centers«, aber für viele eine sinnvolle Erweiterung.

Wenn man sich das Menü intensiver anschaut, fällt auf, dass auch einige KDE-Programme integriert wurden. Standardmäßig sind nach der Installation nun auch der Web-Browser Konqueror und das Systemüberwachungstool »ksysguard« vorhanden. Heimlich hinzugekommen ist allerdings ein RPM-Paketmanagement-Programm namens »yum« (Yellow dog Updater, Modified), welches Abhängigkeiten von rpm automatisch auflöst.

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