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So, 19. Oktober 2003, 00:00

Mandrake 9.2 auf Laptop

Mandrake 9.2 mußte in einem kurzen Test auf einem Laptop zeigen, was Installation und Bedienung taugen.

Installation

Für die Installation wurde die Drei-CD-Downloadversion verwendet. Als Zielrechner wählte ich ein Laptop aus, das bisher lediglich Windows XP installiert hatte.

Technische Daten Laptop:

CPU: P III 1000 MHz
Speicher: 384 MB SD-RAM
Festplatte: 30 GB
Grafik: SIS 630 16 MB shared Memory
Netzwerk: SIS 900
Sound: SIS 7012

Zu Beginn der Installation waren bereits zwei Partitionen vorhanden. Die zweite Partition war mit ca. 5 GB belegt und hatte ca. 10 GB an freiem Speicherplatz zur Verfügung. Da ich noch eine Vollversion von Ranisch Partition Manager von der PC Welt zu Hand hatte, nutze ich ihn, um die Partition zu verkleinern.

Wie schon bei der 9.1 wurde man vom sehr übersichtlich gehaltenen Installationsassistent begrüßt. Zunächst war es an der Zeit, die Partitionen für das künftige Linux-System anzulegen, dazu nutzte ich den freien Speicherplatz, der durch das Verkleinern der Windowspartition entstand. Ich erstellte eine Swap- und eine Datenpartition mit Dateisystem XFS und setzte die Installation fort. Das Partitionstool war dabei sehr einfach zu handhaben und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Es war nun an der Zeit, die zu installierenden Pakete auszuwählen. Ich übernahm die voreingestellten Pakete und fügte lediglich im erweiterten Modus einzelne Programme hinzu. Dabei kam es mir noch in den Sinn, GNOME zum Testen hinzuzufügen. Das erfordert aber einen Sprung zurück im Installationsmenü. Entgegen meiner Erfahrung mit SuSE mußte ich feststellen, daß es bei Mandrake jederzeit möglich war, zu einem vorhergehenden Punkt zurückzukehren.

Der Installationsassistent

Stefan Hausbeck

Der Installationsassistent

Positiv überrascht wurde ich von der Anzahl der auszuwählenden Kernel. Die Auswahl hat sich seit der 9.1 damit vergrößert. Ich entschied mich, den 2.4.22-i686 zusätzlich zu installieren. Was ebenso neu war, ist die feine Modularisierung der KDE-Pakete. Man muß z.B. nicht mehr komplette Einheiten wie KDE Graphics installieren, sondern kann zwischen kleinen Modulen wählen. Der Rest der Installation verlief absolut reibungslos. Die Hardware des Laptops mit Ausnahme des Win-Modems wurde restlos erkannt. Ich mußte lediglich noch die Einstellungen für die Auflösung/Farbtiefe des Monitors festlegen. Die Netzwerkkarte wurde automatisch konfiguriert und sofort per DHCP in mein bestehendes Netz eingebunden. Kurzer Hand noch einen Benutzer angelegt, wobei ich das automatische Einloggen in KDE abgewählt habe und lediglich automatisches Starten von X aktiviert habe.

Der erste Bootvorgang sollte zeigen, ob diese Version Freude aufkommen lassen wird. Wie schon in früheren Versionen wurde wieder einmal die LILO-Hintergrundgrafik und der Bootsplash überarbeitet. Aber zurück zum Wichtigen. In LILO erschien eine Auswahl: Linux und Windows, so wie es sein sollte. Ein Klick auf Linux, und los ging es. Die Bootmessages werden wie bei der SuSE 8.2 durch einen Bootsplash verborgen, sie können aber durch Drücken von ESC hervorgeholt werden, was mir persönlich gut gefällt. Beim ersten Start konnte ich keinerlei Besonderheiten feststellen. Prompt kam der KDE-Login-Screen. Entgegen der 9.1 ist es nun auch sofort wieder möglich, sich als Root einzuloggen ohne spezielle Konfiguration. Nach dem Login mußte ich feststellen, daß das Batterie-Symbol nicht funktionierte. Glücklicherweise kannte ich dies schon von der 9.1 und wußte, was zu tun war.

Kurzerhand die Datei /etc/lilo.conf geändert und statt acpi=ht acpi=force eingetragen und danach LILO neu geschrieben mit /sbin/lilo. Zusätzlich mußte ich noch die Module ac und battery in die Datei /etc/modules eintragen sowie das Paket acpid installieren und aktivieren. Nach dem nächsten Boot war nun auch das Batteriesymbol aktiv.

Somit war die Installation erfolgreich abgeschlossen.

Erster Eindruck

Das KDE-Menü

Stefan Hausbeck

Das KDE-Menü

Der Desktop wirkte sehr aufgeräumt. Gut gefiel mir, daß diesmal im Menü Terminals nur eine Konsole zur Auswahl stand, was evtl. Einsteiger freuen wird, da er nicht wie bei früheren Installationen mit verschiedenen Programmen verunsichert wird. Die Startgeschwindigkeit der einzelnen Programme überraschte mich doch sehr, was mich dazu regelrecht aufforderte, sie mit denen meiner 6 Monate alten, aber auf dem neuesten Stand gehaltenen Gentoo-Installation auf dem Server zu vergleichen. Der Server, auf dem sich Gentoo befindet, besitzt eine Athlon-XP 2400+ CPU mit 512 MB DDR RAM. Gentoo wurde mit folgenden Compile-Flags compiliert: -mcpu=athlon-xp -03 -pipe -fomit-frame-pointer. Die Gentoo-Installation wurde dazu durch prelinking optimiert. Das Gentoo-System war auf einer EXT3-Partition installiert. Die Startzeiten der Applikationen der Mandrake-Installation sind in etwa identisch zu denen unter Gentoo, wenn man aber bedenkt, daß das Laptop nur eine 1 GHz CPU hat und eine weitaus leistungsschwächere Festplatte, ist das enorm und mir schier unerklärlich. Ich kann es höchstens darauf zurückführen, daß XFS hier einiges an Unterschied ausmacht bzw. daß Mandrake spezielle Optimierungen verwendet.

Hierzu würde ich gerne einmal einen unabhängigen Test von Pro-Linux sehen, der zwei identische Systeme mit einer Gentoo-Installation bzw. SuSE- oder Mandrake-Installation vergleicht.

Probleme

Harddrake

Stefan Hausbeck

Harddrake

Das Brennprogramm K3B

Stefan Hausbeck

Das Brennprogramm K3B

Das einzige, aber doch größere Problem war die Erkennung meines DVD CD-RW Combolaufwerks, tauchen doch, wie man unschwer auf den Screenshots erkennen kann, gleich sechs identische Laufwerke im Hardwaremanager und auch in K3B auf:

Das Laufwerk funktionierte zwar anstandslos, jedoch scheint sich hier ein kleinerer Fehler in den Skripten eingeschlichen zu haben. Das Löschen der Device-Links hat nicht den gewünschten Erfolg, da sie beim nächsten Boot wieder da sind.

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