Login


 
Newsletter
Werbung

Sa, 13. Januar 2001, 00:00

Linux Mandrake 7.2 GPL (Codename: Odyssey)

Allgemeines über das neue Mandrake

Wie in der Version 7.1 will Mandrake mit ihrer Distribution vor allem Umsteigern von Windows auf Linux das Leben erleichtern. Mit KDE 2 und XFree86 4.0.1 ist ihnen das auch ganz gut gelungen. Auch das Setup ist sehr einsteigerfreundlich. Mandrake 7.2 ist um einiges ausgereifter als der Vorgänger. Man muss im Prinzip nur die CD einlegen und alles erledigt sich beinahe von selbst. Loginmanager ist kdm, Standard-Desktop ist KDE 2.

Folgendes hat Mandrake 7.2 zu bieten:

Bootmanager: LILO und GRUB, LILO mit Bootmenü
Kernel: 2.2.17
XFree86: 3.3.6, 3.3.6 mit experimenteller 3D-Unterstützung und XFree86 4.0.1
Desktops, Window-Manager: KDE 2, Gnome, WMaker, Blackbox, Failsafe und Sawmill

Die Bedienung ist wie bei den Vorgängern sehr einfach. Mandrake ist daher für Anfänger sehr empfehlenswert, da sich diese langsam an Linux gewöhnen können. Mandrake 7.2 ist im allgemeinen eine gute Distribution, die aber leider noch etwas unausgereift ist.

Odyssey und KDE2

Benjamin Klöpfer und Jose Popp

Odyssey und KDE2

Die Netzkonfiguration und der Zugang zum Internet sind jetzt einfacher als je zuvor. Schon während der Installation hat man die Möglichkeit, das Netz, das Modem, die ISDN-Karte oder den DSL-Zugang einzurichten. Die Modemkonfiguration hat sich im Vergleich zum Vorgänger kaum geändert. Ob man es jetzt wärend der Installation oder später mit DrakeConf einrichtet, alles sehr einfach und übersichtlich. Man kann es wie vorher während der Installation einrichten. Die ISDN-Karte lässt sich viel besser als beim Vorgänger konfigurieren. Mandrake erkennt jetzt sogar den Grossteil aller ISDN-Karten, was ein immenser Vorteil im Vergleich zum Vorgänger ist, so z.B. auch meine ELSA Microlink IDSN PCI, die in keinem Kernel unterstützt wird.

Mandrake bietet jetzt sogar DSL-Unterstützung, die ich aber leider nicht testen konnte, da es bei mir noch kein DSL gibt. Nach der Konfiguration der Hardware kann man sich seinen Provider in einer grossen internationalen Datenbank aussuchen. Man muss dann nur noch seine Zugangsdaten eingeben und schon ist man online (wenn man will).

Die Desktops wie z.B. KDE 2.0 und Gnome 1.2 sind gut vorkonfiguriert. Nach dem ersten Login kann man sofort mit der Arbeit anfangen. Alle Menüs sind intuitiv gestaltet, Anfänger finden sich also auch sofort zurecht. Alles übersichtlich und auch mit den passenden Icons versehen. Zudem ist die Menüführung unter allen Desktops gleich, so daß man auch problemlos mal andere Window-Manager ausprobieren kann, ohne gross mach seinen Applikationen zu suchen.

Wie bei dem Vorgänger hat man die Möglichkeit, ReiserFS zu verwenden, was aber immer noch nicht zu empfehlen ist. Es kann immer noch zu Instabilitäten und Datenverlust kommen, wobei nicht nur die Linux-Partitionen gefährdet sind, sondern alle. Es kann z.B. vorkommen, daß die Partitionstabelle gelöscht wird und dadurch sämtliche Daten auf der Festplatte verloren gehen. Es handelt sich dabei zwar nur um Einzelfälle, aber man sollte vorher trotzdem Backups machen. Aber nun sollten wir uns der Installation widmen...

Installation

Nun, wer schonmal Linux Mandrake 7.1 installiert hat, wird sich mit der Installation von Mandrake 7.2 schnell zurechtfinden. Die Entwickler haben die Installationsroutine weiter verbessert. Jetzt kann man auch mit etwas Glück schon ein Mausrad während der Installation einrichten... oder besser, Mandrake übernimmt das für Sie. Mandrake bietet wie in der Version 7.1 wieder drei Installationsarten an: Anfänger, Benuzerdefiniert und Experte. Welche der drei Installationsarten Sie wählen, ist Ihnen überlassen. Allerdings sind die Installationsarten gut auf die einzelnen Benutzerklassen zugeschnitten. Wer also ein blutiger Anfänger ist, kann ohne schlechtes Gewissen ruhig auf Anfänger klicken.

Noch eine nette Neuerung in der Installation ist, das man jetzt zwischen vier Installations-Themes wählen kann. Sie sind auch wie im 7.1er unten links am Bildschirm angebracht. Auch noch sehr nett ist, daß jetzt ein kleiner Pinguin mit einem grossen "HELP"-Schild in der Hand unten auf dem Bildschirm zu sehen ist und einem so die einzelnen Installationschritte genau erklärt. Farbige Sternchen zeigen die einzelnen Schritte der Installation an (grün = abgeschlossen, gelb = in Arbeit und rot = noch nicht bearbeitet).

Auch der Bug aus der Installation von 7.1 wurde behoben, wo in der Paketauswahl alle Paketgrößen in MB angezeigt worden sind. Es war schon klar, daß ein Paket mit 11345 MB nicht stimmen kann, aber mit 45MB war das dann schon etwas anderes, vor allem wenn die Beschreibung es als kleines und flexibles Tool angepriesen hat. Auch noch komisch ist die Paketauswahl in Prozent. Hier wird dem Benutzer auch nicht angezeigt, welche Pakete nicht installiert werden, wenn er z.B. nur 50% angibt.

Bei der Auswahl zwischen Workstation, Server oder Entwicklerplattform würden wir jedem empfehlen, sich für die Entwicklerplattform zu entscheiden. Sie installiert alle mitgelieferten Compiler und auch noch andere Pakete, die man zum Kompilieren von Kernels und anderem benötigt. Wer meint, daß er so schnell keinen eigenen Kernel oder andere Software übersetzen will, täuscht sich gewaltig. In den meisten Fällen geht das schneller, als man denkt.

Kommentare (Insgesamt: 0 || Kommentieren )
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung