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Mo, 14. August 2000, 00:00

Ultramaster Rhythmic Synthesizer

Das Soundprogramm-Angebot unter Linux ist zwar recht umfangreich, aber leider befinden sich sehr wenig Programme darunter, mit denen es sich auch musizieren lässt.

Die Firma Ultramaster hat sich dennoch dieses schwierigen Themas angenommen und einen rundum gelungen Software-Synthesizer geschaffen. Leider wird dieser nur als Shareware kostenlos vertrieben und so bleiben dem Hobbymusiker einige Besonderheiten verborgen, wie z.B. die Speicheroption und weitere grundlegende Töne. So verkommt der Synthi zum Probierwerkzeug. Aber auch dazu ist er sehr gut zu gebrauchen. Insgesamt stellt das Programm 16 verschiedene Grundklänge zur Verfügung. Darunter fallen die typische Bassdrum, sowie HiHats und die obligatorischen Sinusklänge.

Ultramaster Rhythmic Synthesizer (RS-101)

Kristian Peters

Ultramaster Rhythmic Synthesizer (RS-101)

Die einzelnen Sounds sind auf sechzehn unterschiedliche Kanäle verteilt, die nebeneinander in einer Schleife abgespielt werden. In dem grünen Feld links plaziert man diese mit einem einfachen Klick. Sie werden im Takt angeordnet, so daß selbst dem unerfahrenen Musiker schnell Erfolgserlebnisse ereilen. Rechts findet man einige Regler. Hier kann man nicht nur für die einzelnen Kanäle separat die Lautstärke anpassen, sondern auch Effekte, Aushaltepegel, Hoch- und Hall-, Phaser-, oder Flangerfilter draufzulegen. Außerdem hält es noch einen generellen Reverbfilter parat, der eine gewisse Atmosphäre schaffen kann.

Es führt zu weit, alle einzelnen Regler zu erklären, denn deren Auswahl ist schon ziemlich groß. Auch die Bedienung sollte mit einigen Anfangsschwierigkeiten in fünfzehn Minuten gelernt sein. Negativ sind einige Abstürze und seltsame Reaktionen des Programmes zu bemerken. So kann nicht ohne Weiteres das Tempo geändert werden. Wechselt man es zu schnell, dann steigt die Prozessorlast ins Bodenlose und das Programm bleibt still. Insbesondere der Hallfilter ist viel zu laut angesteuert und verursacht Knackser. Auf etwas langsameren Rechnern (Unter 200 MHz, würde ich schätzen) wird das Programm dazu noch durch "Bufferunderruns" gezeichnet. Der Prozessor kommt also nicht mehr nach und es entstehen Aussetzer.

Abschließend ist dem Programm trotzdem eine Empfehlung auszusprechen, denn meines Erachtens stellt es den umfangreichsten Synthesizer für Linux dar. Jeder Hobbymusiker sollte sich dieses Programm auf jeden Fall einmal ansehen.

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