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So, 17. Mai 2009, 00:00

Mandriva Linux 2009 Spring

Eine kurze Vorstellung der neuen Version von Mandriva Linux

Zurück an die Spitze? Mit der neuen Spring will Mandriva wieder Boden gut machen. Wir zeigen hier, was in ihr steckt.

Vorwort

KDE 4 im Powerpack

Thorsten van Lil (TeaAge)

KDE 4 im Powerpack

Alles neu macht der Mai? Scheinbar nicht in Paris, denn mit 2009 Spring (2009.1) bringt bei Mandriva der (späte) April den Frühling. Die neue Version der beliebten Linux-Distribution ist pünktlich am 29. April 2009 erschienen und will mit alten Fehlern aufräumen und neue Nutzer anwerben.

Nachdem im Oktober 2008 die Version Mandriva Linux 2009.0 erschienen ist, hat sich in den vergangenen sechs Monaten sowohl im Unternehmen als auch in der Distribution viel getan. Mandriva lockt mit vielen Neuerungen und verspricht ein schnelles, stabiles und einfach zu bedienendes System. Man darf gespannt sein, ob sich der Hersteller damit nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt hat.

Überblick über die Neuerungen

Neben zahlreichen Software-Updates, wie etwa KDE 4.2.2, GNOME 2.26, Xfce 4.6, Xorg 7.4, und Kernel 2.6.29, will Mandriva mit vielversprechenden Neuerungen auftrumpfen.

Mit Speedboot soll der Startvorgang wesentlich beschleunigt werden. Das Sicherheits-Framework MSEC wurde rundum erneuert und glänzt mit einer neuen Oberfläche. Alle Varianten der Live-CD One sind als sogenannte Hybrid-ISOs erstellt worden und lassen sich leicht auf einen USB-Stick schieben. Sicherungen des Systems lassen sich nun mithilfe der DVD bereits beim Starten des Rechners wiederherstellen und dank dem HDT (Hardware Detecting Tool) kann man schon beim Starten Informationen zu der verbauten Hardware abfragen.

Installation

Mandriva Linux gibt es in den Editionen »One«, »Free« und »Powerpack«. Die Live-Version von Mandriva heißt One und ist ideal zum Testen. Dank ihrer Größe ist sie schnell heruntergeladen und enthält alles, was zum Testen nötig ist. Neben den proprietären Treibern für Grafikkarten und WLAN-Geräte sind auch einige Multimedia-Codecs (z.B. zur MP3-Wiedergabe) sowie Flash mit an Bord. Die One gibt es als KDE-4- und GNOME-Variante. Erfahrungsgemäß wird es auch wieder eine Xfce-Variante der Gemeinschaft geben, was aber wohl noch ein paar Wochen dauern kann. Zudem werden nach der Installation alle nicht benötigten Treiber und Sprachpakete entfernt. Einziger Wermutstropfen der One ist es, dass es sie nur als 32-Bit-Version gibt.

Mandriva Free ist als DVD sowohl für 32- als auch 64-Bit-Systeme verfügbar. Wie der Name schon andeutet, ist auf der DVD nur freie (im Sinne der Free Software Foundation) Software zu finden. Allerdings können bereits bei der Installation die offiziellen Quellen von Mandriva eingerichtet werden, so dass einem die volle Paket-Auswahl inklusive proprietärer Treiber zur Verfügung steht. Wer möchte oder muss, kann neben der grafisch geführten Installation auch eine textbasierte Oberfläche zur Installation nutzen.

Die kommerzielle Version von Mandriva ist das Powerpack. Sie ist in weiten Teilen identisch zur Free-Edition, allerdings sind hier proprietäre Treiber (wie bei der One), eine Vielzahl von Multimedia-Codecs (Windows Media, MP3, etc.) sowie weitere proprietäre Software dabei, welche Mandriva aus lizenzrechtlichen Gründen nicht kostenlos vertreiben darf (z.B. Cedega inkl. Code für drei Monate). Weiterhin sind im Powerpack auch drei Monate Web-Support durch Mandriva enthalten, das allerdings nur in englischer Sprache. Alles in allem sind die Vorteile des Powerpacks relativ gering und ist somit eher für diejenigen eine gute Wahl, die das Unternehmen Mandriva unterstützten wollen.

In diesem Artikel wird das Mandriva Powerpack verwendet. Die hier getätigten Aussagen sind bis auf wenige Ausnahmen jedoch genauso für die Free gültig. Im Betrieb unterscheiden sich alle drei Editionen zudem kaum.

Zielsystem

Das Zielsystem ist ein nicht mehr ganz frischer IBM Z60m-Laptop mit einem Intel Centrino II 2,0 GHz Prozessor, 1,5 GB RAM und ATI x600 Grafikkarte mit 128 MB Speicher. Weiterhin ist im Laptop eine Intel Pro Wireless 2915 WLAN-Karte eingebaut und eine etwas betagte Logitech QuickCam Messenger Webcam angeschlossen.

Upgrade

Ein Upgrade von Mandriva Linux 2009.0 sollte relativ problemlos funktionieren. Das Applet für Updates benachrichtigt den Benutzer, dass eine neue stabile Version von Mandriva verfügbar ist und ein Upgrade durchgeführt werden kann. Bestätigt man die Benachrichtigung, werden im Hintergrund die bestehenden Quellen gelöscht, neue Quellen (für Mandriva 2009 Spring) eingerichtet und das Upgrade durchgeführt.

Alternativ lässt sich das Ganze auch manuell ausführen. Dazu nutzt man am besten das Online-Tool SmartUrpmi zum Einrichten der neuen Quellen (nachdem man die alten gelöscht hat) und führt den Befehl urpmi --auto-update aus. Zur Sicherheit sollte das Ganze noch ein zweites oder drittes mal ausgeführt werden, falls im ersten Anlauf nicht alle Pakete installiert werden konnten. Das empfiehlt sich im Übrigen auch beim Upgrade über das Applet.

Mithilfe der Installer-DVDs (Free und Powerpack) ist ebenfalls ein Upgrade möglich und wird beim Starten der Installation angeboten. Ich persönlich bevorzuge jedoch immer eine Neuinstallation unter Beibehaltung der /home-Partition. So schaffe ich alle sechs Monate einmal Ordnung und schleppe keine Altlasten mit mir herum.

Installation des Powerpacks

Bei der Boot-Auswahl der DVD fällt der neue Eintrag des Hardware-Detection-Tools auf. Dahinter verbirgt sich eine neue Syslinux-Funktion zur Darstellung der verbauten und angeschlossenen Hardware. Zusätzlich können die für den Start eventuell benötigten Module angezeigt werden.

Die Installation mit der DVD (ob Free oder Powerpack) gestaltet sich leicht verständlich und intuitiv. Sowohl die Installation selbst als auch die Hilfe-Texte sind komplett in Deutsch und leicht verständlich. Bei der Paketauswahl stehen einem die Möglichkeiten »KDE«, »GNOME« und »Benutzerdefiniert« zur Auswahl, wobei ich mich für KDE entscheide. Wer eine individuelle Paketauswahl wünscht, muss hier den Punkt Benutzerdefiniert wählen.

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