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Mi, 4. Juni 2003, 00:00

Das Firewall Buch

Vorwort

Cover des Firewall Buchs

Bruno Hopp

Cover des Firewall Buchs

Wolfgang Barth spricht mit dem schönen Buch die Linuxanwender mit ein wenig Erfahrung an: die wissen um die kleinen Hürden mancher Linuxinstallation, haben meist die enormen Netzwerkfunktionen von Linux schon erkundet und wollen noch mehr erfahren. Firewall - der englische Begriff für Brandschutzmauer - läßt schon ahnen: es geht um Sicherheit von Computern und das Internet.

Das Buch

Barth geht mit klarem Blick für die wesentlichen Fragen vor: von den grundlegenden Konzepten der verschiedene Angriffsszenarien und Sicherheitsprobleme über Netzwerkerei auf TCP/IP-Basis und die Basis des Client-Server-orientierten Computing. Dann geht es schon ab Seite 61 mit Paketfilterung und Network Address Translation an die speziellen Funktionen, die besonders Linux anbietet, um gewünschte Funktionen für die Sicherheit zu nutzen - locker vorgestellt anhand der europaweit sicher führenden SuSE-Linuxdistribution. Zügig, mit den nötigen Details z.B. von iptables für die Kernelserie 2.4.x werden die Filterregeln Zug um Zug erklärt. Viele Beispiele, etwa Konfigurationen oder Skripte aus SuSE-Linux sind in den Beispielen angeführt.

Das Folgekapitel zu "Internetdienste und Firewalls" ist sehr auf die Praxis ausgerichtet: elementare und regelmäßig benutzte Dienste wie email, DNS, das unsichere telnet und die noch gefährlicheren r-tools kommen zur Sprache. Die aus Sicherheitsgründen empfehlenswerte Secure Shell und das Dateiübertragungsprotokoll ftp, World Wide Web und einige weitere werden ausführlicher vorgestellt. Super!

Natürlich wird ausgehend von einfachsten Firewallkonzepten bis hin zum ausgefeilten LAN mit "Demilitarized Zone" für professionelle Wünsche kaum etwas ausgelassen, was das Herz des sicherheitsbewußten Linuxfreunds höherschlagen läßt. Sogar die Installation eines individuellen (minimalen) Firewallrouters mit Hilfe von Yast wird beschrieben.

Barth versteht es, den Lesern selbst die komplizierteren Dinge des Firewalling auf eine sympathische, sehr kompetente Weise nahe zu bringen. Immer wieder auffallend finde ich die Art der Darstellung, die auf überflüssige Screenshots verzichtet (schlechte Computerbücher zu anderen Betriebssystemen sind voll davon) und textorientiert, systematisch und praxisorientiert vorgeht - zum Wohle der Leser!

Die Einrichtung und Konfiguration von Firewalls mag die eine Sache sein, Barth läßt seine LeserInnen aber auch bei der nötigen täglichen Kontrolle und Wartungihrer Firewall nicht im Regen stehen - Hinweise, wie mensch ganze Netzwerke gekonnt überwacht, Intrusion Detection-Systeme einsetzt und nutzt, werden z.B.auch 'alten Hasen' noch Anregung geben können.

Der Anhang ist sehenswert: Kurzhinweise etwa zur Secure Shell, eine praktische tabellarische Gegenüberstellung der Funktionen von ipchains und iptables (für alle, die beim Update Frage haben) und zahlreiche Quellen in Literatur und auch Internet zu Sicherheitsfragen und Linux ergänzen die absolut gelungene Darstellung. Das Besondere an Barths Buch: er geht ausschließlich auf die Funktionen der Kernelserie 2.4.x mit Hilfe von "iptables" ein (auch wenn jeder Leser mit etwas Phantasie sich seine Traumfirewall auch unter Kernel 2.2 zusammenstellen kann).

Sprachlich jederzeit präzise, aber ohne überflüssiges Computerchinesisch setzt der Autor alle engagierten Linuxnutzer in die Lage, ihre kleinen oder großen Netzwerke dank Linux noch besser nutzen und sichern zu können.

Fazit

Barths "Firewall Buch" ist die absolute Leseempfehlung für alle, die Linux noch besser kennenlernen und nutzen wollen. Selbst Mr. Spock vom Raumschiff Enterprise hätte über Barths Buch bestimmt gesagt: "Faszinierend!"

Fakten

Jahr: 2001
Autor: Wolfgang Barth
Preis: 45.50 EUR
Umfang: 464 Seiten
Verlag: SuSE Press
ISBN: 3934678408

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