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Fr, 4. März 2005, 00:00

KDevelop

Ein Werkzeug zur Erstellung von Applikationen mit einer graphischen Benutzerschnittstelle

Vorwort

Wenn wir ein Tool kennen lernen und prüfen möchten, ob es bei der Arbeit nützlich sein wird, ist es wohl am besten, das Tool bei einer Aufgabe einzusetzen. Nehmen wir an, wir möchten ein kleines Programm schreiben, das eine graphische Oberfläche für die Applikation Wget sein soll. KDE bietet ein sehr gutes Werkzeug namens KDevelop für Programmierer an. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie mit Hilfe dieses Programms das im Titel des Artikels definierte Ziel erreichen können. Ich beweise Ihnen damit, dass es sich durchaus lohnt, auf dieses Tools einen Blick zu werfen.

Installation des Programms KDevelop

Abbildung 1. KDevelop nach dem Start

LinuxPlus

Abbildung 1. KDevelop nach dem Start

Da seit der Veröffentlichung der Version 3.0 des Programms schon viel Zeit vergangen ist, wird dieses Programm in vielen Linux-Distributionen mitgeliefert. Es genügt schon, ein Paket zu installieren, das Kdevelop enthält. Nach der Installation kann es sich herausstellen, dass wir auf die Option automake & Konsorten ausführen nicht zugreifen können. Dies liegt daran, dass KDevelop bei Automake eine Version benötigt, die höher ist als 1.6, und die bei Autoconf höher als 2.5 ist, um richtig funktionieren zu können. Dieses Problem kann auch unter Mandrakelinux 10.1 auftauchen ­ wir können es allerdings einfach beheben, indem wir entsprechende Pakete nachinstallieren. Die Benutzer von Kdevelop sollten auch mit einem anderen Problem rechnen ­ nach dem Erstellen des Projekts und Durchführen verschiedener Tätigkeiten kann es sich herausstellen, dass das Programm unsere Arbeitsdatei nicht öffnen will und das Signal 11 generiert. Die Lösung besteht im Löschen zweier Dateien im Verzeichnis des Projekts: die erste hat die Erweiterung kdevses, die zweite pcs. Während der Installation von KDevelop empfiehlt es sich sicherzustellen, dass auch die Dokumentation installiert wird, da sie uns beim Schreiben einer Applikation auf die Sprünge hilft ­ selbst wenn die Applikation so einfach sein sollte wie die unsere.

Zum Anfang einige Annahmen

Abbildung 2. Die wichtigsten Ereignisse aus dem Programm

LinuxPlus

Abbildung 2. Die wichtigsten Ereignisse aus dem Programm

Unsere Benutzerschnittstelle wird sehr bescheiden aussehen. Es reichen uns zwei Buttons: einer zum Schließen des Fensters, ein anderer zum Herunterladen der Dateien. Wir werden auch eine Komponente des Typs QLineEdit benötigen, die wir AddressText nennen. Sie wird die Adresse der Datei enthalten, die wir herunterladen möchten. Da das Herunterladen der Datei mit Hilfe einer anderen Applikation stattfinden wird (sie wird sogar im Konsole-Modul laufen), werden wir alle Meldungen, die Wget während seiner Arbeit abschickt, abfangen müssen. Zu diesem Zweck verwenden wir das Widget QTextEdit, das bei dieser Aufgabe hervorragend eingesetzt werden kann. Es ist wie immer eine gute Idee, ein kleines Schema vorzubereiten, in dem die wichtigsten Ereignisse, die im Programm stattfinden, aufgezeigt werden. Es wurde in der Abbildung 2 dargestellt. Wie wir sehen, besteht das Beziehen einer Datei aus wenigen kleineren Aufgaben. Bei der ersten Aufgabe geht es um das Einlesen der Adresse einer Datei ­ wir gehen davon aus, dass sie vom Benutzer angegeben wird. Nachdem wir diese Adresse kennen gelernt haben, sind wir bereit, das Programm Wget aufzurufen. KDE stellt eine entsprechende Klasse namens KProcess zur Verfügung, die diese Aufgabe erledigt. Eine ihrer wichtigsten Eigenschaften besteht darin, es uns zu ermöglichen, auf eine einfache Art und Weise die Daten abzufangen, die an den Standardausgang stdout und den Standardausgang für Fehler stderr gesendet werden, was sich als nützlich erweisen kann.

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