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So, 29. März 2009, 00:00

C.U.O.N. und mobile Dienste

Das C.U.O.N.-System sowie der Client pyCuon ist eine Auftragsbearbeitung, Warenwirtschaft und allgemeine Datenverwaltung. Außerdem beinhaltet es ein Document Management System (DMS). Das komplette System steht unter der GPLv3. Moderne mobile Datendienste sind ein wichtiges Thema und ich möchte hier eine etwas außergewöhnliche Antwort geben.

Der Jabber-Client

Hiermit ist der Empfänger für den C.U.O.N.-Server gemeint. Da die Server-Module auf Python und Twisted basieren, bot sich hier »Twisted-Words« an, mit dem ein Jabber-Empfänger mit wenigen Zeilen realisiert werden konnte, der reine Empfänger-Teil waren keine 15 Zeilen.

Als erstes erwartet der Empfänger einen Login, also eine Nachricht mit folgenden Aufbau:

login username,password,mandanten-ID
Eine Jabber-Session mit C.U.O.N.

Jürgen Hamel

Eine Jabber-Session mit C.U.O.N.

Wenn alles OK ist, erfolgt die Rücksendung »Authentication successful«. Es wird eine Session-ID erzeugt und diesem Absender zugeordnet. Nach einer festgelegten Zeit wird die Session-ID ungültig. Nun werden andere Sätze akzeptiert und zum C.U.O.N.-Server weitergeleitet, dort ausgewertet und die Ergebnisse zum Sender zurückgeschickt.

Das Ergebnis

Nun haben wir alle Bausteine zusammen und können die Daten, die in C.U.O.N. sind, von allen Geräten und Orten nutzen. Dazu benötigen wir nur ein internetfähiges Gerät, also z.B. ein Handy mit Internet-Zugang, und darauf einen Jabber-Client.

Durch den Ausbau der AI wird es möglich sein, eine immer aufwendigere Kommunikation mit dem C.U.O.N.-Server abzuwickeln.

Da ich auch immer noch gerne Visionen habe, stelle ich mir dann in der Zukunft auch eine Sprachvariante vor, das heißt nicht mehr umständlich ins Handy tippen, sondern der Jabber-Client hat eine richtige Spracheingabe - Ich weiß, Zukunftsmusik, aber ich träume gerne! :-)

Für jetzt würde es mir schon reichen, wenn ein paar Leute es mit dem Handy oder dem PDA ausprobieren und ihre Ergebnisse ins Wiki eintragen würden. Das heißt also, dass im Wiki Empfehlungen eines Jabberclients für die verschiedenen Handy/PDA-Typen nachzulesen wären. Direkt auf der Startseite des Wikis habe ich dies beispielhaft eingerichtet. Auf Wunsch kann ich einen Testzugang zu einen Cuon-Server einrichten, einfach eine Mail an Cuon Testzugang senden und ich sende dann die Zugangsdaten per Email zurück.

C.U.O.N. im Grid

OK, ich gebe es zu, diese Überschrift ist ein wenig irreführend. Hier ist nicht das Amazon-Grid gemeint! Aber ich möchte Sie auch einmal auf das OpenSimulator Project hinweisen. Dies ist ein Projekt zur Erzeugung virtueller Welten, und C.U.O.N. hat auch ein eigenes Grid mit mehreren Sims. Ziel ist es, C.U.O.N. besser und intuitiver darzustellen als es im normalen Internet möglich ist.

Die Cuon Sim

Jürgen Hamel

Die Cuon Sim

So kann ich dort Erklärungen und Beispiele viel besser machen als im Internet, alles ist schneller und einfacher zu gestalten als eine Webseite. Da ebenfalls später Voice-Konferenzen möglich sind, ist dies eine wirklich interessante, neue Welt. Ich danke hier auch meinen brasilianischen Freunden Debby, Khatia und Silva für ihre Bauarbeiten an der Cuon-Sim. Schauen Sie doch einfach mal rein, der Account ist selbstverständlich kostenlos. Und für diejenigen unter Ihnen, die das alles mal antesten möchten, stehen zwei Sims (jeweils 65.000 qm) rund um Linux und Linux-Distributionen zur Verfügung. Einfach eine Mail oder IM an mich und wir können das besprechen.


Fazit

Linux ist auf dem Desktop der Firmen längst angekommen. Mit Programmen wie OpenOffice, Evolution, KMail, Mozilla Firefox, Mozilla Sunbird, VYM, vielen anderen und natürlich C.U.O.N. lässt sich schnell und einfach alles im Büro erledigen. Alle der von uns betreuten Firmen setzen inzwischen Linux auf dem Desktop ein. Für proprietäre Windows-Programme gibt es entweder einen Windows-Terminalserver, Wine oder Virtualbox bzw. VMWare. Aber immer seltener wird Windows benötigt.

Gerade die hervoragenden Netzwerkeigenschaften von C.U.O.N. sorgen dafür, dass das Arbeitsleben in einer mobilen Gesellschaft viel reibungsloser funktioniert. Daten, die von einem Außendienstmitarbeiter erfasst werden, können sofort weiter bearbeitet und genutzt werden. Dokumente und Daten sind überall verfügbar. Mein Arbeitsplatz im Büro oder auf dem Notebook funktioniert genauso wie ein Arbeitsplatz zu Hause. Mit dem PDA kann ich im Lager direkt Daten eingeben. Durch die Nutzung verschiedener GUIs lässt sich C.U.O.N. sehr flexibel anpassen. Jeder Anwender kann eigene Masken benutzen. Vorlagen, Listen und Reports sind individuell anpassbar und sogar für Mandant oder Benutzer anpassbar. Da der Client neben Linux auch andere Betriebssysteme wie Microsoft Windows oder Mac OS X unterstützt, steht einem universellen Einsatz von C.U.O.N. im Unternehmen nichts entgegen.

Hilfe, Dokumentation, Sourcen

Ein umfangreiches Wiki mit dem Adminhandbuch und dem Benutzerhandbuch (beides in Deutsch) ist auf der Homepage vorhanden. Dort ist auch die API-Dokumentation sowie ein Schaubild vorhanden.

Ebenfalls stehen dort sowie auf Berlios Downloadmöglichkeiten zur Verfügung. Auf www.cuon.org stehen ebenfalls Cuon-Clients für Linux und Windows mit grafischem Installer zur Verfügung. Aktuelle Schnappschüsse kann man übers SVN von Berlios beziehen.

Per Email kann man mich unter J. Hamel erreichen, einen Jabberzugang gibt's natürlich auch: jhamel@cuonsim2.de.

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