Login
Immer anmelden
SSL Login

 
Newsletter
Werbung
Shopping
International Shopping
 
 


Yatego Shopping bei über 10000 Händlern und über
3 Mio. Artikel.


Linux

:

Linux-Bücher

Handy
Shop

  und Computer.

Viele Services

:

Apple iPad Reader,


Ratgeber,

 

Techniktops,

 

Yatego Clicks

  & über 3000

Gutscheine.

 
Di, 15. Dezember 2009, 00:00

Erfahrungsbericht zum Wacom Bamboo

Stifttabletts unter Linux

Wer viel mit Fotos und anderen Grafikanwendungen arbeitet, kommt vielleicht auf die Idee, in ein Stifttablett zu investieren. Dass dies auch unter Linux sehr lohnenswert sein kann, zeigt der folgende Erfahrungsbericht.

Der erste Betrieb

Natürlich konnte ich es kaum erwarten, als mein Bamboo angekommen war, es direkt zu testen. Also Rechner an und Ubuntu gebootet, der Anschluss erfolgt dann ganz einfach wie bei einer Maus per USB, nach dem Anschließen leuchten direkt die Extratasten in Blau auf. Am Anfang stand natürlich die Frage, ob es denn tatsächlich ohne Probleme gehen sollte, und ja, das tat es. Ohne jedes Problem konnte man den Mauszeiger direkt per Stifteingabe bedienen. Dies ist für die ersten zehn Minuten noch etwas komisch, stellt doch die Eingabefläche des Tabletts den ganzen Bildschirm dar. Dies ist der »Absolut-Modus«, welcher aber auch auf »relativ« geändert werden kann, dann setzt der Stift die Bewegungen an der letzten Position fort. Auch dass der Stift immer ein paar Millimeter über dem Tablett bewegt werden muss, ist zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig, geht allerdings nach wenigen Minuten problemlos von der Hand und ist ähnlich dem Fahrradfahren ­ einmal gelernt ist es für immer drinnen. Einzig die Benutzung der Tasten am Stift, welche mit verschiedenen Funktionen belegt werden können (z.B. Rechtsklick) braucht etwas länger, weil der Stift eben rund ist und man am Anfang nicht darauf achtet, dass die Tasten beim Greifen nach dem Stift auch in einer erreichbaren Position liegen.

Das Gefühl beim Zeichnen und Schreiben fühlt und hört sich gewollt leicht kratzig an und vermittelt ein sehr realistisches Gefühl vom Stift auf Papier. Dass die A6-Fläche vielleicht zu klein sein könnte, erwies sich glücklicherweise als unbegründet. Wenn der Stift im Absolut-Modus eingesetzt wird, sind die Bewegungen teils recht weit. Eine Sache, die aber ebenso in Windows nervt, ist der Fakt, dass man durch leichtes Zittern den Stift selten 100% ruhig hält, was bei Infoboxen zu Icons nerven kann, vor allem wenn man sich irgendwo neu einarbeitet ­ also heißt es hier, den Stift hoch genug halten. Auch hat man sich nach nicht einmal einer Stunde daran gewöhnt, dass man eben mit der Hand zeichnet, aber auf das Display schaut, und erreicht eine ähnliche Genauigkeit wie beim Zeichnen auf Papier.

Das USB-Kabel kann abgezogen werden

Gabriel Böhme

Das USB-Kabel kann abgezogen werden

Nach ein paar Tagen

Hat man einmal angefangen mit dem Zeichnen in GIMP, Inkscape oder meinem neuen Favoriten »MyPaint«, kann man sich nicht erklären, warum man nicht schon vor langer Zeit ein solches Brettchen bestellt hat. Einfach rumkritzeln, den eigenen Namen schreiben und richtige Bilder und Skizzen »zu Display bringen« ist einfach immer wieder faszinierend und macht unheimliche Freude. Der Spaßfaktor stimmt also. Aber natürlich soll auch die Arbeit mit dem Tablett erleichtert werden ­ auch das kann der Fall sein, je nachdem, welche Arbeit man gerade verrichten möchte. So werden vor allem Fotomonteure ihre reinste Freude haben: Augen korrigieren, Masken anfertigen, mal eben ganz leicht Nachbelichten oder Abwedeln ­ alles kein Problem mehr, dank Druckstufen. Anderseits ist das Tablett als Mausersatz nicht so sehr geeignet, wenn man viel Text zu tippen hat, denn hier ist es eher umständlich, den Stift aus dem Halter zu nehmen, um vielleicht nur ein paar Zeilen zu markieren. Aber bei sonstigen Aufgaben macht das Bamboo großen Spaß und ist ähnlich geeignet wie eine Maus. Beim Surfen ist es sogar bequemer, weil man einfach den Stift in den Fingern behält, während man schnell eine Adresse tippt. Wenn man KDE nutzt, ist das kleine »+« an Ordnern und Dateien mit einem Stift der neue Freund, denn wenn man schnell und effizient Ordner auswählen will, ist diese Funktion super geeignet und dank der Präzision des Stiftes sehr schnell und die Klicks genau. Aber auch Gnome macht eine gute Figur und lässt sich sehr gut steuern. Also geht auch das Arbeiten sehr gut von der Hand, auch wenn man bei einigen Anwendungen dann doch lieber zur Maus greifen sollte.

Programme

Vor allem für Fotoarbeiten ist bei mir das Bamboo gelandet und Fotos werden unter Linux eben meist mit GIMP bearbeitet. Daher wünscht man sich dort natürlich als erstes den vollen Umfang des »kleinen Schwarzen«; dieser ist allerdings nur dann verfügbar, wenn man unter Bearbeiten ­ Einstellungen ­ Eingabegeräte ­ Erweiterte Eingabegeräte konfigurieren... alle Wacom-Einträge auf »Bildschirm« setzt. Dann sollten ohne weitere Probleme die Drucksensivität funktionieren und auch das Umschalten auf den Radiergummi, wenn man den Stift herumdreht ­ eine wirklich nützliche Funktion.

Der Packungsinhalt

Gabriel Böhme

Der Packungsinhalt

Neben GIMP oder Inkscape (womit ich bisher nie richtig gearbeitet habe) können aber auch andere Programme ganz interessant sein, so beispielsweise »MyPaint«. Hier kann man einfach auf eine weiße Fläche mit verschiedenen Farben und Pinseln (welche auch Stifte sein können, oder Ölfarben nachahmen) malen; es ist somit besonders geeig- net für kleine Skizzen, oder auch um »echte Bilder« zu malen.

Ein weiteres sehr nützliches Programm ist »Xournal«, welches quasi das Pendant zum »Journal« unter Windows ist. Auf eine linierte, karierte oder weiße A4-Seite können hier einfach Texte, Notizen und alles andere niedergeschrieben und gespeichert werden.

Ebenfalls an Windows Vista bzw. Windows 7 angelehnt ist der »Cellwriter«, welcher es erlaubt, handschriftlich Wörter, Sätze etc. zu schreiben und als normalen Text z. B. in OpenOffice einzufügen. Beim Probieren erwies sich das Ganze jedoch als weniger bequem als beim Windows-Äquivalent, weil man Buchstaben jeweils einzeln schreiben muss und nicht zusammenhängend. Dadurch lohnt es sich fast nicht, wenn man bereits in einem vernünftigen Tempo tippen kann.

Sicherlich gibt es noch andere interessante Programme. Glaubt man Postings verschiedener Foren, wird der Stift auch ohne größere Probleme in einem WINE ­ Photoshop seinen Dienst verrichten. Auch die meisten anderen Zeichen- und Fotoapplikationen (z. B. Krita) unterstützen wohl Druckstufen und andere Funktionen, wobei der Radiergummi meist nicht durch einfaches Herumdrehen aktiv wird.

Kommentare (Insgesamt: 3 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Score: 3 zu schnell (welches ubuntu?, Do, 18. Februar 2010) Score: 3 welches ubuntu? (betriebssystem, Do, 18. Februar 2010)
Score: 3 Cellwriter (Alex, So, 3. Januar 2010)
Pro-Linux
Newsletter
Neue Nachrichten