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Fr, 4. Dezember 2009, 00:00

Fedora 12

Kurze Vorstellung der zwölften Fedora-Ausgabe

Fedora 12 ist am 17. November 2009 erschienen und wartet mit aktualisierten Desktops und einer Vielzahl von neuen Funktionen auf. Dieser Artikel versucht einen Eindruck von der Distribution mit Schwerpunkt auf den Neuerungen zu geben.

Fedora hat unter anderem das Ziel, die neuesten Entwicklungen aus der Open-Source-Welt schnell zu den Anwendern zu bringen. Der Preis für die große Aktualität ist jedoch, dass eine Vielzahl von Features unfertig ausgeliefert wird. Bereits kurz nach der Veröffentlichung von Fedora 12 standen über 100 Updates bereit, und das nur für eine Standardinstallation. Dies könnte auf der einen Seite als mangelnde Qualität ausgelegt werden. Andererseits passt es eher zu den Prinzip von freier Software, häufig neue Versionen bereitzustellen und von den Benutzern testen zu lassen. Dass verschiedene Zielgruppen andere Anforderungen haben, ist klar. Auf der anderen Seite ist aber auch zu sehen, dass die Fehler korrigiert werden, und das auch noch schnell.

Trotz einiger bereits erfolgter Updates zeigte Fedora 12 eine Reihe von Problemen. Glücklicherweise kam man mit Geduld und einigen Workarounds meist doch zum Ziel. Dennoch kann man Fedora Heimanwendern und Anfängern kaum empfehlen. In anderen Distributionen laufen die meisten Dinge etwas runder und sie bieten mehr Hilfestellung, wenn etwas schiefgeht. Die Zielgruppe von Fedora dürfte auch eher bei bereits in Linux erfahrenen Anwendern und Entwicklern liegen. Für diese dürften die Aktualität und die zahlreichen Innovationen ein gewichtiges Argument sein. Auch als Desktopsystem in Firmen und Organisationen ist Fedora 12 durchaus geeignet, allerdings nur, wenn die Wartung von erfahrenen Administratoren übernommen wird.

Um das Ganze etwas positiver abzuschließen, sei jedoch daran erinnert, dass in Fedora auch eine riesige Menge Technologie steckt, die einfach funktioniert, aber hier nicht weiter erwähnt werden kann. In den Bereichen Virtualisierung, Tracing, SELinux und vielem mehr nimmt Fedora eine Vorreiterrolle ein, nicht zuletzt durch die zahlreichen Red-Hat-Mitarbeiter, die hier mitwirken. Für die Zielgruppe ist das ein Grund mehr, Fedora einzusetzen.

  • Dieses Werk wurde unter der GNU Free Documentation License veröffentlicht. Das Kopieren, Verbreiten und/oder Modifizieren ist erlaubt unter den Bedingungen der GNU Free Documentation License, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation. - Weitere Informationen
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