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Mo, 1. Januar 2001, 00:00

TUX&GNU@school - Ausgabe 6

Die Kolumne TUX&GNU@school berichtet monatlich jeweils über ein Stück freie Lernsoftware, eine Homepage zum Thema und eine leicht umzusetzende Idee.

Die Kolumne TUX&GNU@school [2] berichtet mehr oder minder regelmässig jeweils über ein Stück freie Lernsoftware, eine Homepage zum Thema und eine leicht umzusetzende Idee. Diesen Monat geht es um QCad [3], ein freies 2D-CAD Programm, um die Homepage von Schoolforge.net [4], und um die Idee "Kleinkinder machen Musik".

Herzlich willkommen zur sechsten Ausgabe. Mittlerweile ist es schon ein Jahr her, dass ich die erste Ausgabe [5] von TUX&GNU@school veröffentlicht habe und wir sind trotzdem erst bei der sechsten. Aus dem Versuch "monatlich zu berichten" wurde wohl nichts und darum habe ich dies in der Einleitung auch nach "mehr oder minder regelmässig" geändert. Doch der Versuch soll aufrecht erhalten werden, und sollte es mir gelingen, einen regelmässigen, ggf. monatlichen Zyklus einzuhalten, werde ich die Einleitung wieder ändern. An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Kolumne nun auch auf Französisch [6] erhältlich ist. Dies ist Anne-Marie Mahfouf zu verdanken, für deren Arbeit ich mich hiermit ganz herzlich bedanken möchte. Weiterhin wird die TGS von nun an auch als Newsletter zu abonnieren sein. Eine Einschreibemöglichkeit und weitere Informationen dazu findet ihr auf unserer Homepage [7]. Nun aber genug Neuigkeiten zu uns selbst, ab zum ersten Thema.

QCad-Startoberfläche

Mario Fux

QCad-Startoberfläche

QCad, ein freies 2D-CAD Programm

Bisher wurde an dieser Stelle immer Software für die Unter- und Mittelstufe vorgestellt. Heute soll darum mal ein Programm Erwähnung finden, welches wohl eher für Schülerinnen oder Lehrer der Oberstufe geeignet ist. Weiterhin wäre QCad [3] sicher auch für technische Fachhochschulen und Ingenieurschulen von Interesse.

Getestet habe ich die Version 1.4.7 vom 24. März 2001 unter Debian GNU/Linux [8] testing, wobei die aktuelle Ausgabe die Versionsnummer 1.5.4 trägt. Als Lizenz hat der Autor Andrew Mustun die GNU GPL ausgewählt. Unter Debian und debian-basierten Distributionen ist das Programm mittels "apt-get install qcad" zu installieren. Unter rpm-basierten Distributionen benutzt man den entsprechenden Paketmanager oder gibt auf der Kommandozeile folgende Befehl ein: rpm -i <qcad-paketname>.rpm. Bevor ich aber mit der eigentlichen Vorstellung oder Betrachtung des Programmes anfange, muss ich darauf hinweisen, dass meine Fähigkeiten und Kenntnisse im CAD-Bereich nicht gut genug sind, um der Qualität und dem Umfang von QCad gerecht zu werden. Darum an dieser Stelle nur ein kurzer, laienhafter Überblick. Wer mehr dazu erfahren will, sei auf die Homepage [3] und die umfangreiche und mehrsprachige Dokumentation [9] hingewiesen. Auch das Programm selber wurde übrigens auf mindestens ein Dutzend Sprachen übersetzt. Dies ist auch gleich der, neben der Einstellung der Masseinheit, erste Punkt, den man beim ersten Start von QCad an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

QCad mit Tux-Skizze

Mario Fux

QCad mit Tux-Skizze

Danach erblickt man sogleich die Oberfläche des Programms (siehe Abbildung 1), aufgeteilt in die Menü- und Symboleiste am oberen Rand, die Funktionsleiste am linken Rand und die Layerliste und den Library-Browser am rechten Rand. Wird auf ein Funktionssymbol geklickt, erscheint eine neue Reihe von Unterfunktionen, wobei man jeweils mit einem Rechtsklick bzw. dem Drücken der Taste <ESC> zurück zur vorherigen Funktionsgruppe bzw. zu den Grundfunktionen kommt. Zu den Grundfunktionen gehören dabei: Punkte, Linien, Bögen, Kreise, Text konstruieren, Bemassung, Schraffuren erstellen, Messen, Markieren und Editieren. Sehr positiv ist mir dabei aufgefallen, dass, sobald man sich für eine Funktion entschieden hat, in der Mitte der unteren Statusleiste angegeben wird, was die linke und rechte Maustaste ab nun bewirken. Rechts daneben ist dabei kurz die angewählte Funktion beschrieben. Auf der linken Seite der Statusleiste werden bei entsprechend ausgewählten Funktionen die absoluten und relativen Koordinaten der Mauszeigerposition angegeben.

Hat man sich dann ein wenig ins Programm und seine Möglichkeiten eingelesen, kann es auch schon losgehen mit der Konstruktion eigener Skizzen. Aus der beiligenden Symbol- und Skizzen-Bibliothek können einige vorgefertigte Skizzen und Muster ausgewählt und eingefügt werden. Enthalten sind dabei ein paar Kugellager-, Schrauben- und Fahrradteile-Zeichnungen. Natürlich darf bei einem Programm für GNU/Linux auch der Pinguin TUX nicht fehlen (siehe Abbildung 2). Weiterhin sind ein paar Formularvorlagen enthalten. In der Symbolleiste unter dem eigentlichen Menü finden sich hauptsächlich Buttons für Dateifunktionen (Öffnen, Speichern, etc.), verschiedene Ansichtsmöglichkeiten, die obligatorischen Rückgängig- und Wiederherstellen- Knöpfe, sowie ein paar Funktionen zur Darstellung der Linien oder des Arbeitsblattes selber.

Hat die angehende Maschinenbauzeichnerin dann ihre Skizze fertiggestellt, kann sie diese in den Formaten Drawing Exchange (*.cxf), EPS (*.eps) oder Font (*.cxf) abspeichern. QCad kann zusätzlich zu den bereits genannten (exklusiv EPS) auch Dateien in den Formaten Microstation (*.dgn) und HPGL (*.plt *.hpgl *.inc) öffnen und bearbeiten. Wie man vielleicht nun sieht, ist die Software "nur" in technischen Berufen und Schulen sinnvoll einsetzbar, wobei es vielleicht nur mal einen mutigen Lehrer bräuchte, der sich mit QCad auseinandersetzt und es vielleicht im Geometrieunterricht einzusetzen versuchte.

Soweit zur Vorstellung der 2D-CAD Software QCad. Es bleiben eigentlich nur noch zwei Dinge zum Schluss: Erstens, QCad wurde auf zahlreiche Plattformen portiert, es läuft also nicht nur auf dem (meist) heimischen ix86er. Und zweitens, recht herzlichen Dank an Mustun und seine zahlreichen Helfer [10] für dieses wunderbare Stück Software.

Nun aber weiter zur Homepage dieser Ausgabe.

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