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Mo, 1. Januar 2001, 00:00

TUX&GNU@school - Ausgabe 3

Die Kolumne TUX&GNU@school berichtet monatlich jeweils über ein Stück freie Lernsoftware, eine Homepage zum Thema und eine leicht umzusetzende Idee.

Die Kolumne TUX&GNU@school [2] berichtet monatlich jeweils über ein Stück freie Lernsoftware, eine Homepage zum Thema und eine leicht umzusetzende Idee. Diesen Monat geht es um KGeo, ein freies Geometrieprogramm für KDE, um edux.ch, dem Info-Portal für Schweizer Schulen und GNU/Linux und um die Idee "Textfilter - Filter mal positiv eingesetzt".

Herzlich willkommen zur dritten und letzten Ausgabe von TUX&GNU@school, "letzten" nur im Sinne der Dreier-Vorserie, die mit dieser Ausgabe zu Ende geht. Es steht nun also definitiv fest: Die Kolumne wird weiterhin monatlich erscheinen. Ab nächsten Monat gibt es sogar einiges an Neuem, dazu aber dann nächstes Mal mehr. Nun gleich zum ersten Punkt.

KGeo - Geometrie mit der Maus

Bei KGeo [3] [4] handelt es sich um ein freies Geometrie-Lernprogramm, dass mittlerweile zum KDE-Edutainment Projekt [5] gehört. Es wird von Marc Bartsch entwickelt und ist im Moment auf deutsch und englisch erhältlich. Getestet habe ich die Version 1.0.2 unter Debian GNU/Linux 3.0 und KDE 2.2.2.

Nach dem ersten Start erblickt man gleich das Hauptfenster von KGeo, in dem die einzelnen Funktionsleisten sauber links und rechts angeordnet sind. In der Mitte ist die Konstruktionsfläche mit einem hinterlegten Koordinatensystem zu sehen. Ganz allgemein ist die Oberfläche nicht mit Funktionen überladen und damit schön übersichtlich. Das Programm besitzt neben der Menüleiste bis jetzt fünf weitere Funktionsleisten, welche jede Benutzerin selber frei anordnen kann. Dabei sind drei Funktionsleisten zur Konstruktion von geometrischen Objekten gedacht, eine weitere enthält Funktionen zum Messen und Berechnen von Längen, Flächen, etc. und die letzte Leiste beinhaltet allgemeine Mittel, die man z.B. zum Löschen oder Bewegen von Objekten braucht.

Wenn der Benutzer mit KGeo arbeitet, befindet er sich immer in einem von drei Modi. Dies sind der Konstruktionsmodus, der Zugmodus oder der Spurmodus. Im Konstruktionsmodus ist es möglich, geometrische Objekte wie Punkte, Strecken, Geraden oder Dreiecke zu erstellen, weiterhin sind aber auch Methoden für Vektoren, Mittelpunkte, Parallelen oder Winkel vorhanden. Durch Verknüpfung dieser Objekte und Methoden stehen dann auch weitergehende Konstruktionen wie die Spiegelung, Translation oder Drehung zur Verfügung. Wenn es um das Ausmessen der gezeichneten Figuren geht, gibt einem der Entwickler Werkzeuge zum Bestimmen der Kreisfläche, Ausmessen von Distanzen, Bestimmen von Winkeln oder Steigungen und Berechnen des Kreisumfanges in die Hand. Sämtliche Konstruktionsknöpfe werden durch das Informationsfensterchen, das erscheint, wenn sich die Maus über einem Knopf befindet, und durch einen kurzen Satz in der Statusleiste so gut erklärt, dass ein Einarbeiten gar nicht nötig ist und man gleich mit eigenen "Werken" beginnen kann.

KGeo und der Satz des Thales

Mario Fux

KGeo und der Satz des Thales

Im Zug- oder Ziehmodus können die einzelnen Objekte im Koordinatenkreuz verschoben werden, Abhängigkeiten wie die Achsenspiegelung oder eine Drehung um einen bestimmten Winkel bleiben dabei erhalten bzw. werden laufend geometrisch richtig nachgeführt. Indem man den Spurmodus miteinschaltet, dies ist für jeden Punkt einzeln einstellbar, kann man dann auch die genaue Bewegung des oder der Punkte verfolgen. Ist man dann mit seiner Zeichnung zufrieden und möchte sie nicht nur speichern, sondern vielleicht auch gleich am nächsten Tag der Lehrerin unter die Nase halten, wäre es wohl am besten, das Bild gleich auszudrucken. Natürlich auch das kann KGeo.

Trotz der einfachen Bedienung steht der angehenden Geometriemeisterin natürlich auch noch ein englisches und ein deutsches Handbuch zur Verfügung. Dieses ist recht kurz und knapp, aber trotzdem gut und leicht verständlich aufgebaut. Ganz besonders gefällt mir dort der Abschnitt "KGeo im Unterricht", indem Konstruktionen für den Einsatz im Schulunterricht beschrieben werden, bisher allerdings "nur" die Thaleskreiskonstruktion. Dies könnten aber doch sicher einige TUX&GNU@school-LeserInnen ändern ?!? Wenn wir sowieso schon beim Einsatz von KGeo in der Schule sind, möchte ich noch auf die Möglichkeit hinweisen, KGeo mittels eines Knopfdruckes in den Kioskmodus zu schalten. In diesem Modus wird das Koordinatensystem samt Zeichnung auf Vollbildschirm umgeschaltet, es ist dabei dann allerdings nicht mehr möglich, weitere Objekte hinzuzufügen. Zum Schluss des Berichtes muss ich allerdings noch einen Wehrmutstropfen anfügen. KGeo scheint nicht mehr weiterentwickelt zu werden, jedenfalls im Moment. Trotzdem natürlich ein grosses Dankeschön auch an Marc für das Programm, hat mir, und sicher nicht nur mir, sehr gut gefallen.

Nun aber weiter zum Zuhause der ALIS - Arbeitsgruppe Linux an Schulen.
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