Login


 
Newsletter
Werbung
Mo, 5. Januar 2009, 00:00

Das Open-Source-Jahr 2008

Ein kleiner Rückblick

Richard Stallman, Gründer von GNU

Richard Stallman

Richard Stallman, Gründer von GNU

Freie Software erreicht mittlerweile die Massen. So macht man sich immer mehr Gedanken über Benutzbarkeit (OpenUsability hilft KMyMoney und Tine 2.0 am 17. Juli, Die schlechte Benutzbarkeit freier Software am 5. August, IBM: »Hört auf, Windows zu kopieren« am 8. August und Canonical will Benutzbarkeit freier Software verbessern) am 12. September oder Attraktivität (Mark Shuttleworth fordert attraktiveren Desktop am 24. Juli).

Unternehmen

Auch in diesem Jahr erhalten wieder zahlreiche Open-Source-Unternehmen Kapital, so Alfresco (9 Mio. USD), WordPress (29,5 Mio. USD), Funambol (12,5 Mio. USD) und Open-Xchange (6 Mio. Euro).

Adobe

Adobe FlashPlayer 10 erscheint am 15. Oktober, wieder nur in 32 Bit. Doch am 17. November erscheint endlich auch eine Version in 64 Bit. Auch AIR 1.5 erscheint erstmals für Linux.

Asus

Asus will alle Mainboards mit Linux ausstatten, wie am 15. Mai verkündet wird - leider nicht als vorinstalliertes System oder mit Coreboot, was sinnvoll gewesen wäre, sondern als Bootoption zum Surfen im Internet.

Atheros

Atheros wird zum Linux-Unterstützer, nachdem es am 17. April einen Kernel-Entwickler eingestellt hat. Am 29. September wird der HAL (Hardware Abstraction Layer) unter eine freie Lizenz gestellt und damit ein weiteres Ärgernis eines proprietären Treibermoduls aus der Welt geschafft.

Cisco

Wenige Leute dürften den Netzwerkausrüster Cisco auf dem Radar gehabt haben, obwohl das Unternehmen intern wohl schon weitgehend auf Linux setzt. Am 28. August kauft Cisco PostPath, am 8. September Jabber, beide mit dem Ziel, die Messaging-Dienste in den eigenen Produkten zu erweitern.

Dell

Dell bringt am 24. Januar ein weiteres Linux-Notebook, das XPS M1330. Am 22. Februar wird die Palette noch um das Notebook Inspiron 1525 erweitert.

Google

Mit der Vorstellung eines eigenen Webbrowsers überrascht Google wieder einmal die Gemeinschaft. Allerdings wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird: Chrome erscheint zunächst nur für Windows, stellt sich als Angriff auf die Privatsphäre heraus, und Firefox 3.1 wird die meisten Vorteile von Chrome ebenfalls enthalten. Allerdings wird Firefox 3.1 2008 nicht mehr fertig, während Chrome am 12. Dezember in Version 1.0 erscheint - wieder nur für Windows, aber angeblich sind die Optionen, die die Privatsphäre gefährden könnten, standardmäßig abgeschaltet.

Intel

Setzt einen anderen Hut auf: Alan Cox

Dana Echtner

Setzt einen anderen Hut auf: Alan Cox

Intel kauft OpenedHand am 1. September, um seine Aktivitäten an der Moblin-Plattform zu verstärken. Am 24. Dezember wird bekannt, dass Alan Cox, einer der bekanntesten und produktivsten Kernel-Entwickler, zu Intel wechselt.

Mozilla

Am 8. Januar gibt Mitchell Baker hat das Amt des Geschäftsführers von Mozilla an John Lilly ab. Firefox macht zunächst Schlagzeilen mit der Meldung »Firefox noch nicht akzeptiert in Unternehmen«, was laut der Computerwoche an einer fehlenden zentralen Verwaltung mit automatisierten Updates sowie fehlendem kommerziellem Support liegt. Am 24. Januar feiert die Organisation Mozilla ihren zehnten Geburtstag, am 1. April darf man den 10. Jahrestag der Freigabe des Quellcodes des Netscape Communicator feiern.

Am 19. Februar wird Mozilla Messaging gegründet, das sich um die Weiterentwicklung des stagnierenden Thunderbird kümmern soll. Das Ziel, bis zum Ende dieses Jahres Thunderbird 3 zu veröffentlichen oder wenigstens den Status eines Release-Kandidaten erreichen, wird jedoch sauber verfehlt.

Nicht sehr beliebt macht sich Mozilla am 14. Mai mit der Erklärung, mit Firefox Daten sammeln zu wollen. Mitchell Baker erklärt am 30. September, dass diese alle anonymisiert sein sollen, und man lediglich an Benutzungsstatistiken des Internets denke. Am 20. August wird Mark Surman zum neuen Mozilla-Direktor ernannt.

Kommentare (Insgesamt: 0 || Kommentieren )
Pro-Linux
Gewinnspiel
Neue Nachrichten
Werbung