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Mo, 5. Januar 2009, 00:00

Das Open-Source-Jahr 2008

Ein kleiner Rückblick

Nokia

High-End-Telefon von Nokia

nokia.com

High-End-Telefon von Nokia

War Nokia schon früher mit seinen Linux-basierten Internet-Tablets und der Maemo-Plattform ein aktiver Teilnehmer am Linux-Ökosystem, sollte sich dies 2008 noch enorm verstärken. Am 28. Januar kauft Nokia Trolltech für umgerechnet etwa 104 Millionen Euro und wird somit Eigentümer der Qt-Bibliothek. Die Lizenz ändert sich dadurch nicht, kurz vorher wurde Qt bereits unter die GPLv3 gestellt. Aber am 1. Oktober kommt es zu Namensänderungen: Trolltech wird zur Abteilung »Qt Software« und Qtopia wird zu »Qt Extended«.

Am 24. Juni erklärt Nokia, Symbian, an dem es bereits 48% Anteil hat, ganz übernehmen zu wollen. Das bisher proprietäre Symbian OS, deutlicher Marktführer bei Mobiltelefonen, soll in den nächsten zwei Jahren unter der Eclipse-Lizenz freigegeben werden.

In seinen High-End-Telefonen will Nokia künftig Linux einsetzen - noch ist die Ankündigung vom 5. Dezember aber nicht Realität.

Novell

Auch Novell hat viel Geld auf der Bank und kauft drei andere Firmen auf - SiteScape, einen Anbieter einer freien Software für Team-Zusammenarbeit, am 14. Februar, PlateSpin, einen Anbieter von Software für die Verwaltung von virtuellen Maschinen, am 26. Februar, und Managed Objects, Anbieter von Produkten zur Unternehmens-Service-Verwaltung, am 16. Oktober.

Der zweite Servicepack für SUSE Linux Enterprise 10 erscheint am 22. Mai und damit synchron mit RHEL 5.2. Neben Verbesserungen der Virtualisierung und neuen Treibern bringt es ein Werkzeug zur Verwaltung der Updates und mehr Interoperabilität mit Microsoft.

Novell kündigt am 12. November ein Umstellungsprogramm für SUSE Linux Enterprise Server an - der Konkurrenzkampf zwischen den Distributoren wird härter.

OpenMoko

Neo FreeRunner

openmoko.com

Neo FreeRunner

Am 3. Januar verkündet OpenMoko, dass es zu einem eigenständigen Unternehmen wurde. OpenMoko war im November 2006 angetreten, um »das mobile Ökosystem so offen wie den PC« zu machen. Die Firma wurde Mitte 2007 zu einer Abteilung von FIC, zur gleichen Zeit wurden die ersten Prototypen des Smartphones FIC Neo1973 ausgeliefert. Die Produktion der Geräte hingegen wurde weiter verschoben, das Weihnachtsgeschäft 2007 fiel für OpenMoko aus.

Anfang Juli gelangt dann das OpenMoko FreeRunner endlich in den Handel, wie am 25. Juni verkündet wird. Am 17. November bereinigt OpenMoko seine Software von MP2- und MP3-Codecs, um Problemen mit Softwarepatenten zu entgehen.

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