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So, 13. September 2009, 00:00

Einfach Easy Peasy

Mit Easy Peasy 1.1 kommt eine weitere Distribution für Netbooks ins Spiel. Eine möglichst einfache Installation und Bedienung stehen bei Easy Peasy im Vordergrund. Das hört man gerne und möchte es ausprobieren.

Hintergrund

Die aktuelle Version Easy Peasy 1.1, erschienen am 20. April 2009 und entstanden aus dem Ubuntu-Eee-Projekt, baut auf einem aktualisierten Ubuntu 8.10 auf. Mit der Namenswahl »Easy Peasy«, also die »kinderleichte« Distribution, erschließt sich auch schon die Zielsetzung des Projekts: Möglichst einfache Bedienbarkeit für jedermann, wobei der Fokus auf einem für Netbooks optimierten Betriebssystem liegt. Gleichzeitig respektiert man man durch die Umbenennung der Distribution von Ubuntu-eee nach Easy Peasy markenrechtliche Ansprüche seitens des Unternehmens Canonical Ltd. Das gilt sowohl für die doch anders gestalteten Bedienansprüche auf einem Netbook als auch für die Kompatibilität zur verwendeten Hardware. Einen Kompatibilitätsüberblick findet man auf der Projektseite, bei dem man gleichzeitig ob der Lückenhaftigkeit überrascht ist.

Hardware

Ausprobiert wird Easy Peasy auf einem Acer Aspire One (A 110L). Typisches Installationsmedium ist hier wieder einmal der USB-Stick, der für das Easy-Peasy-ISO schon eine Mindestgröße von 1 GB aufweisen sollte.

Um die ISO-Datei auf den USB-Stick zu bringen, empfiehlt sich Unetbootin. Auf eine Installation wurde verzichtet, da in diesem Review die Hardwareunterstützung und die Bedienbarkeit über das Netbook-Remix-Interface im Vordergrund steht.

Entscheidet man sich dagegen für eine Installation, so besteht auch kein Anlass für Befürchtungen irgendeiner Art - Easy Peasy setzt natürlich auf den unter Ubuntu erprobten Installer »Ubiquity«, Schwierigkeiten dürften so nahezu ausgeschlossen und der Installationsprozess im Wesentlichen identisch zu einer regulären Ubuntu-Installation sein.

Firefox auf der Easy-Peasy-Benutzeroberfläche

Thorsten Schmidt

Firefox auf der Easy-Peasy-Benutzeroberfläche

Hardwareunterstützung

Nach dem Bootvorgang zeigt sich alles in derzeit gewohnter Weise: Sämtliche Hardware des Acer-Netbooks wird anstandslos unterstützt. Gut, das wundert einen nicht, denn die Markteinführung des Netbooks liegt schließlich über ein Jahr zurück. Deshalb gibt es an dieser Stelle nur ein Link auf eine Liste der unterstützten Hardware des Acer Aspire One (A 110L).

Mitgelieferte Software

Easy Peasy 1.1 will es seinen Benutzern leicht machen. Natürlich lässt man auch hier das so häufig schon gehörte Mantra »Out-of-the-box« verlauten und liefert die Distribution standardmäßig mit installiertem Flash und Java, Skype und Google Picasa und somit auch mit nicht-quelloffener Software aus. Der Unterbau der Distribution besteht aus dem Kernel 2.6.27-8-eeepc, also einem speziell an Netbooks angepassten Kernel. Grundvoraussetzung, um die mitgelieferten Programme näher in Augenschein zu nehmen, ist die die Anpassung des Keyboard-Layouts, was über PreferencesKeyboard kein Problem darstellt. Nun möchte man auch gerne die mitgelieferte Software ausprobieren.

Skype

Nach der Einrichtung eines Testzugangs folgt man der typischen Testprozedur, man setzt also einen Testcall ab - und siehe da: Nichts funktioniert. Fehlermeldung: Problems with Audio-Playback.

Das konnte schnell über ein Umstellen der benutzten Sound-Devices gelöst werden. Danach funktionierte der Testanruf einwandfrei. Ob auch Telefonate mit Video-Unterstützung funktionieren, wurde nicht ausprobiert - zumindest die Einbindung der Webcam »Acer Crystal Eye« klappte in der Vorschau während des Einrichtens von Skype.

Mobiltelefon und Bluetooth

Die Synchronisation von Mobiltelefon und Netbook sollte auch ausprobiert werden. Nachdem das Pairing über den GNOME-eigenen Bluetooth-Assistenten funktionierte, stand dem immer wieder heiklen Experiment nichts mehr im Wege: Zum Einsatz kommen ein Sony Ericsson w890i, Wammu (V. 0.27) und Gammu (V. 1.20) und siehe da - Kontakte und Kalendereinträge konnten erfolgreich abgerufen, modifiziert und auf das Mobiltelefon zurückgespielt werden.

Die restliche Software dürfte mit dem Softwareumfang der Ubuntu-8.10-Veröffentlichung vergleichbar sein, also zum Beispiel GNOME 2.24, OpenOffice.org in der Version 3.0, Firefox 3.0.8, Evolution oder auch Pidgin 2.5.2. Um weitere Programme zu installieren, stehen als Softwarequellen die typischen Ubuntu-Repositorien zur Verfügung.

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