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So, 1. Mai 2005, 00:00

SUSE Linux Professional 9.3

Sechs Monate sind es her, dass SUSE mit [a 1.343]SUSE Linux Professional 9.2[/a] eine neue Version der Distribution ankündigte. Nun liefert der Nürnberger Distributor ein neues Release seines Produktes aus. Nach Aussagen des Herstellers bietet die neue SUSE Linux Professional 9.3 alles, was zeitgemäße Linux-Benutzer für zuhause und unterwegs benötigen. Das System umfasst demnach »ein stabiles und zuverlässiges Linux-Betriebssystem sowie eine umfassende Auswahl an Desktopanwendungen wie eine Office-Suite, Webbrowser, Instant Messaging Clients, Multimedia-Betrachter und Grafiksoftware«. Pro-Linux schaute sich die Distribution eine Zeitlang an und testete sie in einer produktiven Umgebung.

Lieferumfang

SUSE Linux Professional 9.3

Mirko Lindner (demon)

SUSE Linux Professional 9.3

SUSE liefert auch mit SUSE Linux Professional 9.3 den gewohnten Maximallumfang. Das Paket kommt mit drei DVDs und fünf CD-ROMs. Wie bereits in der Vorgängerversion unterstützt das Produkt neben x86-Prozessoren auch AMD Athlon 64 und die Intel Extended Memory 64-Technologie. Eine umfangreiche Dokumentation bestehend aus einem knapp 770 Seiten starken »Administrationshandbuch« und einem 330 Seiten starken »Benutzerhandbuch« runden den Lieferumfang ab.

Wie bereits in den Vorgänger-Versionen offerieren die Nürnberger mit SUSE LINUX 9.3 auch diesmal ein weitgehend aktuelles System. Das System basiert auf dem Kernel 2.6.11, KDE 3.4, GNOME 2.10, X.Org 6.8.2 und glibc 2.3.4. Zu den weiteren neuen Anwendungen gehören zudem OpenOffice.org 2.0 Beta, Novell Evolution 2.2.1 samt Ximian Connector, GIMP 2.2, Inkscape 0.41 sowie Nvu 0.80. Entfernt wurden dagegen der OLVWM (OpenLook Virtual Window Manager) und Xview.

Ein Schmankerl für alle SUSE-Nutzer dürfte die Beigabe weiterer kommerzieller Software sein. Exklusiv in SUSE Linux Professional 9.3 lizenzierte der Distributor auch diesmal das komfortable und einfach zu bedienende Homebankingprogramm Moneyplex 5 von Matrica. Ferner enthält SUSE Linux eine kostenlose Version der Textverarbeitung Textmaker sowie eine Version von Planmaker, einer Tabellenkalkulation aus dem Hause Softmaker. Zu den weiteren Beigaben der Distribution zählen weiterhin eine Demo-Version des Schnittstudios MainActor 5.0 von MainConcept, die Backup-Lösung SEP sesam sowie die Antivirus-Lösung »antivir« des deutschen Anbieters H+BEDV Datentechnik GmbH.

Installation

Der grafische Start der Distribution wirkt edel, verrät aber wenig

Mirko Lindner (demon)

Der grafische Start der Distribution wirkt edel, verrät aber wenig

Die fast schon obligatorisch geänderte Auswahl der Installation

Mirko Lindner (demon)

Die fast schon obligatorisch geänderte Auswahl der Installation

War die Installation einer Linux-Distribution noch vor ein paar Jahren etwas für Spezialisten, so hat sich hier mittlerweile viel getan. Alle großen Linux-Distributionen haben viel Entwicklungszeit in die Verbesserung des Installationsprozesses gesteckt, so dass eine Linux-Installation mittlerweile kaum Probleme bereiten sollte. Fast alle Anbieter konzentrieren sich mittlerweile auf die Pflege der Tools.

Bei unseren Tests, die wir gleich auf mehreren Systemen durchgeführt haben, bereitete das neue Produkt keinerlei Probleme. Die komplette Hardware, sei es bei einem Xeon-Server oder bei einem Desktop-System, wurde einwandfrei erkannt und sinnvoll konfiguriert. Lediglich auf einem Hammer-System, das kein Floppylaufwerk hatte, kleisterte der Syslogger das Log mit unsinnigen Meldungen zu.

Es soll allerdings erwähnt werden, dass unsere Tests keinesfalls eine Referenz darstellen und lediglich unser Bild des Distribution wiedergeben - je nach Hardware und Peripherie kann sie sich natürlich unterschiedlich verhalten.

Nach dem ersten Start von der beigelegten DVD wird man zuerst wie gewohnt von der Auswahl begrüßt. Das Blaue musste dem Grünen weichen und so präsentiert sich die neue SUSE in einem veränderten Look. Was danach folgt, ist die Überprüfung des Systems. In der Praxis bedeutet dies, dass der Nutzer mehrere Minuten auf einen sich nicht ändernden Bildschirm blickt. Es bedarf keiner großer Anstrengung, um zu erkennen, dass manch einer diesen Zustand als Absturz auffassen wird. Eine kleine Animation könnte die Situation sicherlich »entspannen«.

Nach einer Überprüfung des Systems startet SUSE nicht wie gewohnt die Vorschlagsseite, auf der alle Systemeinstellungen durchgeführt werden können, sondern eine neue EULA-Seite. Erst nachdem der Benutzer die im englischen gehaltenen Bedingungen akzeptiert hat, startet das Autoprobing und die Auswahl des Grundsystems.

Wichtiger Hinweis in Verbindung mit verschlüsselten Dateisystemen

Mit SUSE Linux 9.3 hat der Hersteller das Verschlüsselungsmodul loop_fish2 auf twofish umgestellt. Die Umstellung wurde laut Angaben von SUSE vorgenommen, da twofish zusammen mit cryptoloop sicherer ist und als Standardlösung für Kryptopartitionen eingesetzt wird.

Durch die Tatsache, dass beiden Module ein unterschiedliches On-Disk-Format verwenden, erkennt der beim Start von SUSE initiierte Dateisystemcheck die Partition fälschlicherweise als inkonsistent und versucht diese zu reparieren. Startet die Distribution einen solchen Check, führt dies unweigerlich zum Totalverlust aller Daten der Partition. Es wird deshalb dringend empfohlen, verschlüsselte Dateisysteme erst nach der Installation des Systems und nach einem Update des Skripte einzubinden. Sollten die Partitionen während der Installation eingebunden werden, darf auf keinen Fall ein Filesystemcheck auf die verschlüsselten Dateisysteme durchgeführt werden. Mehr Informationen finden alle Interessenten auf folgender Seite: http://portal.suse.com/sdb/de/2005/03/crypto_filesystem_93.html

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