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Mi, 9. April 2003, 00:00

GUUG-Frühjahrsfachgespräch 2003

Die German UNIX Users Group (GUUG) lud ein zu ihrer traditionellen Konferenz nach Bochum, und 170 Teilnehmer folgten ihrem Ruf. Natürlich war auch Linux angemessen vertreten.

Vorwort

Vom 26. bis 28. März 2003 fand das Frühjahrsfachgespäch der GUUG statt. In diesem Jahr war die Ruhr-Universität Bochum der Veranstaltungsort. Die Konferenz bestand aus einem Tag mit Tutorien, zwei Tagen mit Vorträgen und einer begleitenden, wenn auch kleinen, Ausstellung.

Lottental nahe der Ruhr-Universität

hjb

Lottental nahe der Ruhr-Universität

Tutorien

Die Veranstaltung begann bereits am frühen Mittwochmorgen mit den ganztägigen Tutorien. Die gut einhundert Teilnehmer waren daher überwiegend bereits am Vortag angereist. Viele waren im Sport- und Golfhotel Lottental untergebracht. Dieses liegt unweit der Universität recht idyllisch. Man kann es kaum glauben, daß ausgerechnet in Bochum, wo man nichts außer Industrie vermutet, unterhalb der Universität ein Landschaftsschutzgebiet mit Bergen, Tälern, Bächen und Wald liegt.

Die Teilnehmer verteilten sich auf die fünf Tutorien

  • »Intrusion Detection/Forensik« von Ralf Spenneberg (49 Teilnehmer)
  • »Speichernetze« von Ulf Troppens und Rainer Erkens (13 Teilnehmer)
  • »Configuring Exim 4« von Philip Hazel, dem Autor von Exim selbst (14 Teilnehmer)
  • »Java und XML« von Carsten Siedentop und Martin Schulte (6 Teilnehmer)
  • »Verteilte NT-Authentifizierung mit Samba und OpenLDAP« von Volker Lendecke (25 Teilnehmer)

Somit saß ich im kleinsten Tutorium. Doch ich war sehr zufrieden damit und lernte eine ganze Menge dabei. Den anderen wird es ähnlich gegangen sein. Meiner Meinung nach war allein das Tutorium schon die ganze Konferenz-Teilnahmegebühr wert.

Der größte der drei Hörsäle

GUUG e.V.

Der größte der drei Hörsäle

Konferenz

Der Donnerstag begann mit der Eröffnung der eigentlichen Konferenz. Die Zahl der Teilnehmer war nun auf 170 angewachsen gegenüber 130 vor einem Jahr. Das ist eine Steigerung von rund 30%. Die Keynote über »Die XML-Sprachfamilie« wurde von Prof. Klaus Birkenbihl gehalten, der auch Leiter des deutsch-österreichischen W3C-Büros ist. Er präsentierte seinen Vortrag mittels XHTML und CSS2 im Opera-Browser Version 7 unter Windows. Er erklärte, daß HTML schnell an die Grenzen gestoßen sei. XML sei zwar nicht der Weisheit letzter Schluß, da es voll von Kompromissen sei, aber es ist immerhin Standard. Einen kleinen Ausblick gab er auf XHTML. Während Version 1 nur HTML in XML-Syntax ist, wird XHTML 2.0 komplett auf XML aufsetzen. Dann stellte er noch kurz weitere XML-Standards vor, wobei besonders SVG hervorzuheben ist. SVG ist funktional vergleichbar mit Flash, aber eben frei.

Es schlossen sich die Vorträge an, von denen immer zwei gleichzeitig stattfanden. Man hatte die Wahl zwischen einem Track, der sich mit Sicherheit, Risiken und WaveLAN befaßte, und einem Track über Speichernetze, Cluster und Hochverfügbarkeit.

Es erübrigt sich, hier alle Vorträge aufzuzählen, da alle in dem offiziellen Programm zu finden sind.

Am Freitag gab es weitere Vorträge nach dem gleichen Schema. Die Qualität der Vorträge war überwiegend sehr gut, es gab aber auch zumindest einen, der den Zuhörern überhaupt nichts brachte. Am Nachmittag hielt dann Benedikt Stockebrand den letzten Vortrag mit dem Titel »Nach dem Boom: Ein Gesundheitscheck für IT-Systeme«, an den sich eine Podiumsdiskussion zu dem Thema anschloß. Sie markierte das Ende der FFG 2003.

Burg Blankenstein

GUUG e.V.

Burg Blankenstein

Quer durch die ganze Konferenz zog sich die Bemühung, eine Definition für das Berufsbild des Systemadministrators zu finden, was sich auch etwas in der Abschlußdiskussion zeigte. Dies ging von einer Gruppe innerhalb der GUUG, sage@guug, aus, und wird sicherlich noch einige Diskussionen zur Folge haben. Der Entwurf der Definition ist bei sage@guug zu finden.

Am Donnerstag schloß sich an das Konferenzprogramm der »Gesellige Abend« an. Dieser fand auf der Burg Blankenstein im Bergischen Land unweit von Bochum statt. Dort konnte man bei hervorragendem Essen mit den Kollegen Erfahrungen und Anekdoten austauschen. Die angenehmen Temperaturen machten es sogar möglich, bis zum Ende im Freien zu sitzen, auch wenn es zum Schluß etwas frisch wurde.

Fazit

Das FFG 2003 war eine hervorragend organisierte Veranstaltung, die sich wohl für alle Teilnehmer gelohnt hat. Wenn es sich einrichten läßt, bin ich auch im nächsten Jahr wieder dabei, denn man erhält immer eine Menge von Denkanstößen und neuen Ideen.

  • Dieses Werk wurde unter der GNU Free Documentation License veröffentlicht. Das Kopieren, Verbreiten und/oder Modifizieren ist erlaubt unter den Bedingungen der GNU Free Documentation License, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation.

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