Linux-Kongress über freie Software in der Verwaltung in Dornbirn
Am Freitag, dem 12. November 2005 fand in Dornbirn der erste LinuxKongress der Linux User Group Vorarlberg statt. Thema der eintägigen Konferenz war der Einsatz freier Software in der öffentlichen Verwaltung. Dazu hatten die Veranstalter Referenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeladen.
Überraschend präsentierte Peter Pfläging aus dem Referat für Netzwerkdienste und Security der Stadt Wien, dass die Stadt Wien bereits sehr früh damit begonnen hat, freie Software einzusetzen. Dabei wird Open-Source-Software nicht nur angewandt, sondern auch aktiv entwickelt und zur Community zurückgeführt. Beispiele sind das Apache-Modul für NTLM-Authentifizierung und weitere eigene Projekte auf Sourceforge. In Wien werden auf ca. 16.000 Computern ungefähr 1.100 verschiedene Anwendungen genutzt. Ein Drittel der Rechner hat keine Abhängigkeiten zu Microsoft Office oder Windows-Betriebssystemen. Diese könnten sofort auf freie Alternativen umgestellt werden. Diese Entscheidung liegt in Wien jedoch in den Händen der einzelnen Referatsleiter. Das Referat für Netzwerkdienste und Security bietet lediglich mögliche Produkte und den dazugehörigen Support. Die Stadt Wien hat begonnen, einen eigenen Linux-Client auf Debian-Basis zu entwickeln, welcher dann den Referaten wie auch den Mitarbeitern der Stadt zum privaten Einsatz angeboten wird.
Abschließend waren sich bei der Podiumsdiskussion alle Referenten einig, dass in Zukunft eine engere Zusammenarbeit angestrebt werden sollte.


