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Fr, 12. Dezember 2008, 00:00

Fedora 10

Die zehnte Fedora-Ausgabe vorgestellt

Fedora 10 ist Ende November 2008 erschienen und wartet mit einer Vielzahl von neuen Funktionen auf. Dieser Artikel versucht einen Eindruck von der Distribution mit Schwerpunkt auf den Neuerungen zu geben.

Vorwort

Die Installations-DVD bootet

Hans-Joachim Baader (hjb)

Die Installations-DVD bootet

Fedora 10 »Cambridge« erschien am 25. November 2008, rund sechseinhalb Monate nach Fedora 9. Damit gab es eine kleine Verzögerung gegenüber dem geplanten halbjährlichen Veröffentlichungszyklus, die nach den derzeitigen Planungen erst mit Fedora 12 wieder eingeholt werden soll. Der Grund ist, dass Fedora 11 die Basis von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 6 bilden soll und Red Hat daher, um die Qualität dieser Version sicherzustellen, die Entwicklungszeit nicht verkürzen will. Und was Red Hat wünscht, ist mit den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen in der Projektleitung immer noch ausschlaggebend.

Dennoch sind es nicht die Red-Hat-Mitarbeiter allein, die Fedora produzieren. Weltweit gibt es eine sehr aktive Entwickler- und Anwendergemeinschaft, die Fedora unterstützt. Nimmt man jedoch die Mitgliederzahlen in Online-Foren als Maßstab, so dürfte die Anzahl der Fedora-Anwender nur etwa 20% der Ubuntu-Anwender betragen. Im deutschsprachigen Raum ist Fedora sogar noch weniger verbreitet, hier sind es nur 5-10% der entsprechenden Zahlen von Ubuntu. Natürlich berücksichtigen diese Zahlen nicht, wieviele Mitglieder noch aktiv sind, und können daher nicht sehr genau sein, aber sie geben zumindest einen Anhaltspunkt.

Der Hauptgrund für die verspätete Veröffentlichung von Fedora 10 dürfte der Einbruch in einige Server von Fedora und Red Hat gewesen sein. Die Aufräumarbeiten benötigten etwas Zeit. Obwohl angeblich keine Schlüssel kompromittiert wurden, wurden danach die Schlüssel zum Signieren der Paketarchive ausgetauscht. Ein abschließender Bericht zu dem Vorfall wurde zwar für demnächst versprochen, ist aber immer noch nicht fertiggestellt.

Installation

Installer

Die Installation kann unter anderem mit einer kombinierten Live/Installations-CD oder mit einer DVD erfolgen. Im folgenden sehen wir die Installation von der DVD. Die Auswahl von Sprache und Tastatur, in Fedora 9 noch in einem Schritt vereinigt, erfolgt nun wieder separat.

Start des Installers

Hans-Joachim Baader (hjb)

Start des Installers

Sprachauswahl

Hans-Joachim Baader (hjb)

Sprachauswahl

Danach kann man einen Rechnernamen vergeben. Gegenüber Fedora 9 gibt es nur noch dann eine Konfiguration des Netzwerks, wenn sie benötigt wird. Die Einstellungen werden in das installierte System übernommen. Andernfalls setzt das System auf den Network Manager und richtet jede gefundene Netzwerkschnittstelle erst einmal so ein, dass DHCP verwendet wird. Nach der Installation kann man das bei Bedarf ändern.

Tastaturauswahl

Hans-Joachim Baader (hjb)

Tastaturauswahl

Eingabe eines Rechnernamens

Hans-Joachim Baader (hjb)

Eingabe eines Rechnernamens

Auf dem folgenden Bildschirm kann man die Zeitzone auswählen, danach folgt die Eingabe des Root-Passworts. Glücklicherweise mault das System hier nicht, wenn man ein schwaches Passwort eingibt. Da das System nicht wissen kann, zu welchem Zweck es installiert wird, wäre eine Passwortprüfung auch nicht angebracht.

Auswahl der Zeitzone

Hans-Joachim Baader (hjb)

Auswahl der Zeitzone

Festlegung des Root-Passworts

Hans-Joachim Baader (hjb)

Festlegung des Root-Passworts

Es folgt die Partitionierung, die auf Wunsch mit einem einzigen Klick (auf Weiter) erledigt werden kann. Für einfache Benutzer kann die vorgegebene Partitionierung durchaus ausreichend sein. Allen anderen empfehle ich, sich hierfür Zeit zu nehmen und alle Details der Partitionen festzulegen. Dadurch wird die Partitionierung zum aufwendigsten Teil der Installation, doch die Zeit ist sinnvoll angelegt. Die Option, die ganze Festplatte zu verschlüsseln, ist zumindest dann sinnvoll, wenn es sich um ein mobiles System handelt. Außerdem steht die Möglichkeit zur Verfügung, mit eCryptfs einzelne Verzeichnisse zu verschlüsseln. RAID und LVM stehen ebenfalls als Optionen bereit. Mittlerweile würde ich auf keinem System auf LVM verzichten, wenn es keinen wichtigen Grund dagegen gibt. Die Release Notes von Fedora geben auch gute Hinweise zur Partitionierung allgemein und zu LVM.

Mit der Möglichkeit, die zu installierende Software festzulegen, werden die Vorbereitungen zur Installation abgeschlossen. Hier kann man durchaus die Strategie verfolgen, zunächst ein eher spartanisches System zu installieren, um Zeit zu sparen, denn eine spätere Nachinstallation vom laufenden System aus ist einfach.

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