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Sa, 8. November 2003, 00:00

SuSE Linux Standard Server 8 - Erfahrungsbericht

Im Kurztest zeigt sich das SuSE-Produkt als eher unausgereift.

Vorwort

Seit Mitte September bietet die SuSE Linux AG den SuSE Linux Standard Server (SLSS) 8 an, der eine Vielzahl von Funktionen bieten soll. Neben der Nutzung als Gateway-, Mail- oder DNS-Server soll die Softwarelösung zum Betrieb eines Samba PDCs eingesetzt werden können. Mit dem neuen »Wollmilchsau«-Server will SuSE in erster Linie das »Small Business«-Marktsegment erobern. Der Kaufpreis von stolzen 520,00 EUR (inkl. MwSt.) enthält ein Jahr Maintenance Support von SuSE. Mit Erwerb des Paketes erhält der Käufer eine Box mit insgesamt vier CDs, zwei Handbüchern und dem Maintenance-Coupon. Drei der CDs enthalten die aktuelle Version von United Linux, die vierte den eigentlichen Standard Server.

Installation

Die Installation erfolgt von der Standard Server CD. Die Installationsroutine erinnert wie auch bei United Linux an SuSE 8.1. Somit stehen für die Grundkonfiguration die von Yast2 gewohnten Menüpunkte zur Verfügung. Die dort angebotenen Partitionierungsvorschläge sind sinnvoll und entsprechen den Anforderungen an den zu installierenden Server. Also habe ich zunächst versucht, die Paketauswahl festzulegen. Diese enthält neben den eigentlichen Konfigurationsprogrammen das X-Window System und KDE. Leider können letztere Pakete über Yast2 nicht abgewählt werden. Warum SuSE diese Möglichkeit nicht bietet, ist fraglich, da der Server komplett über ein Web-Frontend wartbar ist. Außerdem möchte ich nicht, daß auf meinem Server eine grafische Benutzeroberfläche wie KDE läuft, da diese weitere Angriffsmöglichkeiten von außen eröffnet.

Als Bootmanager wird allein GRUB angeboten. LILO-Liebhabern bleibt nur die nachträgliche Installation (jaja, ich weiß - Grub kann viel mehr).

Die Uhrzeit habe ich auf Systemzeit umgestellt und daraufhin die Paketinstallation angestoßen.

Nach dem ersten Neustart können essentielle Angaben wie das Root-Paßwort vergeben und Hardwarekomponenten wie Netzwerkkarten konfiguriert werden. Zusätzliche Benutzer können während der Installation nicht angelegt werden, da Benutzerdaten nur noch über das Web-Frontend in die LDAP-Datenbank eingepflegt werden sollen.

Darauf folgen SLSS-spezifische Konfigurationsdialoge, in denen abgefragt wird, ob der Server als Gateway fungiert, ob DNS aktiviert werden soll oder Samba mit PDC-Funktionalität genutzt werden soll. Der Anwender sollte genau wissen, welche dieser Dienste er später anbieten möchte, da die Einstellungen nachträglich nicht ohne Linux-Kenntnisse geändert werden können (SuSE wirbt damit, daß man nur über die Kenntnis der IP-Adresse verfügen muß, um den Server installieren zu können). Falls der Server als Gateway dienen soll, wird nach der Zugangsart und den Providerdaten gefragt. Diese können allerdings später über Yast2 geändert werden.

Nach erfolgreicher Konfiguration startet der SLSS in KDE, an dem man sich als Benutzer Root anmelden muß.

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