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Do, 5. Mai 2005, 00:00

Einstieg in Linux

Eine distributionsunabhängige Einführung

Vorwort

Cover von Einstieg in Linux

Hans-Joachim Baader (hjb)

Cover von Einstieg in Linux

Ein Buch »für ambitionierte Einsteiger und Windows-Umsteiger« will »Einstieg in Linux« des jungen Autorengespanns Steffen Wendzel und Johannes Plötner sein. Das Buch wird zum moderaten Preis mit einer multiboot-fähigen DVD ausgeliefert, auf der sich vollständige Versionen von Knoppix 3.4, Debian und Slackware befinden.

Am Rand sind vielfach Stichwörter angebracht sowie Icons, die auf bestimmte wichtige Dinge hinweisen und damit die Orientierung erleichtern sollen.

Jedes Kapitel beginnt mit einem mehr oder weniger geistreichen Zitat. Da die zitierten Personen überwiegend tot sind (Platon, Kant, Konfuzius u.a.), wollen wir aus Pietätsgründen einmal annehmen, dass sie zu den mehr geistreichen zählen.

Das Buch

Kapitel 1: Einleitung

Das Buch beginnt mit der Klärung der Frage, was Linux eigentlich ist. Nach einem kurzen Überblick wird die Geschichte von Unix und Linux knapp dargelegt. Gleich zu Anfang outen sich die Autoren als Shell-Fans (oder soll man Shell-Fanatiker sagen?). Das liegt zwar ganz auf meiner Linie, ob es Einsteiger anspricht, sei dahingestellt.

Kapitel 2: Installationsvorbereitung

Kapitel 2 und 3 beschreiben eine Slackware-Installation. Dementsprechend müssen zunächst einige Grundlagen geklärt werden, die Hardware-Kompatibilität muss sichergestellt werden und einiges mehr. Vieles davon wäre bei einer modernen SUSE-Installation nicht nötig. Aber es ist ja gerade die Intention der Autoren, das Grundwissen zu vermitteln, das bei grafischen Installationen weitgehend verdeckt wird.

Kapitel 3: Linux-Installation

Hauptsächlich wird die Slackware-Installation, ohne Umschweife, beschrieben. Ein paar Screenshots, ein paar Erläuterungen, fertig. War doch gar nicht so schwer. Außer natürlich, dass die Hauptarbeit, die Konfiguration der Geräte, erst danach kommt. Diese Arbeit wird auf die Kapitel 10 bis 15 verschoben.

Kurze Abschnitte beschäftigen sich mit der Installation von SUSE, Red Hat und Debian.

Kapitel 4: Die grundlegende Funktionsweise von Linux

Dieses Kapitel erklärt wiederum Grundlegendes wie die Trennung von Kernel und Userspace, Gerätedateien und vieles mehr, was Distributionen mit grafischer Oberfläche vor den Benutzern verbergen möchten. Permissions, ACLs und das virtuelle Dateisystem sind natürlich für alle Benutzer von Bedeutung. Die Kommandozeilenprogramme chmod usw. nicht unbedingt.

Kapitel 5: Der Bootstrap-Vorgang

Kapitel 5 beginnt beim Master Boot Record (MBR) und erklärt dann, wie ein Linux-System startet, init aufruft und die Init-Skripte bis zum Login abarbeitet. Es endet mit dem Herunterfahren (Shutdown).

Kapitel 6: Prozesse

Nun kommen die Autoren auf Prozesse und Prozessverwaltung zu sprechen. Vorder- und Hintergrundprozesse, Sitzungsgruppe, Jobs und Signale, alles was Unix und damit auch Linux zu bieten haben, kommt hier zur Sprache. Die wichtigsten Tools werden auch gleich vorgestellt, von ps bis lsof.

Kapitel 7: Grundlegende Administration

Die Benutzerverwaltung liefert den Einstieg in dieses Kapitel, dann folgt die Paketverwaltung und die Installation neuer Software. Dabei werden die Paketsysteme von Debian, Red Hat und Slackware vorgestellt sowie die Installation ohne Pakete, die oft mit der Compilierung der Quellen einher geht. Die nächsten Unterkapitel widmen sich Backup und Logdateien, dann folgt die Kernelkonfiguration. Weitere fünf kurze Unterkapitel schließen sich an: Weitere nützliche Programme, Grundlegende Systemdienste (cron und at), Manpages, find und Midnight Commander.

Kapitel 8: Die Shell

Mit rund 80 Seiten ist Kapitel 8 das umfangreichste und, wie die Autoren betonen, auch das zentrale Kapitel des Buches. Neben der Kommandozeile und Shell-Features werden auch einige Kommandozeilenprogramme vorgestellt. Dann werden grundlegende Shellskripte angegangen und schließlich awk, sed und grep vorgestellt.

Kapitel 9: Die Editoren

In diesem kurzen Kapitel werden die Editoren vi und emacs vorgestellt, leider ohne zu sagen, welcher der bessere ist.

Kapitel 10: X11 - Die grafische Oberfläche

Auf nur 30 Seiten wird X11 abgehandelt, wovon noch ein paar Seiten abzuziehen sind, die Applikationen wie Mozilla oder GIMP zeigen. Dass man bei diesem Umfang Desktops wie KDE und GNOME gerade einmal erwähnen kann, dürfte klar sein. Was in diesem Kapitel meiner Meinung nach fehlt, ist eine Beschreibung der Möglichkeiten eines Display-Managers wie xdm. Die Konfiguration des X-Servers ist sehr kurz dargestellt, mehr kann man aufgrund des begrenzten Umfangs des Buches auch nicht erwarten.

Kapitel 11: Netzwerkkonfiguration

Nach einer kurzen Einführung in die TCP/IP-Grundlagen geht dieses Kapitel gleich auf ifconfig ein, dann folgen Hinweise zum Routing, zur Einwahl mit PPP, ISDN und DSL. Firewalls und NAT sind ein wichtiges Thema, bevor am Ende noch die wichtigsten Tools vorgestellt werden. Insgesamt ist hier alles Wichtige kompakt dargestellt.

Kapitel 12: Serverdienste

Dieses Kapitel erklärt das Client/Server-Prinzip, Peer-to-Peer-Netze und kommt dann auf inetd und tcpd, die als Grundlage der folgenden kurzen Vorstellung einzelner Dienste dienen. Etwas befremdlich mutet es an, dass nur inetd, nicht xinetd zur Sprache kommt. Gerade so, als wäre der Text aus älteren Werken übernommen.

Im Rahmen der Servervorstellung wird die Secure Shell (sshd) ausführlich beschrieben. Auch der Webserver Apache kommt etwas ausführlicher zur Sprache als die meisten anderen. Email, Fetchmail und Procmail bilden ein weiteres Unterkapitel.

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