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So, 14. Oktober 2007, 00:00

openSuse 10.3

Einführung

openSuse 10.3

Mirko Lindner (demon)

openSuse 10.3

Zehn Monate ist es her, dass SUSE mit openSuse 10.2 eine neue Version der Distribution herausbrachte. Nun liefert der Distributor eine neue Version seines Produktes aus. Nach Aussagen des Herstellers bietet die neue openSuse 10.3 alles, was zeitgemäße Linux-Benutzer benötigen. Das System beinhaltet demnach »alles für den effektiven Einsatz des Rechners zu Hause und unterwegs«. Pro-Linux schaute sich die Boxversion der Distribution eine Zeit lang an und testete sie in einer produktiven Umgebung.

Lieferung

Novell liefert openSuse 10.3 mit dem gewohnten Maximalumfang. Das Paket kommt in der Verkaufsversion mit insgesamt zwei Dual-Layer-DVDs. Seit der 9er-Reihe unterstützt Suse/openSuse neben der x86- auch die x86_64-Architektur. Die gedruckte Dokumentation des Produktes schrumpfte allerdings auf ein knapp 270-seitiges Installationshandbuch. Vorbei scheinen die Zeiten zu sein, als die Distribution mit einer tausend Seiten starken Dokumentation den Käufer verwöhnte.

Neu bei openSuse 10.3 sind die neuesten Versionen der Desktop-Umgebungen Gnome (2.20) und KDE (3.5.7), inklusive einer Vorschau auf KDE 4. Die Basis der Distribution bilden der Kernel 2.6.22.5, GCC 4.2.1, Glibc 2.6.1 und RPM 4.4.2. Darüber hinaus liefert Novell das aktuelle Produkt mit Libzypp 3.24.2 aus.

Ganz in grün - Der neue Startbildschirm

Mirko Lindner (demon)

Ganz in grün - Der neue Startbildschirm

Ein Schmankerl für alle Suse-Nutzer dürfte die Beigabe weiterer kommerzieller Software sein. Exklusiv in openSuse 10.3 lizenzierte der Distributor auch diesmal das einfach zu bedienende Homebanking-Programm Moneyplex von Matrica. Ferner enthält openSuse eine kostenlose Version der Textverarbeitung Textmaker sowie eine Version von Planmaker, einer Tabellenkalkulation aus dem Hause Softmaker. Zu den weiteren Beigaben der Distribution zählen die Backup-Lösung SEP sesam, Opera sowie die Antivirus-Lösung »antivir«. Die Käufer der Box erhalten zudem einen 90tägigen Support bei der Installation des Systems.

Neben Anwendungen, die eher Testcharakter haben, hat Novell auch dieses Mal an die Heimbenutzer gedacht und fügte der Distribution auch Multimedia-Anwendungen hinzu. Neben RealPlayer findet sich im Lieferumfang des Produktes auch der Flashplayer sowie Adobe Reader. Darüber hinaus kommt openSuse 10.3 mit einer Reihe von Firmware-Images für einige gängige WLAN-Chips. Die fglx- sowie nvidia-Treiber fehlen dagegen sowohl in der kostenlosen als auch in der kostenpflichtigen Box-Version. Dafür ist im Lieferumfang der neue Nouveau-Treiber für Nvidia-Karten enthalten.

Zum weiteren Lieferumfang des Produktes gehören darüber hinaus zahlreiche Server-Anwendungen. So enthält openSuse 10.3 auch dieses Mal aktuelle Versionen von Apache, Samba und MySQL. Auch die gängigen Tools zur Erstellung und Entwicklung von Applikationen sind in der neuen Distribution enthalten. Neben GCC 4.2 liefert Novell auch Sun Java 5 samt geeigneter Plugins für den Browser, Python 2.5.1, PHP 5.2.4 und Mono 1.2.5 mit.

Installation

Allgemein

Das Verschieben von Partitionen ist für openSuse 10.3 kein Problem

Mirko Lindner (demon)

Das Verschieben von Partitionen ist für openSuse 10.3 kein Problem

War die Installation einer Linux-Distribution noch vor ein paar Jahren etwas für Spezialisten, so hat Linux diesbezüglich in den letzten Jahren neue Standards gesetzt. Alle großen Linux-Distributionen haben viel Entwicklungszeit in die Verbesserung des Installationsprozesses gesteckt, so dass eine Linux-Installation mittlerweile weniger Probleme bereiten sollte wie die der Konkurrenz aus Redmond oder Cupertino. Fast alle Anbieter konzentrieren sich mittlerweile auf die Pflege der Tools.

So war es kaum verwunderlich, dass die neue Suse kaum Probleme bei der Installation verursachte. Eine Installation sowohl auf einem Xeon-Server, Dual-Core-System oder aber auch in einer virtuellen Maschine oder auf einem Laptop konnte das neue openSuse-System nicht aus dem Tritt bringen. Die komplette Hardware wurde einwandfrei erkannt und sinnvoll konfiguriert. Es sollte allerdings erwähnt werden, dass unsere Tests keinesfalls eine Referenz darstellen und lediglich einen Ausschnitt wiedergeben - je nach Hardware und Peripherie kann sich die Installation natürlich unterschiedlich verhalten.

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