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So, 2. November 2003, 00:00

SuSE Linux 9.0 Personal

Nachdem die neueste SuSE schon seit ein paar Tagen erhältlich ist, habe ich mich entschlossen, einen kleinen Test zu schreiben und meine Erfahrungen mit der Version 9.0 weiterzugeben.

SUSE LINUX 9.0 Personal

Stefan Kubsch

SUSE LINUX 9.0 Personal

Vorwort

Ich habe mir die Personal-Version ausgesucht, da wohl die meisten Privat-Anwender auf diese zurückgreifen werden. Ziel der Distribution ist es, möglichst schnell und einfach an eine komplette Lösung für Desktops zu kommen, mit der man die meisten alltäglichen Arbeiten wie Office, Internet oder Grafik erledigen kann. Der Preis des Pakets liegt bei 40-50 Euro, je nachdem, wo man es kauft.

Aus der Sicht eines Anwenders soll auch dieser Test betrachtet werden. Ich werde nicht in technische Details gehen, dazu ist die Version auch zu frisch und die Testdauer bisher zu kurz. Es soll festgestellt werden, wie einfach und sicher, wie anwenderfreundlich diese SuSE 9.0 zu installieren und bedienen ist.

Der Lieferumfang

Der Lieferumfang ist, wie von SuSE gewohnt, recht gut. Zu den drei CDs gesellt sich ein dickes, 460 Seiten starkes Handbuch, welches den SuSE-Einsteiger gut durch die Installation und die Bedienung der Distribution führt. Im stabilen Paket findet man noch Hinweise zum Support, den SuSE bietet, sowie (leider recht viel) Werbung. Ein kleiner SuSE-Aufkleber ist als Gimmick auch noch drin.

Die Testumgebung

Zum Test musste mein Notebook dran glauben, auf dem schon Windows XP und Red Hat 9 laufen. Ziel war es natürlich, SuSE so zu installieren, daß alles andere auch noch funktioniert. Ich habe vorher noch etwas Platz geschaffen, indem ich per Partition Magic eine NTFS-Partition verkleinert habe. Damit standen jetzt 17 GB zur Verfügung, wobei ich aber nicht mehr als 8 GB für SuSE verwenden wollte.

Notebook: IBM Thinkpad A30p, Pentium III Mobile 1200, 1024 MB RAM, 48 GB Festplatte, USB, Firewire, Wireless LAN, 10/100 MBit Ethernet, ATI Mobility Radeon 7500 Mobile und ein DVD/CD-RW Combo-Laufwerk.

Die Installation

Also ging es los. CD 1 rein und der Bootvorgang startet. Im Prinzip gibt es bei der Installation von SuSE nichts Neues. Man wird durch eine klare Struktur geleitet, die keine Fragen offenlässt. Die Hardware-Erkennung bis hierher funktioniert sehr gut, das ist man eigentlich auch nicht anders von SuSE gewohnt.

Ich habe während der Installation ALLE Pakete ausgewählt, um zu testen, ob alle Programme vernünftig laufen. Dazu später mehr.

Bei der Konfiguration des Bootmanagers, welcher standardmäßig »grub« ist, bin ich wegen meiner bestehenden Systeme auf Nummer Sicher gegangen. Deshalb habe ich angegeben, das der MBR nicht verändert wird bzw. die alte grub-Konfiguration in die neue aufgenommen wird.

Thema Festplatten: In dieser Version kann man endlich auch NTFS-Partitionen in der Größe ändern. Ich habe es nicht getestet, trotzdem ist es sehr erwähnenswert.

Nach ein wenig Kopieren erfolgt ein Neustart (ohne neu zu booten), und man erledigt weitere Konfigurationen wie z.B. das Netzwerk. Auch hier war die Hardwareerkennung sehr gut, sowohl die Ethernet-Schnittstelle wie auch das Wireless-LAN wurden einwandfrei erkannt und konnten konfiguriert werden (WLAN habe ich allerdings nicht getestet).

Die komplette Installation nimmt je ca. 45 Minuten in Anspruch, was noch zivil ist. Dann war die Installation auch durch.

Der erste Start

Nach der Installation galt mein Hauptaugenmerk dem Bootloader; uff, alles noch da und das Starten von Windows und Red Hat war problemlos möglich. Volle Punktzahl schon mal dafür.

Das Starten von SuSE geht recht flott. Wem der neue Startbildschirm nicht gefällt, wechselt mit »F2« in die Detail-Ansicht, in der man wie gewohnt genau verfolgen kann, was beim Starten passiert.

Nach der Anmeldung sieht man erstmal die gewohnte KDE-Oberfläche in Version 3.1. Ziemlich bunt und durch den Hintergrund (das bekannte Bild mit den Bomben - aua) recht augenfeindlich.

Kurzer Speichercheck: Voll erkannt - 1024 MB. Ok. Sehr schön: Meine Windows und Red Hat-Partitionen wurden automatisch gemountet, wobei auch Schreibrechte vergeben wurden. Auch das Modem in meinem IBM wurde gefunden, was mit anderen Linuxen schon mal Probleme gemacht hat. Fein!

An Programmen ist alles dabei, was man so braucht. Das meiste ist bekannt, wenn auch hier in taufrischen Versionen. Apropos Versionen, hier die (für Anwender) wichtigsten Neuerungen:

YaST2

Stefan Kubsch

YaST2

  • Kernel 2.4.21-99-default
  • glibc 2.3.2
  • KDE 3.1.4
  • GNOME 2.2
  • Mozilla 1.4
  • OpenOffice.org 1.1
  • gimp 1.3.20

In YasT findet man nun auch die Option, Systembereiche zu sichern und bei Bedarf wiederherzustellen. Yast sieht hier und da ein wenig anders aus als in den Vorgängern, man findet sich aber schnell und gut zurecht. Überhaupt ist alles sehr übersichtlich. Die Programme sind alle gut sortiert.

Die Liste der Änderungen ist lang und man findet an allen Ecken und Enden irgendwelche Neuerungen. Nichts Dramatisches, nichts Revolutionäres, aber durchaus sinnvolle Features. Im Übrigen findet man nun auch ein paar neue, schöne Spiele, wie z.B. das bekannte Adventure »Beneath a Steelsky«. Leider haben sich einige »Vorabversionen« (wie z.B. GIMP) unter die Pakete geschmuggelt. Ich denke, SuSE hätte besser auf stabile Versionen setzen sollen. Aber da es so keine Probleme mit GIMP gab, naja.

Ein schönes Icon auf dem Desktop ist »Lokales-Netzwerk«. Darüber kann man ohne Umstände auf eine Windows-Arbeitsgruppe zugreifen. Klein, aber fein.

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